geb. 29.08.1877 in Rom gest. 26.04.1945 in Heyda Konfession: evangelisch-reformiert
Lebenslauf ----------------------
Studium
1897-1902 Studium der Geschichte, Germanistik, Philosophie, Erziehungswissenschaften und Geographie an den Universitäten Leipzig und Berlin
Qualifikation
1902 Promotion zum Dr. phil. an der Universität Leipzig Titel der Arbeit: Studien zum politischen Testament Richelieus. Der Streit um die Echtheit.
Akademische Karriere
1928-1929 Oberstudiendirektor an der Universität Leipzig
1929-1938 oHonProf für Pädagogik an der Philosophischen Fakultät der Universität Leipzig
Weitere Mitgliedschaften (Auswahl)
Mitglied der Deutschkonservativen Partei seit 1906
Mitglied der Deutschkonservativen Partei 1908-1910
Mitglied der NLP 1910-1918
Mitglied der DVP 1919-1931
Mitglied der Freimaurerloge zu den drei Schwertern und Asträa zur grünen Raute in Dresden 1922-1932
Mitglied der DNVP 1931-1933
Publikationen (Auswahl) ----------------------
Der Streit um die Lehrerbildung. Kritisches zum akademischen Studium der sächsischen Volksschullehrer, in: Die höhere Schule im Freistaat Sachsen, Bd. 8/9, Radebeul 1926.
Einheitsschule und höhere Schule. Vortrag gehalten in Dresden am 27. Sept. 1919 auf der Gründungsversammlung des Sächsischen Philologenvereins, Dresden 1920.
Weitere Informationen ----------------------
1902-1918 Lehrer
1905-1919 Gymnasiallehrer und Professor an der staatlichen Fürstenschule St. Afra in Meißen
verheiratet seit 1906 mit Anna Doerstling
1918 Referent im Kriegsernährungsamt Berlin, danach Referent im Sächsischen Wirtschaftsministerium, danach Pressechef der Sächsischen Staatsregierung
1919-1923 Regierungsrat und Oberregierungsrat bei der Sächsischen Staatskanzlei
1923-1928 Oberstudiendirektor des städtischen Wettiner Gymnasiums zu Dresden
seit 1928 Direktor des Praktisch-Pädagogischen Seminars der Universität Leipzig
1938 auf eigenen Antrag (unter Bezugnahme des Deutschen Beamtengesetzes von 1937) v wegen ehemaliger Logenzugehörigkeit vorzeitig in den Ruhestand versetzt
Richard Seyfert, Der Streit des Herrn Dr. Ernst Boehm gegen die akademische Lehrerbildung. Eine Abwehrschrift, Leipzig 1926.
Referenzen und Quellen ----------------------
Kürschner 1931, Sp. 246; UAL, PA 328; Lambrecht, R., Politische Entlassungen in der NS-Zeit, Leipzig 2006, S.47-48.
Empfohlene Zitierweise:
Art:Ernst Boehm
in: Professorenkatalog der Universität Leipzig / Catalogus Professorum Lipsiensis,
Herausgegeben vom Lehrstuhl für Neuere und Neueste Geschichte,
Historisches Seminar der Universität Leipzig.
Link: http://www.uni-leipzig.de/unigeschichte/professorenkatalog/leipzig/Boehm_196
Datum: 26.05.2012