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STUDIENARBEITEN

 

ENDOGENE ENTWICKLUNGSPOTENTIALE

Im Fokus des Semesterprojektes stand ein von Industrie und Gewerbebauten geprägtes Quartier im Stadtteil Leipzig-Plagwitz - Block F. Plagwitz gewann in den letzten Jahren insbesondere für die Kreativen und Vertreter der neuen Medien an Bedeutung und wird insgesamt als aufstrebender Stadtteil bewertet.

Endogene Entwicklungspotentiale

Im Rahmen des Projektes setzten sich die Studierenden mit endogenen Entwicklungspotentialen des Quartiers auseinander und zeigten in ihrer Zielformulierung und -definition sowie Handlungsempfehlungen zur konkreten Umsetzung für Investoren auf.

Auf Grundlage von Marktanalysen, Interviews mit Vertretern des Stadtplanungsamtes wurde so ein Konzept erarbeitet, dass neben bautechnischen Maßnahmen auch Marketingstrategien, Möglichkeiten zur Einbindung der örtlichen Akteure und die Ergänzung zu kommunalen Entwicklungszielen beinhaltet.

Als eine "Strategie der unterschiedlichen Geschwindigkeiten und unterschiedlichen Qualitäten" soll dem Investor außerdem ein flexibles Reagieren auf Entwicklungsprozesse und geänderte Bedürfnisse ermöglicht werden und dazu endogene Potentiale optimal genutzt werden - Bei der Umsetzung der Handlungsempfehlung soll gleichzeitig eine Impulswirkung für das Umfeld des Block F selbst ergeben.

Auf der einen Seite wird mit der Strategie der unterschiedlichen Geschwindigkeiten keine kurzfristige Entwicklung des gesamten Blockes zu einem abgeschlossenen Standort angestrebt. Auf der anderen wurden auch Flächenreserven in Bezug auf vorhandene Gebäude und auf freie, neu zu bebauende Flächen vorgehalten, um auf Anfragen und Anforderungen des Marktes flexibel reagieren zu können - somit wird die Chance bewahrt, bei einer Erholung des Immobilienmarktes entsprechend investieren zu können.

Außerdem beinhaltet die Strategie unterschiedliche Qualitäten durch eine differenzierte Aufarbeitung der Gebäudestruktur: Vom Bauunterhalt über den veredelten Rohbau bis zum Neubau soll alles ermöglicht und angeboten werden. Dabei wurde im Semesterprojekt jedoch gleichermaßen erkannt, dass die definierte Zielgruppe des Block F weitere Herausforderungen für die städtebauliche Aufwertung birgt, da hier auf wenig Akzeptanz für mittel- beziehungsweise hochpreisige Flächenmieten gestoßen wird. Der Anspruch eine "perfekte" Immobilie anzumieten wird weniger nicht erhoben wird. Vielmehr obliegt es der Zielgruppe, sich fernab eines vorgelegten Konzeptes selbst zu verwirklichen.

Verfasser: Sebastian Buttkus, Maxi Hoppe, Markus Kreis, Anja Retzmer, Sven Stein
Semesterprojekt, 3. Semester
Matrikel 2009

SPANNUNGSFELDER FÜR GATEWAY GARDENS

Im Rahmen der fächerübergreifenden Seminararbeit des 3. Semesters steht ein ehemaliger US Stützpunkt im Focus. Die Lage in unmittelbarer Nachbarschaft zum Frankfurter Flughafen macht das Gelände zu einer interessanten Konversionsfläche. Sie hat bereits einen Namen: Gateway Gardens. Die Urbanität, um aus der Fläche einen Ort zu formen, fehlt. Die Arbeit beschäftigt sich mit der Suche nach dem Potential des Ortes und der hieraus zu generierenden Urbanität.

SPANNUNGSFELDER FÜR GATEWAY GARDENS Frankfurt

Gegensätze und Widersprüchliches sind Ausdruck urbaner Lebensräume.
Gateway Gardens als urbaner Lebensraum steht im unmittelbaren Kontext höchster Dynamik. Eine Dynamik, die nur dank logistischer Präzision und höchstem Maß an geregelten Prozessen entstehen kann.
Gateway Gardens ist Zeitzeuge globaler Spannungen, welcher als temporärer Lebensraum gebaut wurde. In kurzen und flüchtigen Begegnungen werden Innovationen möglich, gleichzeitig haben auch die alltäglichen Routinen und Banalitäten ihren Platz.

