Epochen > 1946-1989
Fakultäten > Bereich Medizin der Karl-Marx-Universität Leipzig (1969-1990) und Medizinische Fakultät der Universität Leipzig
Daten: Resource | RDF | PDF | Druckerfreundlich
Fakultäten > Bereich Medizin der Karl-Marx-Universität Leipzig (1969-1990) und Medizinische Fakultät der Universität Leipzig
Daten: Resource | RDF | PDF | Druckerfreundlich
Prof. Dr. med. habil. Peter Friedrich Matzen
Lebensdaten
geb. 11.10.1909 in MĂĽnchen
gest. 28.11.1986 in Leipzig
Konfession: evangelisch-lutherisch
PND: 138703043
Lebenslauf
Studium
- 1928-1933 Studium der Medizin an den Universitäten Berlin, Greifswald, Königsberg und München
Qualifikation
- 1934 Promotion zum Dr. med. an der Universität Berlin
Titel der Arbeit: Die Brauchbarkeit der Readschen Formel zur Grundumsatzbestimmung. - 1951 Habilitation für Orthopädie an der Universität Halle-Wittenberg
Titel der Arbeit: Lässt sich der physiologische Ablauf der Knochenbruchheilung beschleunigen?
Akademische Karriere
- 1953-1955 ordentlicher Professor für Orthopädie an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
- 1955-1969 Professor mit Lehrstuhl für Orthopädie an der Medizinischen Fakultät der Karl-Marx-Universität Leipzig
- 1969-1975 ordentlicher Professor für Orthopädie am Bereich Medizin der Karl-Marx-Universität Leipzig
Mitgliedschaften in wissenschaftlichen Vereinigungen (Auswahl)
- Ehrenmitglied der Bulgarischen Orthopädischen Gesellschaft
- Ehrenmitglied der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Traumatologie (DGOT)
- Ehrenmitglied der Gesellschaft für Orthopädie und Traumatologie der DDR
- Korrespondierendes Mitglied der Orthopädenvereinigung Italiens
- Korrespondierendes Mitglied der Orthopädenvereinigung Österreichs
- Mitglied der Internationalen Gesellschaft fĂĽr Plastische Chirurgie
- Mitglied der Societé Internationale de Chirurgie Orthopedique et de Traumatologie (SICOT) seit 1958
- Mitglied der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina seit 1959
- Fellow des International College of Surgeons in Chicago 1960
- Präsident der Gesellschaft für Orthopädie der DDR 1957
- Ordentliches Mitglied der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Klasse der Sächsischen Akademie der Wissenschaften zu Leipzig 1964-1986
- Stellvertretender Sekretär der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Klasse der Sächsischen Akademie der Wissenschaften zu Leipzig 1965-1971
- Präsident der Gesellschaft für Orthopädie der DDR 1967
Publikationen (Auswahl)
- Probleme der operativen Skoliosenbehandlung (= Abhandlungen der Sächsischen Akademie der Wissenschaften zu Leipzig, Mathematisch-Naturwissenschaftliche Klasse, Bd. 50,1), Berlin 1968.
- Orthopädie für Studierende, 5. Aufl., Leipzig 1981.
- Lehrbuch der orthopädie, 2 Bände, 2. Aufl., Berlin 1967.
- (zus. mit Friedrich Löffler und Eberhard W. Knöfler), Orthopädische Operationslehre, 2. Aufl., Berlin 1979.
- (zus. mit Horst Kurt Fleissner) Orthopädischer Röntgenatlas, 2. Aufl., Stuttgart 1980.
- (zus. mit Peter Felix Matzen), Praktische Orthopädie, 2. Aufl., Leipzig 1990.
Weitere Informationen
- 1928 Eintritt in die Reichswehr als Sanitätsoffiziersanwärter
- 1933-1935 Volontär an verschiedenen Kliniken der Charité Berlin
- 1935-1937 Truppenarzt in Bayreuth und Coburg
- 1937-1939 als Stabsarzt an der Militärischen Akademie Berlin, erneut Hospitant an Kliniken der Charité
- 1939-1944 Kriegseinsatz
- 1944-1945 freigestellt zur Weiterbildung an der orthopädischen Abteilung der Chirurgischen Universitätsklinik Halle-Wittenberg
- 1944-1946 nochmaliger Kriegseinsatz, Kriegsgefangenschaft
- 1946-1951 wieder an der Chirurgischen Universitätsklinik Halle-Wittenberg, zunächst mit der Reorganisation der Ausbildung von Masseuren und Krankengymnasten beauftragt
- 1947 Facharzt fĂĽr Chirurgie
- 1950 Facharzt für Orthopädie
- 1951-1955 Leiter der orthopädischen Abteilung der Chirurgischen Universitätsklinik Halle-Wittenberg, Gründung der Orthopädischen Universitätsklinik, untergebracht in der ehemaligen Löfflerschen Privatklinik und dem Städtischen Krüppelheim, deren erster Direktor ab 1952
- 1952 Wahrnehmung einer professor mit vollem Lehrauftrag an der Universität Halle-Wittenberg
- Auszeichnungen: 1961 Verdienter Arzt des Volkes; 1973 Pirogoff-Medaille der Sowjetischen Gesellschaft für Orthopädie; 1975 Lexer-Preis der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Traumatologie; 1979 Cothenius-Medaille der Leopoldina
- 1969 nach öffentlich geäußertem Widerstand gegen die 3. Hochschulreform in der DDR zweimonatige Suspension von der Klinikleitung. Ein Disziplinarverfahren endete mit einer „strengen Rüge“ und unbegrenztem Vorlesungs- und Prüfungsverbot. Kommissarischer Direktor der Klinik während der Suspension: Dr. med. habil. Eberhard Knöfler, Leipzig bzw. Prof. Hanns-Rolf Mattner
- 1975-1979 weitere ärztliche Tätigkeit in der Klinik
Biographische, autobiographische Literatur
- Unger, H., Jaster, D., Seyfarth, H., Zum Tode von Prof. (em.) Dr. med. habil. Peter Friedrich Matzen, in: Beiträge zur Orthopädie und Traumatologie, 37 (1984), S.163-164.
- Riedel, H., Stadtlexikon Leipzig von A bis Z., Leipzig 2005, S. 386.
- Matzen, P. jr., Zur Entwicklung der Orthopädie an der Universität Leipzig. Ärzteblatt Sachsen 9 (2005), S.460-462.
- Graßhoff, H., Bethge, R., Geschichte der Orthopädie in der DDR. Der Orthopäde, 30 (2001), S.724-731.
- Knöfler, E.W., Bethge, R., Prof. Dr. med. Peter Friedrich Matzen zum 100. Geburtstag. Ärzteblatt Sachsen 10 (2009), S.538.
Referenzen zu anderen Projekten
Referenzen und Quellen
UAL PA 4599
Links
|
Art:Peter Friedrich Matzen
in: Professorenkatalog der Universität Leipzig / Catalogus Professorum Lipsiensium, Herausgegeben vom Lehrstuhl für Neuere und Neueste Geschichte, Historisches Seminar der Universität Leipzig. Link: http://www.uni-leipzig.de/unigeschichte/professorenkatalog/leipzig/Matzen_1463 Datum: 25.05.2013 |
Daten
Resource | RDF | PDF | Druckerfreundlich





