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Pressemitteilung 027/2009 vom 06.02.2009

Bereich: öffentliche Veranstaltungen
Sachgebiet: Geschichte

Der Faden der Ariadne

 

Die Abbildung zeigt Eos, die geflügelte Göttin der Morgenröte, auf dem Fragment eines attisch rotfigurigen Wassergefäßes (Kalpis), um 470 v. Chr.<br />
Antikenmuseum der Universität Leipzig
Die Abbildung zeigt Eos, die geflügelte Göttin der Morgenröte, auf dem Fragment eines attisch rotfigurigen Wassergefäßes (Kalpis), um 470 v. Chr.
Antikenmuseum der Universität Leipzig

Studenten der Klassischen Archäologie führen anlässlich des 600jährigen Jubiläums der Universität Leipzig durch ihr Antikenmuseum. Thema der nächsten Veranstaltung ist "Vom Strichmännchen zum Vasenbild. Zeichenkunst auf griechischen Vasen".

Zeit: 08.02.2009, 14:00 Uhr
Ort: Alte Nikolaischule
Nikolaikirchhof 2


Mit einem besonderen Geschenk zum 600jährigen Jubiläum der Universität Leipzig warten die Studierenden der Klassischen Archäologie auf: Sie bieten Führungen durch das Antikenmuseum an. Die nächste Führung zum Thema "Vom Strichmännchen zum Vasenbild" bietet Maria Kames, Studentin im Bachelor-Studiengang (B.A.) "Archäologie der Alten Welt" mit Spezialisierung Klassische Archäologie. Erklärt wird die Zeichenkunst auf griechischen Vasen - mit vielen lehrsamen Details für den interessierten Laien.

Die griechische Kunst ist in der Leipziger Antikensammlung in besonderem Maße durch die Vasenmalerei der archaischen und klassischen Epoche vertreten. Ausgewählte Beispiele geben einen Überblick über die Entwicklung der Malstile und die wichtigsten Motive der Figuren- und Bildwelt der bemalten Keramik. Besondere Aufmerksamkeit wird schließlich auch der Herstellungstechnik sowie den Töpfern und Vasenmalern und ihren Werkstätten gewidmet.

Wie ihre Kommilitonen hat sich Frau Kames auf diese Führung gut vorbereitet: Nach der intensiven Einarbeitung in das Thema wählte sie thematisch geeignete Objekte aus und konzipierte eine schlüssige Führungslinie. Natürlich wurde auch geübt: Im Rahmen einer Lehrveranstaltung fand eine Probeführung statt, verbunden mit lobenden und kritischen Anmerkungen. Am Sonntag wird Frau Kames nun ganz konkret erfahren, wie Archäologen in die Öffentlichkeit hineinwirken können. 


"Aufgabe der Studierenden war es, im Wintersemester 2008/2009 Rahmen einer Lehrveranstaltung selbständig und in gemeinsamer Diskussion thematische Führungen zu erarbeiten. Dabei lernten sie, im Studium erworbenes Wissen anzuwenden und zu vermitteln, was zu den wesentlichen Kompetenzen eines Archäologen zählt", sagt der Kustos des Antikenmuseums, Dr. Hans-Peter Müller. "Das Antikenmuseum als Lehr- und Studiensammlung des Instituts für Klassische Archäologie wird dabei nicht nur als passive Vorzeigestätte gebraucht, sondern die Studierenden erlernen hier archäologische Bestimmungsmethoden und eignen sich grundlegende Kenntnisse der Museumspraxis an. Typische Aufgabenbereiche und spezifische Tätigkeiten der Archäologen werden dabei nicht simuliert, sondern bereits während des Studiums direkt am Forschungsgegenstand und in der Öffentlichkeit des Museumsbetriebs durchgeführt."

Zu Beginn der Lehrveranstaltung besuchten die Teilnehmer mehrere Museen in Leipzig und außerhalb, um anhand konkreter Beispiele unterschiedliche Möglichkeiten des didaktischen Zugriffs auf das Material kennen zu lernen und Anregungen für eine informative und anschauliche Präsentation zu gewinnen. Wie am Ägyptischen Museum der Universität waren die jeweiligen Mitarbeiterinnen zu einem intensiven Erfahrungsaustausch bereit, um den Studierenden Hinweise für die Vorbereitung und praktische Durchführung einer Führung zu geben.

Die Führungen sind Ergebnis eines Praxismoduls für Studierende im B.A. -Studiengang "Archäologie der Alten Welt", das aber auch für Studierende im Magisterstudiengang "Klassische Archäologie" geöffnet ist.

Termine und Themen der Führungsreihe unter: www.uni-leipzig.de/antik

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letzte Änderung: 25.09.2017 

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