Leipziger Buchmesse  

Leipziger Buchmesse

23. bis 26. März: Leipziger Buchmesse 2017

Mit rund 150 aktuellen wissenschaftlichen Publikationen und Beratungsangeboten zu Studium, Weiterbildung und Seniorenakademie präsentiert sich die Universität Leipzig auf der diesjährigen Leipziger Buchmesse in Halle 3/Stand H 202. Gemeinsam mit den Universitätsbund-Partnern aus Halle und Jena sowie der Hochschule Merseburg bietet die Universität Leipzig außerdem aus aktuellem Anlass das  Vortragsforum „Reformation als Message“ an. Hier stellen Wissenschaftler aus den drei Universitäten und der Hochschule Merseburg in Vorträgen und Podiumsdiskussionen Forschungsprojekte und -ergebnisse zum Thema Reformation vor.

Studienberatung und Wissenschaftliche Weiterbildung informieren an allen vier Messetagen am Messestand zu Studienangeboten der Universität sowie zu Weiterbildungsmöglichkeiten und zur Seniorenakademie.

Die Universität ist außerdem Veranstaltungsort für "Leipzig liest"-Lesungen. Wissenschaftler der Universität bereichern mit ihren Veröffentlichungen und Diskussionsbeiträgen das Buchmesse-Programm (s. Übersicht).

Das Programm im Vortragsforum „Reformation als Message“


Donnerstag, 23. März

10:30 – 12:00 Uhr
„Kulturelle Wirkungen der Reformation Graduiertenkolleg“
Graduiertenkolleg (Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg)

Die Reformation des 16. Jahrhunderts ist eine kirchliche Angelegenheit. Trotzdem hat sie Folgen für alle Bereiche des kulturellen Lebens. Promovierende zeigen, wie die Message der Reformation übersetzt wird – von damals bis heute.
Die Graduiertenschule Kulturelle Wirkungen der Reformation erforscht mit Blick auf das Jahr 2017 im Spektrum von verschiedenen Promotionsprojekten Wechselwirkungen zwischen dem Protestantismus und der neuzeitlichen Kultur. Im Zentrum stehen reformatorische Impulse in Sozialleben, Medizin, Rechtsprechung, Kunst, Philosophie und Theologie. Die Promovierenden erarbeiten überdies in Kolloquien Begleitwissen zur Geschichte evangelischer Religiosität und Theologie und bereiten Beiträge zum internationalen Kongress der mitteldeutschen Landesuniversitäten Kulturelle Wirkungen der Reformation vor. Der Kongress wird im Projekt Spurenlese – Die Wirkungen der Reformation zusammen mit der Reformationsgeschichtlichen Sozietät der Martin-Luther-Universität vorbereitet. Er findet vom 7. bis 11. August 2017 an der Stiftung LEUCOREA in Wittenberg statt. 

13:00 – 13:40 Uhr
„Aus tiefer Not schrei ich zu mir“
Josefine Siebert (Hochschule Merseburg)

Rufen Menschen in Notlagen zu jemand? Rufen sie nur jemand an? Oder schreien sie sogar? Aber wer hört zu? Der Kurzfilm setzt sich mit der Gedankenwelt Martin Luthers auseinander – inmitten von heutiger Verlorenheit und Verzweiflung.
Dem Film liegt die Auseinandersetzung mit einem Text Martin Luthers und der Suche nach seiner Relevanz für die heutige Zeit zugrunde. In Verbindung mit assoziativen Bildern ist ein Film entstanden, der die Verzweiflung und Verlorenheit in dieser Gesellschaft widerspiegelt und gleichzeitig dazu aufruft, nicht aufzugeben und vor allem, den Glauben an sich selbst nicht zu verlieren. 2013 wurde er bei dem Studierenden-Wettbewerb zum Thema „Reformation und Toleranz – Was bedeuten Identität und Toleranz heute?" vom Bundesministerium des Innern in der Kategorie „Fotografie/Film" prämiert. 

14:00 – 14:40 Uhr
„Die Reformation – (r)eine Männersache?“
Prof. Dr. Klaus Fitschen (Universität Leipzig)

War die Reformation reine Männersache? Offensichtlich nicht, denkt man an Katharina von Bora und andere Frauen dieser Zeit. Aber hat die Reformation Geschlechterrollen verändert und einen emanzipatorischen Impuls gesetzt, wie heute gelegentlich behauptet wird? 

