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Fakultäten > Philosophische Fakultät der Universität Leipzig (1951-1968)
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Prof. Dr. phil. habil. Felix-Heinrich Kurt Gentzen
Lebensdaten
geb. 19.05.1914 in Rastenburg
gest. 02.08.1969
PND: 116542969
Lebenslauf
Studium
- 1946-1949 Studium: Geschichte, Germanistik und Russisch in Halle
Qualifikation
- 1950 Promotion zum Dr. phil. in Osteuropäischer Geschichte an der Universität Halle-Wittenberg
Titel der Arbeit: Preußen und Polen im Schatten der großen bürgerlichen Revolution. - 1956 Habilitation für Geschichte Osteuropas an der Universität Leipzig
Titel der Arbeit: Grosspolen im Januaraufstand. Das Großherzogtum Posen 1858-1864.
Akademische Karriere
- 1960-1965 Professor mit Lehrauftrag für Geschichte Polens an der Philosophischen Fakultät der Universität Leipzig
- 1965-1969 Professor mit vollem Lehrauftrag für Geschichte Polens an der Philosophischen Fakultät bzw. der Sektion Geschichte der Universität Leipzig
Mitgliedschaften in wissenschaftlichen Vereinigungen (Auswahl)
- Mitglied der deutsch-polnischen Historikerkommission
- Mitglied der Gesellschaft zur Verbreitung wissenschaftlicher Kenntnisse seit 1955
- Mitglied der Deutschen Historikergesellschaft seit 1956
- Mitglied des Präsidiums der Deutschen Historikergesellschaft 1965
Weitere Mitgliedschaften (Auswahl)
- Mitglied im FDGB seit 1945
- Mitglied der SED seit 1946
- Mitglied der DSF seit 1947
- Mitglied der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes seit 1947
- Mitglied im Kulturbund seit 1947
- Mitglied der KPD 1945/1946
- Kreisvorsitzender der Deutsch-polnischen Gesellschaft in Jena 1951-1954
- Mitglied der Gesellschaft für kulturelle Verbindungen in Jena 1954-1956
- Mitglied der Gesellschaft für Sport und Technik 1958-1965
Publikationen (Auswahl)
- (mit Adam Galos u. Witold Jakóbczyk) Die Hakatisten. Der Deutsche Ostmarkenverein (1894 - 1934). Ein Beitrag zur Geschichte der Ostpolitik des deutschen Imperialismus, Berlin (Ost) 1966.
- (Hrsg. mit Basil Spiru) September 1939, Berlin (Ost) 1959.
- (mit Fritz Klein) Neue polnische Geschichtswissenschaft. Aufsätze und Studien, Berlin (Ost) 1956.
- Deutschland und Polen. Ein Überblick über die deutsch-polnischen Beziehungen, Leipzig 1956.
- (mit Eberhard Wolfgramm) Ostforscher - Ostforschung, Berlin (Ost) 1960.
Weitere Informationen
- militärische Karriere: 1932-33 Offiziersanwärter bei der Reichswehr (Unteroffizier), 1933-34 Infanterieschule der Reichswehr Dresden (Unteroffizier/Fähnrich), 1934 Reichswehr-Artillerieschule Jüterborg (Oberfähnrich), 1934-35 Artillerie-Regiment Frankfurt/Oder (Leutnant)
- 1936-43 in verschiedenen Beobachtungsabteilungen der Wehrmacht (Leutnant, Oberleutnant, Hauptmann)
- 1943 Beförderung zum Major und Gefangennahme in Stalingrad, bis 1945 in verschiedenen sowjetischen Kriegsgefangenenlagern
- 1944 an der Antifa-Schule Krasnogorsk, anschließend Propagandist und Mitarbeiter für Presse und Rundfunk beim NKFD
- 1945-46 Redakteur der Volkszeitung Halle/S.
- 1946 Leiter des Volksbildungsamtes Saalkreis Halle
- 1946-47 Kulturreferent im FDGB-Landesvorstand Sachsen-Anhalt
- 1947-49 Dozent für Gegenwartskunde und Geschichte an der Vorstudienanstalt der MLU Halle
- 1949-50 Dozentenlehrgang an der SED-Parteihochschule "Karl-Marx" in Kleinmachnow
- 1949-50 wissenschaftlicher Assistent u. Aspirant am Institut für europäische Geschichte der MLU Halle
- 1951 Hauptreferent für das gesellschaftswissenschaftliche Grundstudium im Staatssekretariat für das Hochschulwesen
- 1951-52 Aspirant und Lehrbeauftragter für die Geschichte der Slawischen Völker Osteuropas an der FSU Jena
- 1952-56 Wahrnehmungsdozentur für Geschichte der Völer der UdSSR an der FSU Jena
- 1956-60 Dozent für Geschichte Osteuropas am Institut für Geschichte der europäischen Volksdemokratien
- 1956-68 Leiter der Abteilung Geschichte Polens und Tschechoslowakei am Institut für Geschichte der europäischen Volksdemokratien
- Auszeichnungen: EK I. Klasse/ II. Klasse; Verwundetenabzeichen (Schwarz/Silber); Ernst-Moritz-Arndt-Medaille (1957); Medaille Kämpfer gegen den Faschismus 1933-1945 (1958); Abezeichen "Für aktive Arbeit der GST" (1960); Medaille für ausgezeichnete Leistungen (1960/1963); Ehrennadel der DSF (Silber) (1965); Ernst-Schnelle-Medaille der GST (Bronze) (1966)
- 1959-70 Mitglied des Herausgeberkollegiums für das "Jahrbuch für Geschichte der deutsch-slawischen Beziehungen und Geschichte Ost- und Miteleuropas" sowie für das "Jahrbuch für Geschichte der UdSSR und der volksdemokratischen Länder Europas"
- 1969 tödlicher Autounfall
Biographische, autobiographische Literatur
- Felix-Heinrich Gentzen zum Gedenken, in: ZfG 17 (1969), Heft 10, S. 1340.
Referenzen zu anderen Projekten
Referenzen und Quellen
Universitätsarchiv Leipzig: Professorendatenbank; UAL. PA 2950; eigene Angaben in Dissertation.
Links
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Art:Felix-Heinrich Kurt Gentzen
in: Professorenkatalog der Universität Leipzig / Catalogus Professorum Lipsiensis, Herausgegeben vom Lehrstuhl für Neuere und Neueste Geschichte, Historisches Seminar der Universität Leipzig. Link: http://www.uni-leipzig.de/unigeschichte/professorenkatalog/leipzig/Gentzen_1183 Datum: 26.05.2012 |
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