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Nachricht 286/2017 vom 14.11.2017

Bereich: Forschung, Statements
Sachgebiet: Veterinärmedizin

Stadt Leipzig und Universität Leipzig untersuchen Katzenpopulation

 

Ein gerade angelaufenes gemeinsamen Projekt der Stadt Leipzig und der Universität Leipzig befasst sich mit der Entwicklung freilebender Katzenpopulationen in Leipzig. Es wurde am Dienstag (14. November 2017) vorgestellt. In den kommenden zwei Jahren werden die Größe und die Struktur der Population in der Stadt untersucht. Ziel ist es, unter anderem Aussagen zum Gesundheitszustand und zu Auswirkungen bereits durchgeführter Maßnahmen treffen zu können.


Seit dem 1. Oktober wird das Projekt im Rahmen der Dissertation von Tierärztin Rebecca Großmann vom Institut für Tierhygiene und Öffentliches Veterinärwesen der Universität Leipzig bearbeitet. Ein entsprechender Vertrag wurde zwischen der Stadt Leipzig und der Universität Leipzig im September abgeschlossen. "Um den Gesundheitsstatus zu erfassen, werden die zur Kastration in die beteiligten Tierarztpraxen verbrachten freilebenden Katzen in Narkose klinisch untersucht und Proben entnommen. Anschließend erfolgt im Labor die Untersuchung der Proben auf die gängigen Infektionskrankheiten der Katze sowie auf Endo- und Ektoparasiten", erläutert Rebecca Großmann. Weiterhin sind Erhebungen direkt an den Futterstellen vorgesehen. Mit den ehrenamtlichen Betreuern der Katzen soll über einen Fragebogen Kontakt aufgenommen werden, der Informationen über Art der Futterstelle sowie über Größe, Zu- und Abgänge und die Sozialstruktur der Katzengruppen erfasst. Anschließend werden in bestimmten Intervallen Vor-Ort-Beobachtungen erfolgen.

Um einen Eindruck über den Kastrationsstatus der in einem Haushalt lebenden Katzen zu erhalten, wurde ein Fragebogen für Katzenbesitzer erstellt. Dieser enthält Fragen zur Haltungsform, dem Kastrationsstatus und ob die Katzen gechipt und registriert sind. In naher Zukunft kann er anonym in den Kleintierpraxen in Leipzig oder online ausgefüllt werden.

Ein Kastrationsprogramm für herrenlose, freilebende Katzen im Leipziger Stadtgebiet existiert seit 1992. Damals gab es schätzungsweise 20.000 Katzen ohne Besitzer. Zur aktuellen Zahl der hier freilebenden Katzen liegt keine genauere Aussage vor. Ebenso keine detaillierten Aussagen können derzeit zum Gesundheitszustand der freilebenden Katzen getroffen werden.

Das Tierschutzgesetz ermöglicht den Ländern Katzenschutzgebiete per Rechtsverordnung einzurichten, soweit dies zur Verhütung erheblicher Schmerzen, Leiden oder Schäden bei den betroffenen freilebenden Katzen erforderlich ist. Eine Regelung ist jedoch an bestimmte Voraussetzungen geknüpft und nur zulässig, soweit andere Maßnahmen nicht ausreichen.

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Stadt Leipzig und Universität Leipzig untersuchen Katzenpopulation

letzte Änderung: 24.11.2017 

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