15:00 – 16:40 Uhr
„Von der Quelle zur These zum Buch“
Dr. Anke Neugebauer/Thomas Lang (Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg)

Wer ein Buch zur Reformation aufschlägt, liest Ergebnisse wissenschaftlichen Arbeitens. Etwas Anderes ist es, den Spuren zu den Quellen zu folgen, und den Quellen zu den Thesen.
In Vorbereitung auf das diesjährige Reformationsjubiläum startete die LEUCOREA Wittenberg, gemeinsam mit der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, der Universität Leipzig und der Technischen Universität Berlin ein Forschungsprojekt, das Wittenberg im Zeitalter der Universitätsgründung, des Residenzausbaus und vor allem der politisch-religiösen Umbrüche in den Fokus rückte. Die Basis lieferten schriftliche und bildliche Quellen, historische, archäologische, baugeschichtliche und kunsthistorische Untersuchungen zu Residenz, Universität und Stadt. Die bislang in drei Bänden in der Reihe „Wittenberg-Forschungen“ erschienenen Ergebnisse – ein vierter befindet sich gerade im Druck – werden von den Projektmitarbeitern Insa Christiane Hennen, Thomas Lang und Anke Neugebauer vorgestellt. Die Diskussionsrunde wird komplettiert von dem Berliner Journalisten Günter Kowa und der Vorstellung seines neuen Buches „Gespaltene Welt. Schauplätze der Reformation“. 

17:00 – 17:30 Uhr
Guess my Book“
„Leipzig lauscht“ (Universität Leipzig)

Gewinnspiel und Tagesfinale mit den Buchblogger_innen von „Leipzig lauscht“: Die Blogger_innen lassen den Tag auf der Messe mit ihren Highlights ausklingen. Mit Buch(messe)-Kenntnissen und Glück kann man hier allabendlich ein Überraschungspaket gewinnen. „Leipzig lauscht“ ist der Blog zu „Leipzig liest“. Unter www.leipziglauscht.de besprechen Studierende der Universität Leipzig die Veranstaltungen von „Leipzig liest“, schreiben eine Kolumne und vieles mehr.

Freitag, 24. März

10:30 – 11:15 Uhr
Schokolade von den Mayas über die Reformation bis heute
Prof. Valentin Cepus (Hochschule Merseburg)

Schokolade und Kakao sind Lebens- und Genussmittel, die die Menschheit schon seit etwa 3500 Jahren begleiten. Das Wort Xocolatl, ein kakaohaltiges Getränk der Azteken, leitet sich von den Worten für „bitter“ und „Wasser“ ab. Zu Zeiten Luthers kam der Kakao nach Europa und wurde hier zunächst in den 40er Jahren des 16. Jahrhunderts am spanischen Hof, gemischt mit Honig und auf Wasserbasis, als Getränk verzehrt. Luther selbst wird wohl kaum in den Genuss gekommen sein. Papst Pius V. gestattete 1569 sogar die Schokolade als Fastenspeise, da er sie nicht mochte. Obwohl sich über die Jahrhunderte die Zubereitungen aus Kakao immer wieder veränderten, wurde er immer wieder als gesundheitsförderlich beschrieben. Auch die Techniken der Kultivierung und Herstellung blieben über die Jahrtausende hinweg sehr ähnlich.

11:15 – 12:00 Uhr
„Die geistigen Grundlagen der Künstlichen Intelligenz“

Prof. Dr. Dr. Michael Schenke (Hochschule Merseburg)

Von künstlicher Intelligenz und wie man mit ihr umgehen soll: Eine Einladung, über die philosophisch-ethischen Grundlagen der KI nachzudenken. In dem Vortrag geht es um Grundlagen der Künstlichen Intelligenz, wobei auf vertiefte Erörterungen mathematisch-logischer oder ingenieurmäßiger Gegebenheiten verzichtet werden soll. Es soll eher um verschiedene Formen der KI (Schwache vs. Starke KI) gehen sowie um philosophische (unter anderem den Turing-Test) und um ethische Grundlagen einschließlich Auswirkungen auf unser tägliches Leben. 

