Siegel der Universität Leipzig
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Professorenkatalog der Universität Leipzig | catalogus professorum lipsiensium

Prof. Dr. phil. Eduard Friedrich Ferdinand Beer

Lebensdaten

geb. 15.06.1805 in Bautzen
gest. 05.04.1841 in Leipzig
Konfession: evangelisch-lutherisch
PND: 100030750

Lebenslauf

Studium

  • 1824-1833 Studium: Orientalische Philologie in Leipzig

Qualifikation

  • 1833 Promotion zum Dr. phil. in Orientalischer Philologie an der UniversitĂ€t Leipzig
  • 1833 Habilitation fĂŒr Orientalische Philologie an der UniversitĂ€t Leipzig
    Titel der Arbeit: Inscriptiones et papyri veteres semitici, quotquot in Aegypto reperti sunt, editi et inediti, recensiti et ad originem hebraeo-judaicam relati, cum Palaeographia hebraea concinnata.

Akademische Karriere

  • 1833-1838 PD fĂŒr Orientalische Philologie an der Philosophischen FakultĂ€t der UniversitĂ€t Leipzig
  • 1838-1841 aoProf fĂŒr Semitische PalĂ€ographie an der Philosophischen FakultĂ€t der UniversitĂ€t Leipzig

Publikationen (Auswahl)

  • Inscriptiones veteres litteris et lingua hucusque incognitis ad montem Sinai magno numero servatae, Fasc. 1, Leipzig 1840.
  • Studia Asiatica, Fasc. 3, Leipzig 1840.

Weitere Informationen

  • nach dem Tod seines Vaters 1827 fehlte ihm jegliche finanzielle UnterstĂŒtzung und er musste seinen Unterhalt durch KorrekturtĂ€tigkeit bestreiten, auch nach seiner Ernennung zum Professor erhielt er kein Gehalt, nur gelegentliche Gratifikationen, sodass seine finanzielle Lage sein Leben lang schlecht blieb
  • begeisterter GĂ€rtner und Schachspieler
  • erhielt ein akademisches Stipendium, welches ihm die Promotion und Habilitation ermöglichte, seine Habilitationsschrift konnte nicht erscheinen, weil ein vorher erscheinendes Werk Gesenius' einen Großteil des Stoffes vorwegnahm
  • schon frĂŒh zeigte sich bei ihm eine außergewöhnliche Sprachbegabung, er erhielt Unterricht in HebrĂ€isch von einem Hausgenossen seiner Eltern, spĂ€ter eignete er sich auch Kenntnisse in Englisch, Französisch, Italienisch und Sanskrit an
  • seit seiner Jugend litt er an einer Lungenkrankheit, die ihn stark einschrĂ€nkte, schließlich fĂŒhrte ein Blutsturz in Folge dieser Erkrankung zu seinem frĂŒhen Tod
  • trat wĂ€hrend seines Studiums der HebrĂ€ischen Gesellschaft Prof. Winers in Leipzig bei, andere akademische Lehrer waren die Professoren RosenmĂŒller, Seyffarth und Fleischer, mit Dorn verband ihn eine lange Freundschaft
  • wurde zum BegrĂŒnder eines wichtigen Teiles der semitischen Epigraphik, nĂ€mlich der Kunde der Inschriften der NabatĂ€er

Biographische, autobiographische Literatur

  • Dann, Georg Edmund, Rudolph Brandes, Wilhelm Brandes und Heinrich Wilhelm Brandes als Meteorologen und ihre Beziehungen zu Goethe, in: Deutsche Apothekerzeitung 105 (1965), S. 1657-1664.
  • HĂ€nsel, Christian und Börngen, Michael, Von Heinrich Wilhelm Brandes bis Vilhelm Bjerknes: entwicklungsbestimmende Leipziger BeitrĂ€ge zur Wetter- und Klimakunde, in: Wege und Fortschritte der Wissenschaft: BeitrĂ€ge von Mitgliedern der Akademie zum 150. Jahrestag ihrer GrĂŒndung, hrsg. von der SĂ€chsischen Akademie der Wissenschaften, Berlin 1996, S. 395-417.

Referenzen zu anderen Projekten

Referenzen und Quellen

DBA I, Fiche 73, 282-287; DBA II, Fiche 89, 289; ADB Bd. 2, S. 247-248; NDB Bd. 1, S. 735; DBE Bd. 1, S. 388.

Empfohlene Zitierweise:
Art:Eduard Friedrich Ferdinand Beer
in: Professorenkatalog der Universität Leipzig / Catalogus Professorum Lipsiensium,
Herausgegeben vom Lehrstuhl für Neuere und Neueste Geschichte,
Historisches Seminar der Universität Leipzig.
Link: http://www.uni-leipzig.de/unigeschichte/professorenkatalog/leipzig/Beer_1203
Datum: 22.11.2014

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