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Fakultäten > Philosophische Fakultät der Universität Leipzig (bis 1920)
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Prof. Dr. phil. Rudolph Friedrich Moritz Haupt
Lebensdaten

Bildquelle: Universitätsbibliothek Leipzig: Sondersammlungen
geb. 27.07.1808 in Zittau
gest. 05.02.1874 in Berlin
Konfession: evangelisch
PND: 119034743
Lebenslauf
Studium
- 1826-1830 Studium: Klassische Philologie in Leipzig
Qualifikation
- 1831 Promotion zum Dr. phil. an der Universität Leipzig
- 1837 Habilitation für Klassische Philologie an der Universität Leipzig
Titel der Arbeit: Quaestiones Catullianae.
Akademische Karriere
- 1837-1841 PD für deutsche Sprache und Literatur an der Philosophischen Fakultät der Universität Leipzig
- 1841-1843 aoProf für deutsche Sprache und Literatur an der Philosophischen Fakultät der Universität Leipzig
- 1843-1851 oProf für deutsche Sprache und Literatur an der Philosophischen Fakultät der Universität Leipzig
- 1853-1874 oProf für deutsche Sprache und Literatur an der Universität Berlin
Mitgliedschaften in wissenschaftlichen Vereinigungen (Auswahl)
- Sekretär der philologisch-historischen Klasse der Königlich-Preußischen Akademie der Wissenschaften zu Berlin
- Korrespondierendes Mitglied der Akademie der Wissenschaften zu Wien seit 1848
- Mitglied der Königlich-Sächsischen Gesellschaft der Wissenschaften zu Leipzig seit 1848
- Korrespondierendes Mitglied der Königlich-Preußischen Akademie der Wissenschaften zu Berlin 1846-1853
- Ordentliches Mitglied der Königlich-Preußischen Akademie der Wissenschaften zu Berlin 1853-1874
- Auswärtiges Mitglied der Königlich-Bayerischen Akademie der Wissenschaften zu München 1854-1874
Publikationen (Auswahl)
- (Hrsg.), Zeitschrift für das deutsche Alterthum.
- Betrachtungen über Homers Ilias, Leipzig 1847.
- mit Lachmann, Carl (Hrsg.), Des Minnesangs Frühling, Leipzig 1857.
- Catulli, Tibulli, Propertii carmina, Leipzig 1861.
- Von dem übelen Weibe: eine altdeutsche Erzählung, Leipzig 1871.
Weitere Informationen
- 1830-1837 lebte er wieder in Zittau, um seinen kranken Vater zu pflegen
- 1848 wurde er aufgrund seines Auftretens im deutschen Verein von der Sächsischen Regierung des Hochverrats angeklagt und trotz späterem Freispruch 1851 aus dem Universitätsdienst entlassen (ebenso seine beiden Kollegen und Freunde Mommsen und Jahn)
- Auszeichnungen: 1871 Orden Pour le mérite
- ihn verbanden freundschaftliche und wissenschaftliche Beziehungen u.a. zu Hoffmann von Fallersleben, Karl Lachmann, den Gebrüdern Grimm, Theodor Mommsen, Otto Jahn und Gustav Freytag, letzterer modellierte die Hauptfigur in seinem Roman "Die verlorene Handschrift" nach der Person Haupts
- in Leipzig gründete er nach dem Vorbild von Hermanns Societas Graeca die Societas Latina
- in seinen Werken wirkte die Romantik nach, doch er wendete eine strengere Methodik an, er bevorzugte die Form der Abhandlung und der Novelle gegenüber der Buchform
- in seinen letzten Jahren entwickelte sich bei ihm eine Nerven- und Herzkrankheit, er starb schließlich an einem Herzschlag
- nach Karl Lachmanns Tod trat Haupt die Nachfolge auf dessen Lehrstuhl in Berlin an und vollendete die von dem Freund begonnene Sammlung "Des Minnesangs Frühling"
- sein Großvater war Kaufmann und sein Urgroßvater Lehrer
- verheiratet mit Louise Haupt, geb. Hermann, welche die Tochter seines akademischen Lehrers Prof. Gottfried Hermann und der Christiane Wilhelmine geb. Schwägrichen (Schwester des Botanikprofessors Christian Friedrich Schwägrichen) war
Biographische, autobiographische Literatur
- Belger, Christian, Moriz Haupt als academischer Lehrer : mit Bemerkungen Haupts zu Homer, den Tragikern, Theokrit, Plautus, Catull, Properz, Horaz, Tacitus, Wolfram von Eschenbach und einer biographischen Einleitung, Berlin 1879.
- Kirchhoff, Adolf, Gedächtnisrede auf Moriz Haupt, in: Abhandlungen der Königlichen Akademie der Wissenschaften in Berlin 1 (1875).
- Vahlen, Johannes (Hrsg.), Karl Lachmanns Briefe an Moriz Haupt, Berlin 1892.
- Wolf, Adolf (Hrsg.), Briefe von Hoffmann von Fallersleben und Moriz Haupt an Ferdinand Wolf, in: Sitzungsberichte der Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse 77 (1874) Nr. 11, S. 97-186.
Referenzen und Quellen
DBA I, Fiche 486, 143; DBA II, Fiche 534, 313-319; NDB Bd. 8, S. 101f. und S. 657; ADB Bd. 11, S. 72-80.
Links
- http://www.bbaw.de/unsere-akademie/akademiegeschichte/mitglieder-historisch/alphabetische-sortierung?altmitglied_id=1044
- http://de.wikipedia.org/wiki/Moriz_Haupt
- http://www.sammlungen.hu-berlin.de/dokumente/313/
- http://de.wikisource.org/wiki/Moriz_Haupt
- http://bibliothek.bbaw.de/kataloge/literaturnachweise/haupt/literatur.pdf
- http://de.wikipedia.org/wiki/Datei:Moriz_Haupt_2.jpg
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Art:Rudolph Friedrich Moritz Haupt
in: Professorenkatalog der Universität Leipzig / Catalogus Professorum Lipsiensis, Herausgegeben vom Lehrstuhl für Neuere und Neueste Geschichte, Historisches Seminar der Universität Leipzig. Link: http://www.uni-leipzig.de/unigeschichte/professorenkatalog/leipzig/Haupt_1241 Datum: 26.05.2012 |
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