13:00 – 13:40 Uhr
Thesen zur Freiheit in der Digitalisierung
 Prof. Dr. André Döring (Hochschule Merseburg)

Luther war bekanntlich ein Mann der Freiheit und seine mahnenden Thesen sind in der heutigen Zeit umso wichtiger. Denn: unsere Freiheit ist in Gefahr. Im Sinne Luthers liefert der Vortrag Thesen zur Freiheit in Zeiten der Digitalisierung, die sensibilisieren und motivieren, sich für die Freiheit zu engagieren. Wir nutzen im Internet emsig soziale Netzwerke, um unsere Erlebnisse zu teilen. Wir zahlen unbesorgt in Geschäften und im Internet mit unseren Kreditkarten. Wir teilen sorglos unsere persönlichen Interessen über Likes und Tweets. Aber was passiert mit diesen Daten? Wo fließen sie hin? Wer nutzt diese Daten zu welchem Zweck?


Unter dem Stichwort „Vernetzte Reformation“ präsentiert die Friedrich-Schiller-Universität von 14:30 bis 17:00 Uhr ausgewählte (Buch)projekte zur Reformationsforschung. Die Auswahl der Projekte spiegelt die Interdisziplinarität der Jenaer Reformationsforschung sowie die enge Zusammenarbeit mit außeruniversitären Institutionen.

14:30 ­– 15:00 Uhr
Thüringen im Jahrhundert der Reformation. Kulturell-religiöser und gesellschaftlicher Wandel im "langen 16. Jahrhundert"
Prof. Dr. Uwe Schirmer/Dr. Alexander Krünes  (Friedrich-Schiller-Universität Jena)

Die Ausbreitung und Verfestigung der Reformation ist untrennbar mit dem mitteldeutschen Raum verbunden. Vor allem in Thüringen hat sich die Reformation so rasch und erfolgreich, flächendeckend und fast irreversibel wie in keiner anderen europäischen Region ausgebreitet. Das an der Friedrich-Schiller-Universität Jena angesiedelte Forschungsprojekt "Thüringen im Jahrhundert der Reformation" untersucht seit 2013 die Folgen und Langzeitwirkungen dieser Entwicklung auf die Gesellschaft in Thüringen. Im Fokus der Untersuchungen stehen die tiefgreifenden politischen, sozialen, kulturellen und religiösen Veränderungen, die durch die Reformation ausgelöst, beschleunigt oder modifiziert worden sind. Ziel ist es, jene grundlegenden Transformationsprozesse im Detail zu verstehen, die Kirche und Staat, Justiz und Rechtsprechung, städtisches Milieu und bäuerliche Gemeinden sowie Schule und Universität im Zeitraum von 1470 bis 1620 erfasst haben. In zwei Schriftenreihen werden die Ergebnisse dieser Forschungsanstrengungen nun der Öffentlichkeit präsentiert.

15:00 – 15:30 Uhr
Der „Unterricht der Visitatoren“ und die Durchsetzung der Reformation in Kursachen
Prof. Dr. Joachim Bauer (Friedrich-Schiller-Universität Jena) und PD Dr. Stefan Michel (Sächsische Akademie der Wissenschaften zu Leipzig)

Das von Theologen und Historikern durchgeführte DFG-Projekt rückt das Handbuch zur Einführung der Reformation, den 1528 publizierten „Unterricht der Visitatoren“, in den Mittelpunkt. Alle Leser konnten sich jetzt informieren, wie in Kursachsen eine Reformation der Kirche angestrebt wurde. Neben der Information über dieses bedeutende Werk werden die Ergebnisse eines gleichlautenden Aufsatzbandes (Evangelische Verlagsanstalt Leipzig) präsentiert, der juristische, historische und theologische Beiträge zum Thema vereint.

15:30 – 16:00 Uhr
Digitales Archiv der Reformation und „Reformation vor Ort“
Dagmar Blaha (Landesarchiv Thüringen Hauptstaatsarchiv Weimar) und Prof. Dr. Christopher Spehr (Friedrich-Schiller-Universität Jena)

Die Bedeutung der Archive für die Reformationsforschung ist fundamental. Im Projekt „Digitales Archiv der Reformation“ wurden wesentliche Dokumente der Reformation Mitteldeutschlands aufbereitet und für die Internetnutzung zur Verfügung gestellt. Eine wissenschaftliche Tagung widmete sich den ersten Visitationsprotokollen, die wesentliche Quellen zur landesherrlichen Umsetzung der Reformation bieten. Präsentiert wird sowohl das „Reformationsportal Mitteldeutschlands“ als auch der Aufsatzband „Reformation vor Ort“ (Evangelische Verlagsanstalt Leipzig). 

