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Pressemitteilung 026/2014 vom 31.01.2014

Bereich: öffentliche Veranstaltungen, Organisatorisches, Statements
Sachgebiet: Musik / Musikwissenschaft

Einmal den Takt angeben - Als Dirigent des Leipziger Universitätschors im neuen Mendelssohn-Museum

 

Am kommenden Montag (3. Februar), dem 205. Geburtstag Felix Mendelssohn Bartholdys, wird das Museum im Mendelssohn-Haus nach dem Umbau neu eröffnet. In der neu gestalteten und vergrößerten Ausstellung ist auch der Leipziger Universitätschor zu hören: Unter seinem Leiter, Universitätsmusikdirektor David Timm, sang er zwei Mendelssohn-Kompositionen ein, die nun im sogenannten "Effektorium" - einem interaktiven Dirigier-Simulator - zu hören und zu dirigieren sind.


Ein Tippen auf den Startknopf, und schon geht es los: "Denn er hat seinen Engeln befohlen über dir…", schallt es aus 13 länglichen Lautsprechern, die über den Raum verteilt stehen. Zu hören sind die Stimmen der Sänger des Leipziger Universitätschores, sortiert nach ihren Stimmgruppen von Sopran I bis Bass II. Die Besucher des Mendelssohn-Museums können sich im Effektorium zwischen den Lautsprechern durch den Raum, also durch den Chor, bewegen und sich beispielsweise mitten zwischen die Sänger des Tenors stellen, um ihre Melodie im Chorsatz zu verfolgen. Ein großer, weißer Touchscreen bildet das Dirigentenpult: Hier können nicht nur die einzelnen Musikstücke ausgewählt und einzelne Stimmgruppen hervorgehoben oder ausgeblendet werden. Mit einem hölzernen Taktstock kann jeder einmal Dirigent spielen und das Tempo des Chores selbst bestimmen. Eine Kamera im Bildschirm erfasst die Bewegung und überträgt sie auf die Wiedergabe der Musik. In dieser Form sei das Effektorium deutschlandweit einzigartig, informiert das Museum im Mendelssohn-Haus.

Felix Mendelssohn Bartholdys Motette gehöre seit vielen Jahren zum Repertoire des Leipziger Universitätschores, erzählt Universitätsmusikdirektor David Timm. Aufgenommen habe der Chor das Stück so aber noch nicht. "Wir haben schon viele Aufnahmen gemacht, aber diese war für den Chor etwas Besonderes: Damit die Stimmgruppen im Effektorium einzeln aus den Lautsprechern zu hören sind, mussten wir sie getrennt aufnehmen." Der Chor habe zwar zusammen gesungen, berichtet Timm, zwischen den Stimmgruppen seien aber akustische Trennwände aufgestellt worden. "So war es für die Sängerinnen und Sänger viel schwieriger, den Chorklang als Ganzes wahrzunehmen und sich daran zu orientieren", berichtet er.

Neben der Motette hat der Leipziger Universitätschor für das Effektorium auch Mendelssohns Vertonung von Joseph von Eichendorffs Gedicht "Abschied vom Walde" eingesungen. David Timm ist noch mit weiteren Stücken des Komponisten vertreten: Mit dem Mendelssohnorchester Leipzig nahm er den vierten Satz der Reformationssinfonie und den Rüpeltanz aus dem Sommernachtstraum auf, die ebenfalls von den Museumsbesuchern dirigiert werden können.

Das Mendelssohn-Haus ist die letzte baulich erhaltene Privatadresse Felix Mendelssohn Bartholdys und wird von der Mendelssohn-Stiftung und einem Verein betreut. Der Museumsbereich erstreckt sich über Erdgeschoss und erste Etage, wo sich die Wohnung des Musikers befand. Im dritten Obergeschoss liegen die Büros der Leipziger Universitätsmusik.

Silvia Lauppe

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letzte Änderung: 25.09.2017 

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