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Pressemitteilung 002/2018 vom 04.01.2018

Bereich: öffentliche Veranstaltungen, Studium und Lehre
Sachgebiet: Kunst / Kultur / Kulturwissenschaften

Musiktheaterregisseur Peter Konwitschny im Gespräch in der Schaubühne Lindenfels

 

In diesem Wintersemester hat Peter Konwitschny als Erster die Bertolt Brecht Gastprofessur von Universität und Stadt Leipzig am Centre of Competence for Theatre (CCT) inne. Nach seinem Amtsantritt am 11. Dezember 2017 im Rahmen eines gemeinsamen Empfangs von Stadt und Universität Leipzig hat er mit Studierenden der Leipziger Theaterwissenschaft bereits eine erste Arbeitswoche absolviert. Zu der Veranstaltung "Ändere die Welt, sie braucht es" ist der Musiktheaterregisseur am kommenden Donnerstag im öffentlichen Gespräch mit der Dramaturgin Bettina Bartz und dem Theaterwissenschaftler Prof. Dr. Günther Heeg anzutreffen.

Zeit: 11.01.2018, 19:30 Uhr
Ort: Großer Saal der Schaubühne Lindenfels
Karl-Heine-Straße 50
04229 Leipzig

"Ändere die Welt, sie braucht es" - Peter Konwitschny im Gespräch mit der Dramaturgin Bettina Bartz und dem Theaterwissenschaftler Prof. Dr. Günther Heeg, Eintritt: 5 Euro

Nicht-öffentliche szenische Präsentation der studentischen Arbeiten
Zeit: Mittwoch, 10. Januar 2018, 18:00 Uhr
Ort: Probebühne der Theaterwissenschaft
Spinnereigelände
Spinnereistraße 7

(Medienvertreter sind herzlich eingeladen, nach vorheriger Anmeldung an dem Termin teilzunehmen.)


Konwitschnys künstlerische Herangehensweise und sein Verhältnis zu Brecht
Bevor die gemeinsame Arbeit des Berthold Brecht Gastprofessors mit den Leipziger Studierenden im März in ihre letzte Phase geht, gibt es in der nächsten Woche noch einmal die Möglichkeit, Peter Konwitschny öffentlich zu erleben. Seine Inszenierungen prägen das zeitgenössische Musiktheater seit Jahrzehnten. Was ist das Besondere an seiner künstlerischen Herangehensweise? Welche Kontroversen lösen seine Inszenierungen aus? Wie ist sein Verhältnis zu Bertolt Brecht? Im Gespräch mit Peter Konwitschny zum Thema "Ändere die Welt, sie braucht es" gehen Bartz und Heeg diesen Fragen nach. Ausschnitte und Analysen exemplarischer Inszenierungen sollen einen vertieften Einblick in die Idee seines musiktheatralen Schaffens geben, das Oper als Zentrum der Gegenwart begreift.

Zweiter Workshop startet am Samstag
Zu Beginn des Jahres 2018 folgt sogleich eine zweite Workshop-Runde, in welcher es praktisch zugehen wird. Im ersten Probenblock standen vor allem die inhaltlichen Aspekte und die Unterschiede zwischen der Text- und der Opernfassung im Vordergrund. Er arbeitete mit 16 Studierenden zu Themen aus der einzigen vollendeten Oper von Bernd Alois Zimmermann, "Die Soldaten" (Uraufführung 1965), die auf einer Textfassung von Jakob Michael Reinhold Lenz basiert. Vom 6. Januar (Samstag) an wird es um die Erarbeitung studentischer szenischer Projekte gehen. Den Abschluss dieser Arbeitsphase bildet eine nichtöffentliche Präsentation der konzeptionellen und szenischen Zwischenergebnisse am 10. Januar 2018 um 18 Uhr in der Probebühne der Leipziger Theaterwissenschaft auf dem Spinnereigelände.

Zur Person Peter Konwitschny
Peter Konwitschny gehört zu den renommiertesten und viel diskutierten Musiktheaterregisseuren Europas und steht im engen Bezug zu der Stadt Leipzig. Mit dem Antritt der Gastprofessur kehrt er in die Stadt zurück, in der er aufwuchs und für einige Jahre als Chefregisseur an der Oper arbeitete. Seit 1980 inszeniert Konwitschny Opern, aber auch Dramen und Stücke, unter anderem von Bertolt Brecht, Heiner Müller und Gerhart Hauptmann. Er ist Träger des Bundesverdienstkreuzes am Bande, Mitglied unter anderem der Akademie der Künste zu Berlin, der Freien Akademie der Künste zu Leipzig sowie Honorarprofessor an der Hochschule für Musik "Hanns Eisler" in Berlin.

Zur Person Bettina Bartz
Die Musiktheater-Dramaturgin Bettina Bartz ist diplomierte Theaterwissenschaftlerin und langjährige Kollegin von Peter Konwitschny. Während Konwitschnys Zeit als Chefregisseur an der Oper Leipzig war Bettina Bartz Chefdramaturgin.
Neben ihrer Tätigkeit als Dramaturgin arbeitet sie auch als Autorin. So übersetzte sie zum Beispiel Opern von Mozart, Salieri, Verdi, Bizet, Auber, Cherubini, Donizetti, Paisiello, Offenbach, Tschaikowsky, Dvořák, Händel und Gluck, meistens gemeinsam mit Werner Hintze und schrieb Radiosendungen und Kinderstücke.

Zur Person Günther Heeg
Prof. Dr. Günther Heeg ist Direktor des Centre of Competence for Theatre (CCT) an der Universität Leipzig. Er hat vielfach zu Bertolt Brecht, Heiner Müller und zur Oper, insbesondere seit dem 19. Jahrhundert, sowie zu zeitgenössischem Musiktheater publiziert. Sein aktueller Arbeitsschwerpunkt liegt auf dem Konzept eines "Transkulturellen Theaters", welches direkt von Brechts Theaterarbeiten beeinflusst ist. Er ist Vizepräsident der International Brecht Society, Herausgeber der 2018 erscheinenden Publikation "Recycling Brecht" und Leiter des 2019 in Leipzig stattfindenden Kongresses "Brecht unter Fremden".

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Musiktheaterregisseur Peter Konwitschny im Gespräch in der Schaubühne Lindenfels

letzte Änderung: 22.04.2018 

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