16:00 – 16:30 Uhr
Weimar und die Reformation. Luthers Obrigkeitslehre und ihre Wirkungen in die Moderne
Prof. Dr. Michael Haspel (Evangelische Akademie Neudietendorf) und Prof. Dr. Christopher Spehr (Friedrich-Schiller-Universität Jena)

Luthers Obrigkeitslehre, die unter dem Stichwort Zwei-Reiche-Lehre bekannt wurde, entwickelte er am Weimarer Hof 1522. Hierüber sowie über die Wirkungen von Luthers Obrigkeitsverständnis bis in die Moderne wird im Rahmen der Buchpräsentation des interdisziplinären Aufsatzbandes (Evangelische Verlagsanstalt Leipzig) berichtet. 

16:30 – 17:00 Uhr
„Fliegende Blätter“. Die Sammlung der Einblattholzschnitte des 15. und 16. Jahrhunderts der Stiftung Schloss Friedenstein Gotha
Ulrike Eydinger M.A (Projektgruppe Reformationsgeschichte Jena – Erfurt – Gotha)

Die interdisziplinäre Projektgruppe Reformationsgeschichte erforscht seit 2012 die illustrierte Flugblattsammlung des 15. und 16. Jahrhunderts, die im Kupferstichkabinett der Stiftung Schloss Friedenstein Gotha aufbewahrt wird. Im Mittelpunkt der Präsentation wird der kürzlich erschienene zweibändige Katalog „Fliegende Blätter“ (Arnoldsche ART PUBLISCHERS) stehen.


17:00 – 17:30 Uhr
Guess my Book“
„Leipzig lauscht“ (Universität Leipzig)

Gewinnspiel und Tagesfinale mit den Buchblogger_innen von „Leipzig lauscht“: Die Blogger_innen lassen den Tag auf der Messe mit ihren Highlights ausklingen. Mit Buch(messe)-Kenntnissen und Glück kann man hier allabendlich ein Überraschungspaket gewinnen. „Leipzig lauscht“ ist der Blog zu „Leipzig liest“. Unter www.leipziglauscht.de besprechen Studierende der Universität Leipzig die Veranstaltungen von „Leipzig liest“, schreiben eine Kolumne und vieles mehr.

Samstag, 25. März

10:30 – 12:00 Uhr
Bildwechsel und Klostersturm“
 Prof. Dr. Thomas Fuchs (Universität Leipzig Leipzig)

Die Gründung der Universitätsbibliothek 1543 war eine direkte Folge der Einführung der Reformation im Herzogtum Sachsen. In zwei Ausstellungen thematisiert die Universitätsbibliothek den reformatorischen Aufbruch: „Bildwechsel. Buchillustration in der Reformationszeit“ (10. März bis 9. Juli 2017) und „Der Geist aus den Klöstern. Sachsens religiös-intellektuelle Zentren im Mittelalter“ (13. Oktober 2017 bis 11. Februar 2018) in der Bibliotheca Albertina.
Martin Luthers Kritik am Ablasswesen stand am Anfang eines tiefgreifenden Prozesses, der Europa für immer veränderte. Der Streit um die rechte Gestalt der Kirche entwickelte sich zu einer Umformung aller gesellschaftlichen, politischen und kulturellen Verhältnisse. Aber nicht nur das Bild der Welt wandelte sich, sondern auch, wie die Welt abgebildet wurde. Diesen doppelten Bildwechsel versucht die Ausstellung am Beispiel zeitgenössischer Buchillustrationen aus dem Bestand der Universitätsbibliothek darzustellen. Bilder in Büchern der Reformationszeit hatten vielfältige Funktionen: sie waren Symbol, Bekenntnis, Satire, Erläuterung oder bloßer Schmuck, heute sind sie jedoch kleine Zeugen großer Umwälzungen.
Die zweite Ausstellung „Geist aus den Klöstern“ wird hingegen nach einer der Wurzeln der reformatorischen Bewegung fragen. Die Reformation fußt auf Voraussetzungen, die weit ins Mittelalter zurückreichen, und ist ohne Protagonisten aus dem klösterlichen Milieu wie den „entlaufenen Mönch“ Luther undenkbar. Anlass genug für die Universitätsbibliothek Leipzig, zum Reformationsjubiläum die untergegangenen Geisteswelten der sächsischen Klöster anhand ihrer Bibliotheken in Szene zu setzen. Präsentiert werden herausragende Handschriften des 11. bis 15. Jahrhunderts aus den intellektuellen „Hotspots“ Sachsens im Mittelalter. 

