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Der Standort des Forschungskrans befindet sich im Nordwesten des Leipziger Stadtgebietes am Rand des Naturschutzgebietes "Burgaue". Dieser Standort wurde nach reiflicher Überlegung aller Verantwortlichen ausgewählt, da
- in diesem Bereich ein bestehender Deichweg genutzt werden konnte um die Schienentrasse unter minimaler
Beeinträchtigung des Standortes zu verlegen
- ein Gebäude der Stadt als Forschungscamp genutzt werden kann
- Stadtstromanschlüsse vorhanden sind
- gute Vorinformationen zur Artenzusammensetzung und zum Boden dieses Gebietes vorliegen
Es handelt sich um einen, für mitteleuropäische Verhältnisse, sehr artenreichen und naturnahen Auwald mit einer Bestandsstruktur, die teilweise durchaus mit einem tropischen Regenwald verglichen werden kann.

Während im gesamten Gebiet der Stadt Leipzig ca. 80 Baumarten, (viele davon in Parks) zu finden sind, beinhaltet das 1,6 ha große Untersuchungsgebiet des Krans 17 Baumarten mit einem Stammdurchmesser von wenigstens 1cm. Außerdem gibt es 5 Straucharten. Für mitteleuropäische Verhältnisse kann man daher von einem sehr artenreichen Wald sprechen. Unter den 17 genannten Baumarten finden sich 4 sogenannte Neophyten. Dies sind Baumarten, die aus anderen Kontinenten stammen, hier angepflanzt wurden und sich zum Teil selbst vermehren. Folgende Tabelle listet die Baumarten auf, geordnet nach ihrer Häufigkeit im Untersuchungsgebiet:
* Die Stammkreisfläche oder Basalfläche ist die Summe aller Stammdurchmesser der jeweiligen Art, gemessen in 1,3m Höhe und bezogen auf eine bestimmte Fläche (meist ein Hektar). Sie ist ein von Förstern häufig verwendetes Maß und beschreibt die sog. Dominanz der jeweiligen Baumart. Da die Stammkreisfläche oft in Beziehung zur Größe bzw. Ausdehnung der Krone steht, beschreibt sie indirekt wie viel Raum die jeweilige Baumart im untersuchten Wald einnimmt und mithin wie dominant sie ist.
Im Fall des Kranplots ist die Gemeine Esche mit Abstand die dominanteste Baumart. Sie nimmt ca. 2/3 des gesamten oberen Kronenraums im Kranplot ein. Kennt man die Höhe der einzelnen Bäume lässt sich mit Hilfe der Stammkreisfläche annähern das Holzvolumen der Bäume berechnen, was forstwissenschaftlich natürlich interessant ist.
Unter Waldstruktur versteht man den dreidimensionalen Aufbau des Waldes. Hierzu gehören im wesentlichen die Artenzusammensetzung, die Anzahl, Verteilung und Dichte der Bäume aber auch die Fläche, die die Baumstämme bedecken (Stammkreisfläche) sowie das Holzvolumen. Außerdem wird die Waldstruktur durch die Höhe der Bäume sowie - zumindest in natürlichen und naturnahen Wäldern - durch Lücken im Bestand gekennzeichnet. Außerdem gehört auch die Topographie des Kronendachs zur Waldstruktur.
Für den Waldbestand im Untersuchungsgebiet des Auwaldkrans wurden folgende auf den Hektar umgerechnete Werte ermittelt:
Anzahl der Bäume mit einem Stammdurchmesser
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≥ 5 cm:
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643 / ha
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≥ 10 cm:
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389 / ha
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Stammkreisfläche aller Bäume mit einem Stammdurchmesser
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≥ 5 cm:
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44,1 m² / ha
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≥ 10 cm:
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43,2 m² / ha
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Baumhöhen
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Baumhöhe (m)
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Median
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Mittel
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Standardabweichung
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Maximum
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≥ 5 cm
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14,0
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15,9
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8,7
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36,0
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≥ 10 cm
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19,7
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20,5
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7,1
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36,0
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Ein anschaulicheres Bild der Waldstruktur vermittelt die Verteilungskarte der Baumstämme unterteilt in Durchmesserklassen:
Die unterschiedlichen Farben entsprechen unterschiedlichen Baumarten.
Bemerkenswert ist der hohe Anteil von Totholz im Wald der im Naturschutzgebiet nicht entfernt wird. V.a. der beträchtliche Anteil an stehendem Totholz ist für das Vorhandesein sehr seltener und heutzutage stark gefährdeter Tierarten verantwortlich. So dient das Totholz nicht nur Spechten sondern auch zahllosen Käferarten und anderen Insekten sowie Pilzen als Heimstatt und Nahrungsquelle.
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