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Pressemitteilung 124/2016 vom 09.05.2016

Bereich: Forschung
Sachgebiet: Biowissenschaften, Medizin / Gesundheitswissenschaften

Gründerteam erhält Millionenförderung

LSI Sachsen und Universität Leipzig unterstützen Start-ups im Bereich Lebenswissenschaften

 

Die seit September 2015 laufende strategische Kooperation zwischen dem Life Science Inkubator (LSI) Sachsen und der Selbstmanagementinitiative Leipzig (SMILE) trägt erste Früchte. Das Gründerteam Pro-Detekt konnte am 1. Mai in die Inkubationsphase am LSI Sachsen starten und wird für die nächsten 2,5 Jahre mit knapp 1,39 Millionen Euro durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert. Das Team ist hervorgegangen aus einem Projekt am Institut für Bioanalytische Chemie (Fakultät für Chemie und Mineralogie) im Biotechnologisch-Biomedizinischen Zentrum (BBZ) der Universität Leipzig.


Pro-Detekt entwickelt ultraschnelle und hochsensitive Antikörper-basierte Nachweisverfahren für den Forschungs- und Diagnostikmarkt. Die Forschergruppe führt die Arbeiten einer Nachwuchsgruppe weiter, die seit mehreren Jahren im Rahmen des Innoprofile- und des GO-Bio-Programms des Bundesministeriums für Bildung und Forschung am Institut für Bioanalytische Chemie der Fakultät für Chemie und Mineralogie geforscht hat.

Der Lehrstuhlinhaber Prof. Dr. Ralf Hoffmann konnte als Initiator des Forschungsprojekts unter Mitwirkung von Prof. Dr. Norbert Sträter (Bioanalytische Chemie) auf Ergebnissen von Prof. Dr. Horst Hennig (Anorganische Chemie) aufbauen. "Zu diesem Erfolgsprojekt haben viele Wissenschaftler beigetragen. Es freut mich, dass diese mehrjährigen Anstrengungen nun weitergeführt werden können und es eine realistische Chance auf eine erfolgreiche Markteinführung geben wird", sagt Professor Hoffmann.

Die notwendige Unterstützung im Technologietransfer leisteten das Dezernat für Forschungs- und Transferservice der Universität Leipzig, das Biotechnologisch-Biomedizinische Zentrum, die Selbstmanagementinitiative Leipzig (SMILE) und der Life Science Inkubator (LSI) Sachsen.

In einem mehrmonatigen Evaluationsprozess wählte der LSI die ersten Leipziger Gründerprojekte für eine Projektförderung aus. "Die Leipziger Gründerszene ist sehr dynamisch, so dass wir aus über zehn potentiellen Gründungsprojekten die Besten selektieren konnten. Zudem ist es im Fall Pro-Detekt gelungen, ein sehr qualifiziertes, motiviertes und fachlich passfähiges Team zusammen zu stellen", sagt Dr. Frank Striggow, Chief Operating Officer bei der Life Science Inkubator GmbH (Bonn) und Standortleiter des LSI Sachsen.

LSI und SMILE wollen gemeinsam zukünftige Start-ups der Sächsischen Biotechnologie- und Medizintechnikbranche stärker unterstützen, um einen erfolgreichen Technologietransfer aus der Wissenschaft in die Wirtschaft zu ermöglichen. Dazu sind neben der Frühphasen-Finanzierung und Projektbetreuung im Rahmen der maximal dreijährigen Inkubation im LSI Sachsen auch gemeinsame Workshops vorgesehen, die junge Unternehmer, in der Mehrzahl Wissenschaftler aus den regionalen Forschungseinrichtungen und Universitäten, für die erfolgreiche Umsetzung ihrer Gründungsprojekte trainieren. Zudem profitieren die zukünftigen Gründer von den Netzwerken beider Initiativen. Das erleichtert es ihnen, Industrie- und Investorenkontakte zu knüpfen, ihre Geschäftskonzepte weiterzuentwickeln sowie die Unternehmensgründung nach erfolgreicher Inkubation vorzubereiten.

"Die Finanzierung von Ausgründungen in der Biotechnologie und Medizintechnik ist auch in Sachsen aufgrund des relativ hohen Kapitalbedarfs und der Zurückhaltung von Risikokapitalgebern nicht einfach. Daher begrüßen wir bei SMILE das Engagement des LSI und des Freistaates Sachsen sehr", betont Prof. Dr. Utz Dornberger von der Universität Leipzig. "In den letzten neun Jahren konnte SMILE in Leipzig knapp 30 Unternehmensgründungen in diesem Segment unterstützen. Damit wird deutlich, dass die Stadt Leipzig exzellente Voraussetzungen für den Transfer von wissenschaftlichen Ergebnissen in die Praxis bietet."

Bei Pro-Detekt habe hat sich gezeigt, "dass ein langer Atem notwendig ist", sagt Dr. Svenne Eichler, Geschäftsführerin des Biotechnologisch-Biomedizinischen Zentrums der Universität Leipzig. "Aber der Fokus war klar auf die Verwertung der Ergebnisse gerichtet. Die Unterstützung im Technologietransfer durch den LSI und SMILE führte zu diesem Erfolg."

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letzte Änderung: 16.12.2017 

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Dr. Frank Striggow
Life Science Inkubator Sachsen GmbH & Co.KG
Telefon: +49 351 7965380
E-Mail | Internet

Prof. Dr. Utz Dornberger
Selbstmanagementinitiative Leipzig (SMILE)
Telefon: +49 341 97-39761
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Dr. Svenne Eichler
Biotechnologisch-Biomedizinisches Zentrum der Universität Leipzig
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