Prof. Dr. phil. Robert Karl Hugo Arthur Heidenreich
Lebensdaten ----------------------
Bildquelle: Universitätsarchiv Leipzig, N01752
geb. 08.09.1899 in Oppeln gest. 20.11.1990 in Leipzig Konfession: evangelisch PND: 105848727
Lebenslauf ----------------------
Studium
1920-1925 Studium: Klassische Archäologie in München und Heidelberg
Qualifikation
1926 Promotion zum Dr. phil. in Klassischer Archäologie an der Universität Heidelberg Titel der Arbeit: Beiträge zur Geschichte der vorderasiatischen Steinschneidekunst.
1931 Habilitation für Klassische Archäologie an der Universität Leipzig Titel der Arbeit: Die Prähistorie vom Kastro Tigani auf Samos.
Akademische Karriere
1937-1939 PD für Völkerkunde der antiken Mittelmeerwelt an der Philologisch-Historischen Abteilung der Philosophischen Fakultät der Universität Leipzig
1940-1943 nplaoProf für Klassische Archäologie an der Philologisch-Historischen Abteilung der Philosophischen Fakultät der Universität Leipzig
1953-1959 Professor mit Lehrstuhl für Klassische Archäologie an der Universität Jena
1959-1965 Professor mit Lehrstuhl für Klassische Archäologie an der Philosophischen Fakultät der Universität Leipzig
Weitere Mitgliedschaften (Auswahl)
Mitglied der NSDAP seit 1933
Publikationen (Auswahl) ----------------------
Das Grabmal Theoderichs zu Ravenna (= Kriegsvorträge der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn am Rhein, Heft 102), Bonn 1943.
Ein Schiffsschnabel in der Leipziger Archäologischen Sammlung. Zur Erinnerung an den Begründer der Leipziger Winkelmannsfeiern dargebracht vom Archäologischen Seminar der Universität am 13.12.1930, Leipzig 1930.
Nochmals der Bronzeknabe von Marathon. Festgabe zur Winkelmannsfeier des Archäologischen Seminars der Universität Leipzig 1931, Leipzig 1931.
(mit Johannes Jahn u. Wilhelm v. Jenny) Wörterbuch der Kunst, Stuttgart 1939.
Weitere Informationen ----------------------
1917-18 Heeresdienst im Infanterieregiment 63 (Uffz.) , Lazarettaufenthalt nach Verwundung (1918 EK II. Klasse)
1926-27 Reisestipendiat des Dt. Archäologischen Institutes in Italien; 1927 Reise nach Griechenland mit Ausgrabungen am Aphroditetempel in Aigina; 1927-28 Mitglied der deutschen Samosexpedition; 1928 Ausgrabung der Stadt Sichem nahe Nablus in Palästina; 1928-29 Mitglied der Expedition nach Ktesiphon am Tigris (Mesopotamien)
1929-36 wissenschaftlicher Assistent am Archäologischen Institut der Universität Leipzig
1938/39 Neuaufnahme des Theoderich-Grabes in Ravenna i. A. des Reichsführers SS
1939-40 Einberufung zum Wehrdienst
1940-41 Vertretung des Lehrstuhls für Klassische Archäologie an der Universität Bonn
1943-45 Einberufung zum Wehrdienst bei der Marineartillerie (Bootsmann) (1944 Kriegsverdienstkreuz), anschließend englische Kriegsgefangenschaft
1945-51 Privatgelehrter ohne Einkommen in Sondershausen
1951-53 Privatlehrer in Alten u. Neuen Sprachen bei Verwandten in Gross-Ellenbach i. Odenwald
seit 1953 Direktor des Archäologischen Institutes mit Sammlung antiker Kleinkunst und des Archäologischen Museums
1954-59 Fachrichtungsleiter für FR Klassische Archäologie an der FSU Jena; 1955-59 Dekan der Philosophischen Fakultät der FSU Jena
1959-65 Direktor des Archäologischen Institutes der Karl-Marx-Universität Leipzig; 1961-65 Kommissarischer Direktor des Philologischen Institutes der Karl-Marx-Universität Leipzig
Heres, Gerald, Robert Heidenreich ?, in: Gnomon 63 (1991) S. 573-575.
Referenzen und Quellen ----------------------
Kürschner 1950, Sp. 741 f; Kürschner (1961), S. 701; UAL, PA 2933.
Empfohlene Zitierweise:
Art:Robert Karl Hugo Arthur Heidenreich
in: Professorenkatalog der Universität Leipzig / Catalogus Professorum Lipsiensis,
Herausgegeben vom Lehrstuhl für Neuere und Neueste Geschichte,
Historisches Seminar der Universität Leipzig.
Link: http://www.uni-leipzig.de/unigeschichte/professorenkatalog/leipzig/Heidenreich_466
Datum: 26.05.2012