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Pressemitteilung 297/2009 vom 28.10.2009

Bereich: öffentliche Veranstaltungen
Sachgebiet: Geschichte

China in Leipzig - Ausstellung zur Sinologie 1848-2009

 

1903/04: Prof. August Conrady mit Schülern in Peking (Universitaetsarchiv)
1903/04: Prof. August Conrady mit Schülern in Peking (Universitaetsarchiv)

China ist heute aus Leipzig nicht mehr wegzudenken. Daran hat das Ostasiatische Institut mit seinen mehreren hundert Studierenden einen großen Anteil. Aus Anlass des 600-Jahres-Jubiläums der Universität Leipzig zeichnet das Konfuzius-Institut in seinen Räumen die bewegte Geschichte und Entwicklung des Ostasiatischen Institutes nach. Eröffnet wird die Ausstellung "Sinologie in Leipzig 1848-2009 - das Interesse am Fernen Osten in der Messestadt" am 2. November, 19:00 Uhr.

Zeit: 02.11.2009, 19:00 Uhr
Ort: Konfuzius-Institut Leipzig
Otto-Schill-Straße 1


Beginnend mit einer Zeit, in der die Sinologie noch als reine Sprachwissenschaft betrachtet wurde, führt die Ausstellung von der Mitte des 19. Jahrhunderts über die NS-Zeit und die DDR-Zeit bis zur heutigen, international vernetzten und interdisziplinär ausgerichteten Forschung und Lehre.

Ausgangspunkt ist der 1. Juni 1848 - an diesem Tag wird Hermann Brockhaus, späterer Rektor, der erste Professor für ostasiatische Sprachen an der Universität Leipzig. Damit beginnt die mehr als 160-jährige Geschichte eines der ältesten sinologischen Lehrstühle im deutschsprachigen Raum. Nachdem 1913 das Ostasiatische Seminar institutionell an der Universität etabliert wird, kristallisiert sich bald die sogenannte Leipziger Schule um den Professor August Conrady heraus. Ihre Thesen und Forschungsergebnisse werden kontrovers diskutiert und ihre Anhänger bilden ein internationales Netzwerk. Während der Kriegsjahre und danach kann der Lehrbetrieb nur unter schwersten Bedingungen weitergeführt werden. Ein Bombenangriff im Dezember 1943 vernichtet das Ostasiatische Seminar sowie die zugehörige Bibliothek mit 20.000 Bänden, nur rund 1.500 Bücher bleiben übrig. Der Lehrbetrieb wird zunächst in privaten Räumen fortgesetzt.

Auch die DDR-Zeit geht nicht spurlos an der Leipziger Sinologie vorüber: Nachdem das Seminar 1951 zu einem Institut erhoben wird, verlagert die Regierung Ende der 60er Jahre die Sinologie und andere Ostasienwissenschaften nach Berlin, um universitäre Fachrichtungen zu zentralisieren. 1984 wird wieder ein Lehrstuhl für Sinologie in Leipzig eingerichtet. Doch erst nach der Friedlichen Revolution können sich erneut Hauptfachstudenten in Leipzig einschreiben.

In jüngster Zeit ist vor allem die Eröffnung des einzigen Konfuzius-Instituts in den Neuen Bundesländern im Frühjahr 2008 zu nennen. Gemeinsam mit ihrer Partnerin, der Renmin Universität in Peking, unterstreicht die Universität Leipzig damit die Wichtigkeit der sinologischen Forschung und des Austausches mit China.

Die Ausstellung ist zu sehen vom 3. November 2009 bis 29. Januar 2010 (Mo. bis Do., 14:00-18:00 Uhr).


Ausblick:

Parallel zur Ausstellung über die Geschichte der Sinologie in der Messestadt entsteht gemeinsam mit der Universität Peking eine Ausstellung über das Leben des berühmten Leipziger Studenten und späteren Rektoren der Uni Peking, Cai Yuanpei: "Cai Yuanpei - der chinesische Humboldt".

Ausstellungseröffnung:
25. November 2009, 16:00 Uhr
InterDAF e. V.
Lumumbastraße 4

Caroline Kieke

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China in Leipzig - Ausstellung zur Sinologie 1848-2009

letzte Änderung: 24.10.2017 

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