Evaluation des Modellprojektes "Lesestart - Mit Büchern wachsen"
Die Lesesozialisationsforschung verweist auf die Bedeutsamkeit der frühkindlichen Sprach- und Leseförderung besonders in der Familie. Demnach werden entscheidende Weichen für die späteren Lesefähigkeiten und das spätere Leseinteresse bereits in der frühen Kindheit gelegt. Das Modellprojekt „Lesestart - mit Büchern wachsen" verfolgt das Ziel, Eltern zur frühkindlichen Leseförderung ihrer Kinder anzuregen. Mit dieser Zielstellung knüpft das Modellprojekt an das britische Projekt „bookstart" an.
Auf Initiative der „Stiftung Lesen" und dem Sächsischen Staatsministerium für Soziales wird dieses Konzept in der Bundesrepublik Deutschland erstmals in einem Bundesland erprobt. Das auf drei Jahre angelegte Modellprojekt umfasst insgesamt drei Projektphasen. In jeder dieser Projektphasen erhalten die Eltern einer Kohorte neugeborener Kinder ein kostenfreies „Lesestart"- Materialpaket, das nicht nur Informationen über die Sprach- und Leseentwicklung sowie die Relevanz und die Möglichkeiten einer frühkindliche Leseförderung von Kindern vermittelt, sondern ihnen darüber hinaus auch altersgerechte Bücher zur Verfügung stellt. Übergeben werden die Materialpakte an die Eltern durch Kinderärzte/-innen und Bibliothekare/-innen.
Parallel zu der Durchführung des Projektes durch die „Stiftung Lesen" führt die Professur für Medienpädagogik und Weiterbildung der Universität Leipzig eine Evaluation der ersten Phase des Modellprojektes durch. Ziel der Begleitforschung ist es, Hinweise für die konzeptionelle Modifizierung der ersten Projektphase sowie der Ausgestaltung der weiteren Projektphasen zu gewinnen. Darauf aufbauend werden Möglichkeiten und Bedingungen einer erfolgreichen Implementierung des Konzeptes im gesamten Bundesgebiet aufgezeigt. Das Forschungsvorhaben umfasst eine Laufzeit von 24 Monaten und wird unterstützt durch eine studentische Projektgruppe.
Vortrag und Podiumsdiskussion zum Thema "Leselust in lesefernen Familien" auf der Leipziger Buchmesse (März 2008)
Der ausführliche Abschlussbericht ist auf dieser Seite veröffentlicht (s.u.).
