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Pressemitteilung 306/2014 vom 24.10.2014

Bereich: Forschung, öffentliche Veranstaltungen, Studium und Lehre, wissenschaftliche Tagungen
Sachgebiet: Kunst / Kultur / Kulturwissenschaften

Theater der Wiederholung: Internationale Experten und Künstler auf Symposium in Leipzig

Leipziger Theaterwissenschaft feiert 20-jähriges Institutsjubiläum

 

Sein 20-jähriges Bestehen an der Universität Leipzig feiert das Institut für Theaterwissenschaft mit drei international besetzten wissenschaftlich-künstlerischen Festveranstaltungen. Den Reigen der Symposien und Tagungen eröffnet das Symposium "Das Theater der Wiederholung", das vom 30. Oktober bis 1. November 2014 im Rahmen des gleichnamigen DFG-Forschungsprojekts unter der Leitung des Geschäftsführenden Direktors Prof. Dr. Günther Heeg stattfindet.


Beim Symposium "Das Theater der Wiederholung" werden internationale Experten aus Wissenschaft und Kunst im Leipziger Theater der Jungen Welt (TdJW) zu Gast sein. "Es freut mich besonders", so Heeg, "dass die großartigen Nachwuchswissenschaftler unseres Instituts hier Gelegenheit haben, mit weltweit bekannten Gästen zusammen aufzutreten und sich auszutauschen." Den Festvortrag hält der slowenische Autor, Regisseur und Performancekünstler Janez Janša, einer der international bekanntesten Reenactment-Künstler und Theoretiker. Ein szenisches Reenactment von Heiner Müllers "Der Bau" zeigen Studierende des Instituts für Theaterwissenschaft in Kooperation mit dem TdJW. Performances im öffentlichen Raum der Stadt Leipzig und eine Reihe von Künstlergesprächen begleiten die Vorträge von renommierten Vertretern und Nachwuchswissenschaftlern der Theaterwissenschaft.

Theaterwissenschaft gibt es in Leipzig in wechselnden Institutionen seit 1922. Im Dezember 1993 wurde das Institut für Theaterwissenschaft an der Universität Leipzig gegründet, der Lehrbetrieb begann mit dem Wintersemester 1994/95. Seither hat sich das Institut weithin sichtbar profiliert. Am 8. November 2014 wird es für seine Strahlkraft und Bedeutung auch für die Theaterpraxis mit dem Deutschen Theaterpreis "DER FAUST" ausgezeichnet. Erstmals überhaupt erhält ein Universitätsinstitut diesen renommierten Preis.

Das Institut gehört zu den vom Stellenabbau betroffenen Bereichen der Universität Leipzig. Ihm droht damit die Schließung. Vor diesem Hintergrund fand im Sommersemester 2014 eine Ringvorlesung unter dem Titel "Theaterwissenschaft: Aus Tradition Grenzen überschreiten" statt - mit hochkarätigen Theaterwissenschaftlern aus dem deutschsprachigen Raum. Die Publikation der Beiträge erscheint Anfang November unter dem Titel "Momentaufnahme Theaterwissenschaft. Leipziger Vorlesungen" im Verlag Theater der Zeit. Der Band wird am 11. November um 20 Uhr im Schauspiel Leipzig in der Reihe "Diskurs: Theater anders denken" vorgestellt. Prominenter Gast wird der Präsident des Deutschen Bühnenvereins, Prof. Dr. Klaus Zehelein, sein.

Schon vom 13. bis 15. November 2014 folgt eine weitere Jubiläumsveranstaltung: die Tagung "Tanz in der DDR" des Forschungsprojekts "Körperpolitik in der DDR: Tanz-Institutionen zwischen Eliteförderung, Volkskunst und Massenkultur". Die Tagung in Kooperation mit dem Tanzarchiv Leipzig e.V. leitet Prof. Dr. Patrick Primavesi. Im Kreis internationaler Experten wird nach den Tanzformen, Institutionen und Akteuren gefragt, die eine vielfältige Bewegungskultur geprägt haben. Den Eröffnungsvortrag hält Prof. Dr. Jens Richard Giersdorf (Marymount Manhattan College, New York).

Die die Veranstaltungsreihe abschließende Tagung "Visible - Invisible: 'Gespensterfelder' (Einstein) oder Vom Wissen kultureller Praktiken" mit Experten aus acht Fächern und vier Ländern findet im kommenden Jahr (21. bis 25. Oktober 2015) unter der Leitung von Prof. Dr. Gerda Baumbach statt. Diverse Künstler beteiligen sich mit experimentellen Versuchen im Laboratorium "Materie, Bewegung, Figuren" am Austausch über Arten des Wissens unter dem Motto "Wer nicht tanzt, erkennt nicht, was sich begibt". Die Tagung des Forschungsschwerpunkts "Historische Anthropologie der Akteure und der Theater" stellt die interdisziplinäre Forschung im Transfer mit der Praxis in der Öffentlichkeit zur Diskussion.

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letzte Änderung: 25.09.2017 

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