Bildquelle: Juristenfakultät der Universität Leipzig, Lehrstuhl für Bürgerliches Recht, Rechtsgeschichte und Arztrecht
geb. 08.06.1903 in Idar-Oberstein gest. 28.10.1990 in Freiburg im Breisgau Konfession: evangelisch PND: 118707450
Lebenslauf ----------------------
Studium
1921-1926 Studium der Philosophie, Nationalökonomie und Rechtswissenschaft an den Universitäten Tübingen, München und Bonn
Qualifikation
1926 Promotion zum Dr. jur. an der Universität Bonn Titel der Arbeit: Die Gewährleistung der kirchlichen Vermögensrechte durch die Weimarer Verfassung.
1931 Habilitation für Wirtschaftsrecht an der Universität Bonn Titel der Arbeit: Wirtschaftsverwaltungsrecht. Institutionen des öffentlichen Arbeits- und Unternehmensrechts.
Akademische Karriere
1931-1933 PD für Wirtschaftsrecht an der Universität Bonn
1933-1937 oProf für Staatsrecht an der Universität Kiel
1937-1941 oProf für Staatsrecht, Verwaltungsrecht, Völkerrecht, Arbeitsrecht, Wirtschaftsrecht und Verfassungsgeschichte an der Juristenfakultät der Universität Leipzig
1941-1945 oProf für Staatsrecht an der Reichsuniversität Straßburg
1952-1957 oHonProf für Staatsrecht an der Universität Freiburg
1957-1962 Professor an der Hochschule für Sozialwissenschaften Wilhelmshaven-Rüstersiel
1962-1968 oProf für Öffentliches Recht an der Universität Göttingen
Ämter
1939-1941 Dekan der Juristenfakultät der Universität Leipzig
Mitgliedschaften in wissenschaftlichen Vereinigungen (Auswahl)
Ordentliches Mitglied der Akademie der Wissenschaften zu Göttingen 1966-1990
Weitere Mitgliedschaften (Auswahl)
Mitglied der NSDAP seit 1933
Publikationen (Auswahl) ----------------------
Deutsche Verfassungsgeschichte seit 1789, 7 Bde., Stuttgart u.a. 1957-1990.
Verfassung, Hamburg 1937.
Nationalstaat und Verfassungsstaat, Stuttgart 1965.
Weitere Informationen ----------------------
1932 Rechtsberater der Präsidialkabinette von Papen und von Schleicher
Vater des Berlin-Brandenburgischen Landesbischofs Wolfgang Huber
einer der führenden Staatsrechtler des Dritten Reiches
verheiratet mit Tula Huber-Simons, der Tochter des Reichsgerichtspräsidenten Walter Simons
Jürgens, Martin: Staat und Reich bei Ernst Rudolf Huber. Sein Leben und Werk bis 1945 aus rechtsgeschichtlicher Sicht, Frankfurt am Main u.a. 2005.
Grothe, Ewald, Zwischen Geschichte und Recht. Deutsche Verfassungsgeschichtsschreibung 1900-1970, München 2005.
Norpoth, Marie-Theres: Norm und Wirklichkeit. Staat und Verfassung im Werk Ernst Rudolf Hubers, Hamburg 1998.
Walkenhaus, Ralf: Konservatives Staatsdenken. Eine wissenssoziologische Studie zu Ernst Rudolf Huber, Berlin 1997.
Forsthoff, Ernst (Hrsg.) Festschrift für Ernst Rudolf Huber zum 70. Geburtstag am 8. Juni 1973, Göttingen 1973.
Grothe, Ewald, ?Strengste Zurückhaltung und unbedingter Takt.? Der Verfassungshistoriker Ernst Rudolf Huber und die NS-Vergangenheit, in: Eva Schumann (Hrsg.), Kontinuitäten und Zäsuren. Rechtswissenschaft und Justiz im ?Dritten Reich? und in der Nachkriegszeit, Göttingen 2008, S. 327-348.
DBE online (2.2.2008); DBA II, Fiche 621, 165-167; Schumann, Eva, Von Leipzig nach Göttingen. Eine Studie zu wissenschaftlichen Netzwerken und Freundschaften vor und nach 1945, in: Festschrift der Juristenfakultät zum 600jährigen Bestehen der Universität Leipzig, hrsg. v. Mitgliedern der Juristenfakultät der Universität Leipzig, Berlin 2009, S. 633-678.
Art:Ernst Rudolf Huber
in: Professorenkatalog der Universität Leipzig / Catalogus Professorum Lipsiensium,
Herausgegeben vom Lehrstuhl für Neuere und Neueste Geschichte,
Historisches Seminar der Universität Leipzig.
Link: http://www.uni-leipzig.de/unigeschichte/professorenkatalog/leipzig/Huber_474
Datum: 23.05.2013