13:00 – 14:40 Uhr
„Dieses Haus bedauert die Reformation“
Debattierclub  „Streitpunkt Leipzig“ (Universität Leipzig)

Klassisch zum Thema der Buchmesse werden hier die gesellschaftlichen und politischen Veränderungen, die durch die Reformation verursacht wurden, bis in die heutige Zeit betrachtet. Die sich gegenüber stehenden Teams werden die positiven und negativen Einflüsse gegeneinander abwägen. 

15:00 – 16:40 Uhr
Luther und ... Heikle Themen in vier Vorträgen“
PD Dr. Christian Senkel (Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg) mit Gästen:
Dr. Marianne Schröter (LEUCOREA Wittenberg): Luther und die Fürsten
Dr. Thomas T. Müller (Mühlhausen): Luther und die Bauern
Dr. Wolfgang Flügel (Magdeburg): Luther und die Juden
Dr. Malte van Spankeren (Halle): Luther und die Türken

Die Message der Reformation kommt durch neue Medien in Schwung, und durch den Ton, der durch diese Medien angeschlagen wird. Das ganze Zeitalter ist für grobe Tiraden bekannt. Wie passt der unflätige Ton zur christlichen Message, zum Evangelium? Der Wittenberger Medienmensch Luther ist für diese Frage ein besonders interessanter Fall, hat er doch das Evangelium nach eigenem Bekunden, „wieder in Schwang gebracht“. Doch Luther, den der Kulturwissenschaftler Jochen Hörisch sogar einen „Medienfreak“ nennt, hat sich aus heutiger Sicht oft vergriffen. Diese Polemik und die in der Reformationszeit neuen Medien stehen in einem Zusammenhang. Die Reihe mit Kurzvorträgen zu Luther und den Juden, den Türken, den Fürsten und den Bauern will verstehen, ohne alles, was Luther sagt, zu billigen. 

17:00 – 17:30 Uhr
Guess my Book“
„Leipzig lauscht“ (Universität Leipzig)

Gewinnspiel und Tagesfinale mit den Buchblogger_innen von „Leipzig lauscht“: Die Blogger_innen lassen den Tag auf der Messe mit ihren Highlights ausklingen. Mit Buch(messe)-Kenntnissen und Glück kann man hier allabendlich ein Überraschungspaket gewinnen. „Leipzig lauscht“ ist der Blog zu „Leipzig liest“. Unter www.leipziglauscht.de besprechen Studierende der Universität Leipzig die Veranstaltungen von „Leipzig liest“, schreiben eine Kolumne und vieles mehr.

Sonntag, 26. März

11:00 – 12.00 Uhr 
„Der Reformationsaltar von Lucas Cranach d.Ä. neu gesehen“
Christian Siegel/Thomas Tiltmann (Hochschule Merseburg)

Wie ein Ersatzaltar hat das Kunstwerk während der Bauarbeiten in der Wittenberger „Stadtkirche“ eine Schutzwand illuminiert: Kleines wird groß dargestellt, Szenen und Personen werden um den Gekreuzigten neu gruppiert. Anders als im Original rückt der Gekreuzigte ins Zentrum. Die Veränderungen laden zum Neuentdecken ein.
„Der Reformationsaltar von Lucas Cranach d.Ä. - neu gesehen“ ist wie ein „Ersatzaltar“ zu sehen. Als vier mal sechs Meter großes Kunstwerk zierte er die Schutzwand, die während der Bauarbeiten an der Wittenberger Stadtkirche St. Marien den Altarraum vom Kirchenschiff trennte. Kleines wird groß dargestellt, Szenen und Personen, die auf dem Altar zu sehen sind, werden um den Gekreuzigten neu gruppiert. Ins Zentrum rückt der Gekreuzigte, im Original lediglich eine kleine Darstellung auf der Predella. Auch die anderen Motive wurden neu angeordnet – eine Einladung zum genaueren Hinschauen, zum Neuentdecken für jene, die den Cranach-Altar schon kennen und schätzen gelernt haben.


letzte Änderung: 30.03.2017 

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