WWW-Portale (Mitarbeit)

Online-Portale entstehen im Teamwork und setzen in jedem Fall eine tragende Institution und die Förderung durch einen Geldgeber voraus. Im folgenden sind nur solche Projektergebnisse aufgeführt, bei deren Konzeption und Erstellung ein Eigenanteil behauptet werden kann.

 

Internationale Virtuelle Edition des Codex Sinaiticus (seit 2008): http://www.codex-sinaiticus.net/de/

Der gesamte erhaltene Bestand des Codex Sinaiticus macht etwa 407 Blätter aus. Davon befinden sich 43 Blätter seit 1844 in der Universitätsbibliothek Leipzig, 347 Blätter seit 1933 in der British Library, 5 Fragmente in der Russischen Nationalbibliothek in St. Petersburg und 12 fragmentarische Blätter und 14 kleinere Fragmente im Katharinen-Kloster auf dem Sinai. In Kooperation mit den anderen besitzenden Institutionen und mit ins Projekt eingebundenen Wissenschaftlern wird eine virtuelle Zusammenfügung aller erhaltenenen Blätter des Codex vorbereitet. Das von der Deutschen Forschungsgemeinschaft finanziell unterstützte Projekt wurde maßgeblich an der Universitätsbibliothek Leipzig technisch umgesetzt.


Neue Medien für alte Texte (Der Leipziger Codex Sinaiticus online (seit 2008)
: http://www.e-manuscripts.org/

Die Universitätsbibliothek Leipzig hat in einer Kooperation mit Microsoft Deutschland und dem Realisierungspartner Xplain eine animierte Präsentation der 43 Leipziger Blätter des Codex Sinaiticus gearbeitet, um den Zugang dazu für jedermann zu öffnen. Die Handschriften werden nicht nur direkt (als hochaufgelöste und vergrößerbare Digitalisate) zugänglich, sondern können auch auf elegante Art, mit Hilfe der neuen Silverlight-Technologie, wie mit Hand verschoben werden. Das Projekt ist noch nicht abgeschlossen, nicht alle Funktionen sind aktiv


Vorlesungsverzeichnisse der Universität Leipzig 1815-1914 (seit 2008)
: http://histvv.uni-leipzig.de/

Die in einem Internetportal erschlossenen Verzeichnisse erlauben Antworten auf diverse Suchanfragen beispielsweise nach individuellen Lehrprogrammen einzelner Dozenten, innerdisziplinären und innerfakultären Entwicklungsprozessen, nach Häufigkeit oder nach der Verteilung kanonischer und gelegentlicher Veranstaltungen. Das Projekt wurde mit Unterstützung der DFG 2007-2009 an der Universitätsbibliothek leipzig durchgeführt.


Johann Heinrich Zedlers Universal-Lexicon (1732-1754): Sacherschließung (seit 2007): www.zedler-lexikon.de

Die Bayerische Staatsbibliothek München hat in einem mit der Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel gemeinsam durchgeführten und von der Deutschen Forschungsgemeinschaft 2004-2007 geförderten Projekt die Online-Präsentation der ca. 68.000 Seiten des Universal-Lexicon (1732-1754) des Leipziger Verlegers Johann Heinrich Zedler sachlich geordnet. Es ist nun neben der alphabetischen auch eine Suche nach Sachkategorien möglich.


Polydorus Vergilius (seit 2005): http://dbs.hab.de/polydorusvergilius/

Die Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel hat in einem von der Deutschen Forschungsgemeinschaft 2002-2005 geförderten Projekt Forschungsergebnisse des Historikers Helmut Zedelmaier zum Hauptwerk von Polydorus Vergilius, De Inventoribus Rerum (erstmals 1499), umgesetzt (Deutsch und Englisch). Zu sehen sind Redaktions-, Rezeptions- und Zensurprozesse des umstrittenen Werks bis ca. 1700.


Leibniz-Literatur (seit 2004): http://www.hab.de/forschung/projekte/leibnizressourcen.htm

Die Reihe VIII der Edition der Werke des Universalgelehrten Wilhelm Gottfried Leibniz hat die naturwissenschaftlichen Schriften zum Inhalt, bei deren Online-Version aus dem Text heraus auf die von Leibniz diskutierte Literatur gesprungen werden kann. Das an der Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel durchgeführte und von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderte Projekt startete zuerst 2002.


International Dictionary of Intellectual Historians (seit 2003): http://www.idih.org/

Das von der internationalen Society for Intellectual History mitgetragene und von diversen privaten Spendern unterstützte Projekt eines englischsprachigen Online-Lexikons zu Historikern der Geistes- und Wissenschaftsgeschichte wurde zuerst vermittelt an der Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel realisiert und wird seit 2006 an der Universitätsbibliothek Leipzig betreut. Das Projekt ist unabgeschlossen und auf freiwllige Zuarbeit angewiesen.