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Prof. Johann Christoph Gottsched

Lebensdaten

Wikimedia Commons, Gottsched1074

Bildquelle: Wikimedia Commons, Gottsched1074

geb. 02.02.1700 in Juditten
gest. 12.12.1766 in Leipzig
Konfession: evangelisch
PND: 118541013

Lebenslauf

Studium

  • 1714-1719 Studium: Theologie, Alte Literatur und Philosophie in Königsberg

Qualifikation

  • 1724 Habilitation fĂŒr Poesie an der UniversitĂ€t Leipzig

Akademische Karriere

  • 1724-1730 PD fĂŒr Poesie an der Philosophischen FakultĂ€t der UniversitĂ€t Leipzig
  • 1730-1734 aoProf fĂŒr Poesie an der Philosophischen FakultĂ€t der UniversitĂ€t Leipzig
  • 1734-1766 oProf fĂŒr Logik und Metaphysik an der Philosophischen FakultĂ€t der UniversitĂ€t Leipzig

Publikationen (Auswahl)

  • Versuch einer critischen Dichtkunst vor die Deutschen, Leipzig 1730.
  • (Hrsg.) BeitrĂ€ge zur kritischen Historie der deutschen Sprache, Poesie und Beredsamkeit, 1732-1744.
  • Sterbender Cato, Leipzig 1732.
  • AusfĂŒhrliche Redekunst, Leipzig 1736.
  • Grundlegung einer deutschen Sprachkunst, Leipzig 1748.

Weitere Informationen

  • floh 1724 vor der drohenden Zwangsrekutierung von Königsberg nach Leipzig
  • 1726-1738 Senior der "Deutschen Gesellschaft", die von ihm reorganisiert und zum Vorbild zahlreicher anderer literarischer Gesellschaften im deutschsprachigen Raum wurde
  • verheiratet seit 1735 mit Luise Adelgunde Victorie, geb. Kulmus, Tochter eine Danziger Arztes
  • beeinflußte die Entwicklung der deutschen Literatur insbesondere in der ersten HĂ€lfte des 18. Jahrhunderts maßgeblich
  • AnhĂ€nger Christian Wolffs
  • Herausgeber des ersten deutschen Literaturblatts
  • SekretĂ€r Johann Burckhardt Menckes
  • setzte sich - letztlich erfolglos - fĂŒr die EinfĂŒhrung einer allgemein gĂŒltigen deutschen Schriftnorm auf Basis der mitteldeutschen Mundart ein
  • war in den "ZĂŒricher Literaturstreit" mit Johann Jakob Bodmer und Johann Jakob Breitinger verwickelt

Biographische, autobiographische Literatur

  • Rudersdorf, Manfred (Hrsg.), Johann Christoph Gottsched in seiner Zeit Neue BeitrĂ€ge zu Leben, Werk und Wirkung, Berlin - New York 2007.
  • Döring, Detlef, Die Geschichte der Deutschen Gesellschaft in Leipzig : von der GrĂŒndung bis in die ersten Jahre des Seniorats Johann Christoph Gottscheds, TĂŒbingen 2002.
  • Lerchner, Gotthard (Hrsg.), Johann Christoph Gottsched zum 300. Geburtstag : Gelehrter, Theaterreformer und Schriftsteller der AufklĂ€rung, Stuttgart - Leipzig 2000.
  • Döring, Detlef, Johann Christoph Gottsched in Leipzig. Ausstellung in der UniversitĂ€tsbibliothek Leipzig zum 300. Geburtstag von J. Chr. Gottsched, Stuttgart - Leipzig 2000.
  • Johann Christoph Gottsched. Briefwechsel, 2 Bde., Berlin 2007-2008.

Referenzen zu anderen Projekten

Referenzen und Quellen

NDB, Bd. 6, Berlin 1964, S. 686 f.; ADB, Bd. 9, Leipzig 1879, 497-508; DBA I, Fiche 411, 6-63; DBA II, Fiche 462, 26-52.

Links

Empfohlene Zitierweise:
Art:Johann Christoph Gottsched
in: Professorenkatalog der Universität Leipzig / Catalogus Professorum Lipsiensium,
Herausgegeben vom Lehrstuhl für Neuere und Neueste Geschichte,
Historisches Seminar der Universität Leipzig.
Link: http://www.uni-leipzig.de/unigeschichte/professorenkatalog/leipzig/Gottsched_1074
Datum: 29.07.2016

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