„Rezeption und Produktion von Information durch Jugendliche in der konvergenten Medienwelt“

Professur für Medienpädagogik forscht im Schwerpunktprogramm der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG)

„Rezeption und Produktion von Information durch Jugendliche in der konvergenten Medienwelt" - unter diesem Titel startete im Januar 2011 an der Professur für Medienpädagogik am Institut für Kommunikations- und Medienwissenschaft der Universität Leipzig durch den Lehrstuhlinhaber Prof. Dr. Bernd Schorb ein DFG-Forschungsprojekt. Die Realisierung erfolgt gemeinsam mit Prof. Dr. Helga Theunert sowie Dr. Ulrike Wagner und in Kooperation mit dem JFF - Institut für Medienpädagogik in Forschung und Praxis in München. Das Projekt ist Teil des neuen Schwerpunktprogramms der DFG, das im Juni 2009 eingerichtet wurde: „Mediatisierte Welten: Kommunikation im medialen und gesellschaftlichen Wandel". Ausgangspunkt des Forschungsprogramms ist die Annahme, „dass Leben und Erfahrungen der Menschen zunehmend in und in Bezug zu mediatisierten Welten stattfinden", es also zu einer zunehmenden „Prägung von Kultur und Gesellschaft durch Medienkommunikation" kommt.

Im Rahmen des DFG-Schwerpunktprogramms „Mediatisierte Welten" stellt die Leipziger Untersuchung „Rezeption und Produktion von Information durch Jugendliche in der konvergenten Medienwelt" die Frage in den Mittelpunkt, wie Heranwachsende im Alter von zwölf bis 19 Jahren unter den Bedingungen von Mediatisierung und Medienkonvergenz verfügbare mediale Informationssysteme aneignen und in ihre Lebensvollzüge integrieren. Entsprechend werden alle relevanten Medien in ihrer Vernetzung berücksichtigt. Fokussiert wird jedoch insbesondere auf Mitmachangebote des Internets wie Social Web, um so - neben Prozessen der Informationsselektion und -rezeption - die entscheidende Veränderung medialer Information aufzunehmen, nämlich die Option eigentätiger Produktion und Distribution medialer Information. Die Einflüsse von Mediatisierungs- und Konvergenzprozessen auf die Informationsaneignung Jugendlicher und auf die Bedeutung, die Rezeption und Produktion medialer Information in ihren Lebensvollzügen gewinnen, werden in Kontrastierung zu früheren einschlägigen Untersuchungsergebnissen geschärft.

Kontakt:
Prof. Dr. Bernd Schorb
schorb@uni-leipzig.de