Aktuelle Ergebnisse des Medienkonvergenz Monitoring
MeMo_OSR08: Medienkonvergenz Monitoring Online-Spieler-Report 2008:
Die Online-Spieler: Gemeinsam statt einsam
Seit 2005 befragte das Medienkonvergenz Monitoring auf der jährlichen Games Convention in Leipzig insgesamt 1000 Online-SpielerInnen. Die Ergebnisse der soeben abgeschlossenen dritten Welle dieser Langzeituntersuchung basieren auf einer quantitativen Onlinebefragung von 367 Jugendlichen. Zusätzlich wurden mit 45 Online-SpielerInnen qualitative Interviews geführt. Dadurch können die quantitativen Ergebnisse zu Spiel-Motiven, Präferenzen und Problemlagen vertiefend erklärt und Zusammenhänge aufgedeckt werden.
Online-Spiele-Welten sind für Jugendliche soziale Treffpunkte: 78% der jugendlichen Online-SpielerInnen spielen im Internet gemeinsam mit Freunden aus der Schule, der Nachbarschaft oder aus dem weiteren direkten Umfeld. Und die Hälfte der jugendlichen Online-SpielerInnen hat sogar schon neue Freunde über das Online-Spielen gefunden. Vor allem das weit verbreitete Rollenspiel World of Warcraft ist ein beliebter Treffpunkt, wo aus Netzbekanntschaften Freunde werden.
Auch wenn das Soziale beim Online-Spielen für Jugendliche sehr wichtig ist, suchen Online-SpielerInnen in der Mehrzahl nicht nach einer virtuellen Welt, die ihre reale nachbildet oder ersetzt. Online-Spiele sind für die Befragten elementar verbunden mit spiel- und wettbewerbsbezogenen Zielen. Second Life als vieldiskutiertes Phänomen einer zweiten, virtuellen Welt ist deshalb zwar über 80% der Online-SpielerInnen bekannt, aber für die meisten Jugendlichen nicht attraktiv.
Die gesamten Ergebnisse der Online-Spielerbefragung stehen als PDF zum Download bereit:
PDF: http://www.uni-leipzig.de/~umfmed/MeMo_OSR08.pdf
Die Pressemitteilung zur Veröffentlichung des MeMo_OSR08 als Download finden Sie hier:
PDF: http://www.uni-leipzig.de/~umfmed/PM_OSR08.pdf
Für Fragen und Anregungen stehen wir Ihnen gern zur Verfügung.
Kontakt:
Maren Würfel, Matthias Kießling, Jan Keilhauer
Emil-Fuchs-Straße 1, 04105 Leipzig
Tel.: 0341/ 9735888
Weitere Ergebnisse des Medienkonvergenz Monitoring
Medienkonvergenz Monitoring Report 2008:
Jugendliche in konvergierenden Medienwelten
Der Report präsentiert die Ergebnisse einer Befragung von mehr als 5000 InternetnutzerInnen zwischen 12 und 19 Jahren. Im Mittelpunkt der Befragung stand einerseits die Nutzung der multifunktionalen Medien Computer, Handy und Internet und andererseits die Nutzung von Medien ausgehend von individuellen Präferenzen für Musik, elektronische Spiele, Filme und Fernsehsendungen. Um die Medientätigkeiten Jugendlicher qualifizieren zu können, wurden die erhobenen Zahlen für den Report durch Daten aus Intensivinterviews mit 40 Jugendlichen ergänzt.
Die Ergebnisse zeigen, dass der Computer und das Internet weiter in den Mittelpunkt jugendlicher Medienwelten rücken. Jugendliche suchen im Internet nicht nur nach Informationen, sondern hören dort Musik, sehen Videos, reden mit FreundInnen und spielen.
Auffällig ist, dass Jugendliche das Internet immer mehr zur Rezeption von Inhalten und damit zur Unterhaltung nutzen. Vor allem Videoportale wie Youtube oder MyVideo stehen in der Gunst der 12- bis 19-Jährigen ganz oben. 92% der befragten Jugendlichen haben sich schon einmal online Videos angeschaut, fast 40% geben an, dies oft zu tun. Dabei konsumieren die Jugendlichen auf Videoportalen nicht nur nutzergenerierte Inhalte wie private Spaßvideos sondern auch Inhalte der ‚alten’ Massenmedien. Insbesondere ihre Vorlieben für Musik, aber auch für Filme und Fernsehsendungen führen Jugendliche ins Netz: Zwei Drittel der musikinteressierten Jugendlichen schauen sich Musikvideos im Internet an. Videos zu Filmen nutzt jeder zweite Filminteressierte, Videos zu Fernsehsendungen fast jeder dritte Fernsehinteressierte.
Für Jugendliche übernimmt der Internet-PC zunehmend Funktionen der ‚alten’ Medien. Am deutlichsten wird dies für den Bereich Musik. So ist für Jugendliche der Computer zum zentralen Abspielgerät für Musik avanciert: 78% der befragten Jugendlichen hören sich Musik oft am Rechner an, während nur 36% oft den CD-Player zum Musikhören nutzen. Das Internet tritt zunehmend in Konkurrenz zum herkömmlichen Rundfunk: 40% der Jugendlichen hören ihre präferierte Musik im Internet. Dazu nutzen jedoch nur 29% das Radio und 28% das Fernsehen.
Die gesamten Ergebnisse der Onlinebefragung stehen als PDF zum Download bereit:
PDF: http://www.uni-leipzig.de/~umfmed/Medienkonvergenz_Monitoring_Report08.pdf
Die Pressemitteilung zur Veröffentlichung des Report 2008 als Download finden Sie hier:
PDF: http://www.uni-leipzig.de/~umfmed/PM_Report08.pdf
Für Fragen und Anregungen stehen wir Ihnen gern zur Verfügung.
Kontakt:
Maren Würfel, Matthias Kießling, Jan Keilhauer
Emil-Fuchs-Straße 1, 04105 Leipzig
Tel.: 0341/ 9735888