SPANNUNGSFELDER FÜR GATEWAY GARDENS Frankfurt

Ein Ort der Gegensätze, aus denen Spannungsfelder entstehen, welche den „Motor“ für eine urbane Dynamik bilden.

These:
Die Identifikation von Spannungsfeldern und deren Überlagerungen in der räumlichen Verortung im Areal, zeigen die Potentialräume, welche für die Entwicklung der lokalspezifischen Urbanität durch Nutzungen und Funktionen aktiviert werden sollen.

Verfasser: Philippa Dorow, Christiane Mugele, Clemens Rainer, Christian von Büren
Fächerübergreifende Übung, 3. Semester
Matrikel 2007

DAS EINKAUFSNETZ-WERK

Im dritten Semester des Studiengangs Urban Management steht das Thema Stadt & Handel im Mittelpunkt vieler Lehrinhalte. Im Rahmen des fächerübergreifenden Semesterprojektes beschäftigten sich die Studierenden des 05er-Matrikels mit dem Einzelhandel in der Stadt Freiberg.

Die Stadt Freiberg wird besonders durch ihren mittelalterlichen Stadtkern und den kleinteiligen Einzelhandel charakterisiert. Durch die veränderten Anforderungen an Einzelhandelsflächen und die nahe gelegenen Großstädte Dresden und Chemnitz mit ihren großen Einkaufsparks und Shopping-Malls verlor der Einzelhandel Freibergs in den letzten Jahren immer mehr an Bedeutung und Attraktivität. Überlegungen potentieller Investoren, ein Shoppingcenter in der Altstadt von Freiberg zu errichten, sollten von den Studenten überprüft und gegebenenfalls neue Konzepte entwickelt werden. Dabei entstanden bei der Bearbeitung des Themas ebenso unterschiedliche wie interessante Ansätze. Exemplarisch soll hier das Konzept „Einkaufsnetz-WERK“ der Gruppe von Kerstin Badde, Juliane Vierich und Volker Trüggelmann vorgestellt werden.

Das Konzept Einkaufsnetz-WERK entstand aus der Idee heraus, die traditionelle Altstadt zu bewahren und den Leerstand zahlreicher Ladenlokale für das neue Handelskonzept zu nutzen. Daher entschieden wir uns gegen das klassische Konzept eines geschlossenen, autonomen „Einkaufstempels“ und griffen die Idee eines offenen Shoppingcenters auf. Ein Initiator sollte die leer stehenden Ladenlokale in der Altstadt kaufen oder anmieten und unter seiner Regie Einzelhändler zu einem gemeinsamen Handel dirigieren. Das Prinzip des Einkaufsnetz-WERK findet sich in der folgenden Grafik wieder:

Einkaufsnetzwerk Freiberg

Dadurch kann ein hochwertiges Angebot geschaffen und durch gemeinsame Aktionen vermehrt Kunden in die Innenstadt von Freiberg gezogen werden. Flyeraktionen (siehe Bilder rechts) und ein entsprechender Internetauftritt, unterstützt durch ein einheitliches Logo oder eine identische Ladengestaltung sollen auf das Netzwerk und den Handelsverband in der Freiberger Altstadt aufmerksam machen und von „außen“ als zusammengehöriges Einkaufsnetz-WERK wahrgenommen werden. Dabei sollte sowohl die Besonderheit des Shoppingcenters, als auch der Umgebung zum Ausdruck gebracht werden - nach dem Motto „Auf der Suche nach dem Besonderen! - Flanieren im Altstadtflair Freibergs“. Auch alteingesessenen Ladenbetreibern sollte es ermöglicht werden, dem Einkaufsnetz-WERK beizutreten, so dass der Einzelhandel angekurbelt und von innen heraus gestärkt wird.

Fächerübergreifende Übung, 3. Semester
Einzelhandel in der Stadt Freiberg
Matrikel 2005