2. November 2010 von juliane
Film bewerten     (6 votes, average: 4.17 out of 5)
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offizielle Webseite
deutscher Kinostart: 4.11.2010
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MACHETE (Danny Trejo, FROM DUSK TILL DAWN) ist ein cooler Hund und schafft es schon zu Lebzeiten seinen eigenen Mythos zu begründen. Drogenboss Torrez (Steven Segal, ALARMSTUFE: ROT) ließ die geliebte Ehefrau vor seinen Augen hinrichten und versuchte den besten aller Bundesagenten gleich zu verfeuern. MACHETE überlebt natürlich diese furios blutige Exposition in der Körperteile en Masse herumwirbeln und alles blutgetränkt in rot getüncht wird. Robert Rodriguez (DESPERADO) hatte sich bereits im GRINDHOUSE Double-Feature mit Tarantino gemessen und den Independent-Starregisseur mit seinem ironischen Zombiehorrortrash PLANET TERROR glatt in die Schranken verwiesen.
Nun also wieder einmal das bekannte Thema und der alte Ort: Texas. Taccos, verstaubte Straßen und schmierige Kleinkriminelle. An der Grenze zu Mexiko will der rassistische Senator McLaughlin (Robert De Niro, GODFELLAS) einen elektrischen Grenzzaun errichten und plant illegale „Parasiten“ wieder auszuweisen und nur soviele Mexikaner ins gelobte Land zu lassen, dass die Baukosten für die US-Wirtschaft durch billige Tagelöhner schön im Keller bleiben. Der Senator vertreibt sich unterdes abends mit der Redneck-Bürgerwehr unter Vons (Don Johnson, MIAMI VICE) Führung die Zeit und jagt illegale Einwanderer mit der Flinte quer durch das Buschland. Die Perfidie erhöht sich, die Wählergunst des Senators indes sinkt. Also ersinnt sich Berater und Geschäftsmann Booth (Jeff Fahey, LOST) eines Planes: Er will McLaughlin bei einer Rede öffentlichkeitswirksam von einem Mexikaner anschießen lassen, um die Stimmung vor der Wahl aufzuheizen und ihm den Wahlsieg zu sichern. Ausgerechnet MACHETE wird dafür angeheuert, der dankend annimmt und das Kopfgeld dem ausgetüftelten Einwanderungsnetzwerk der Mexikaner zur Verfügung stellt. An dessen Spitze steht Revoluzzerin Luz (Michelle Rodriguez), die täglich von der Einwanderungsbeamtin Sartana (Jessica Alba, SIN CITY) drangsaliert wird. Leider soll MACHETE nur das Bauernopfer geben, er entkommt natürlich furios und zieht eine Spur blutiger Verwüstung hinter sich her.
Die besten Szenen des Films atmen DESPERADO-Appeal. Die Flucht über Dächer und am Darm eines Killers durch das offene Fenster eines Krankenhauses oder die Schießerei in der Kirche, die der Padre Cheech Marin (Viel Rauch um Nichts) verteidigt bis er gekreuzigt wird. Immer wieder Trejo als übermächtiger vernarbter Kämpfer und Frauenheld, der mühelos alle Bösewichte mit Messern und Macheten zerteilt und dann den Frauen ein Ei während des Aktes brät. Viele Kampfszenen und symbolische Spielereien dürften Fans der Mexiko-Trilogie (EL MARIACHI, DESPERADO, ONCE UPON A TIME IN MEXICO) bekannt vorkommen. Zum Ende hin entartet alles in eine Massenschießerei, die zwar durchaus amüsant daherkommt, aber sehr ungeordnet und kopflos gefilmt und montiert scheint. Dennoch bietet MACHETE viele sehr gute Lacher, gewiefte Actionszenen, eine wunderbare HEAT-verdächtige Besetzung und brilliert schließlich mit Lindsay Lohan als rachsüchtige Nonne. Blutig und humorvoll könnte man den bizarren Reigen im Stile eines B-Movies beschreiben. Allerdings hatte sich Rodriguez mit PLANET TERROR schon übermächtig in Szene gesetzt, sodass MACHETE nicht ganz an diesen Kultfilm herankommt. Das Machwerk bietet dennoch vergnügliche Kinounterhaltung für Erwachsene, die abseits des Mainstreams mit ästhetisierter Gewalt und viel schwarzem Humor etwas anfangen können. Es sollte außerdem nicht unerwähnt bleiben, dass Co-Regisseur Ethan Maniquis, der schon bei PLANET TERROR und SIN CITY den Schnitt übernahm auch einen nicht unerheblichen Teil zum Gelingen dieses Herbstkrachers beigetragen hat.
5/5
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Geschrieben in Allgemein, Rezensionen | Kommentar
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Ich fand den Film schlecht! Habe auch nen kurzen Artikel auf meinem Blog geschrieben.
http://thiem.lima-city.de/27-11-2010/kinoabend-mit-machete/