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Fakultäten > Philosophische Fakultät I der Universität Leipzig - Philologisch-Historische Abteilung (1920-1951)
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Prof. Dr. phil. Georg Gerullis
Lebensdaten

Bildquelle: Universitätsarchiv Leipzig
geb. 13.08.1888 in Jogauden
PND: 101583257
Lebenslauf
Studium
- 1909-1912 Studium: Philosophie, Klassische Philologie und Geschichte in Berlin und Königsberg
Qualifikation
- 1919 Habilitation für Baltische Sprachwissenschaft an der Universität Königsberg
- 1912 Promotion zum Dr. phil. in Philologie an der Universität Königsberg
Titel der Arbeit: De Prussicis Sambiensium locorum nominibus.
Akademische Karriere
- 1919-1922 PD für Baltische Sprachwissenschaft an der Universität Königsberg
- 1922-1933 plaoProf für Baltische und Slawische Sprachen an der Philologisch-Historischen Abteilung der Philosophischen Fakultät der Universität Leipzig
- 1934-1937 oProf für Baltische Philologie an der Universität Königsberg
- 1937-1945 oProf für Baltische Philologie an der Universität Berlin
Weitere Mitgliedschaften (Auswahl)
- Mitglied der SA 1931-1933
- Mitglied der NSDAP seit 1931
Publikationen (Auswahl)
- Die altpreußischen Ortsnamen, Berlin u.a. 1922.
- Litauische Dialektstudien (= Slavisch-baltische Quellen und Forschungen, Heft 5), Leipzig 1930.
Weitere Informationen
- seit 1. April 1933 Personalreferent im Sächsischen Volksbildungsministerium, am 6. April zum Minister vorgeschlagen
- seit 12. April 1933 Ministerialdirektor und Leiter der Hochschulabteilung im Preußischen Ministerium für Volksbildung Berlin
- 1914-1918 Teilnahme am Ersten Weltkrieg
- 1919-1922 Gymnasiallehrer
- 1919-1922 Leiter des Litauischen Seminars der Theologischen Fakultät der Universität Königsberg
- 1920 Ernennung zum Studienrat
- im November 1933 Versetzung in den einstweiligen Ruhestand
- seit Februar 1933 Vorsitzender des "Nationalen Ausschusses für die Erneuerung der Universität Leipzig"
- 1935-37 Rektor Universität Königsberg; Ernennung gegen Votum des Lehrkörpers
- im Mai 1945 auf Veranlassung der SMAD verhaftet und wohl im Juli 1945 hingerichtet; 1953 offiziell für tot erklärt
- Vertrauensdozent des NS-Studentenbundes an der Universität Leipzig
- Wechsel an die Universität Berlin wegen Auseinandersetzungen mit dem Ostpreußischen Gauleiter Erich Koch
Biographische, autobiographische Literatur
- Morgenstern, Ulf: "Jetzt ist es blosses Vergnügen Nazi zu sein." Der Leipziger Baltist Georg Gerullis (1888-1945) zwischen Universität und NS-Politik, in: Universität Leipzig, Heft 5/2007, S. 10f.
Referenzen zu anderen Projekten
Referenzen und Quellen
Kürschner 1931, Sp. 830; DBA II, Fiche 444, 152; Heiber, Helmut, Universität unterm Hakenkreuz, T. 2, Die Kapitulation der Hohen Schulen, Bd. 2, S. 327-333 und 545-547.
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Art:Georg Gerullis
in: Professorenkatalog der Universität Leipzig / Catalogus Professorum Lipsiensis, Herausgegeben vom Lehrstuhl für Neuere und Neueste Geschichte, Historisches Seminar der Universität Leipzig. Link: http://www.uni-leipzig.de/unigeschichte/professorenkatalog/leipzig/Gerullis_212 Datum: 26.05.2012 |
Daten
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