MeMo_VP09 - Medienkonvergenz Monitoring Videoplattformen-Report 2009: YouTube und Co.: neue Medienräume Jugendlicher

"Da kann man sich ganz verschiedenes angucken." Jugendliche mögen an
Videoplattformen die große Angebotsvielfalt. Hier finden sie Videos zu
all ihren Hobbys, Interessensbereichen und subjektiv relevanten Themen.
Besonders populär sind Musikvideos und Videos mit lustigen Inhalten.
Sich über Videoplattformen die Lieblingsmusik anzuhören oder auch nach
neuer Musik zu suchen, ist für Jugendliche alltäglich. Bei lustigen,
unterhaltsamen Videos bevorzugen die Heranwachsenden neben Inhalten,
die sie auch aus den ‚klassischen' Massenmedien kennen, vor allem auch
so genannten echten ‚user-generated Content' - vom privaten Partyvideo
bis hin zum persiflierten Hollywood-Streifen.

"Bei YouTube kann ich's mir angucken, wann ich möchte." Besonders
gefällt den Jugendlichen, dass sie über Videoplattformen
programmunabhängig auf Inhalte zugreifen können. Darin sehen sie einen
deutlichen Vorteil gegenüber den 'klassischen Medien', vor allem dem
Fernsehen. Das heißt für sie aber nicht, dass YouTube und Co. das
Fernsehen überflüssig machen. Vielmehr schätzen sie die verschiedenen
Vorteile jedes Mediums. Und fernsehen gefällt ihnen weiterhin wegen der
geringeren Anforderungen an Eigenaktivität und der besseren
(technischen) Qualität.

"Man schickt das an Freunde und die schicken das wieder an ihre
Freunde." Online-Videos sind nicht nur Gegenstand der
Alltagskommunikation von Jugendlichen, auch die Verbreitung der Videos
ist an die sozialen Beziehungen gebunden. 60% der Befragten haben schon
einmal einen Link zu einem Video per Mail an Freunde und Bekannte
versendet. Nahezu alle Befragten haben bereits solche Links erhalten.
Mit Hilfe der Links teilen Jugendliche ihre Lieblingsinhalte mit ihren
Freunden und schaffen sich ein gemeinsames Medienerleben. Die sozialen
Kontakte sind wichtige Verweisgeber, mit deren Hilfe Jugendliche durch
das riesige Angebot der Plattformen navigieren.

"Da habe ich dann halt das Video von der Klassenfahrt reingestellt."
44% der befragten Jugendlichen haben schon einmal allein oder mit
Freunden ein Video ins Internet gestellt. Hierbei handelt es sich neben
lustigen Videos von Unternehmungen mit Freunden vor allem um
selbstproduzierte Inhalte, mit denen sich die Jugendlichen mit ihren
Hobbys und Interessen aber auch ihren Problemlagen darstellen. Das
Hochladen von Videos dient neben der Selbstpräsentation vor allem auch
der Kommunikation im Freundeskreis.

Die gesamten Ergebnisse der Medienkonvergenz Monitoring Videoplattformen Report 2009 (MeMo_VP09) stehen als PDF zum Download bereit: Ergebnisse

Die Pressemitteilung zur Veröffentlichung des MeMo_VP09 als Download finden Sie hier: Pressemitteilung

Für Fragen und Anregungen stehen wir Ihnen gern zur Verfügung