Epochen > 1933-1945 und 1946-1989
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Prof. Dr. jur. Arthur Philipp Nikisch
Lebensdaten

Bildquelle: Universitätsarchiv der Technischen Universität Dresden
geb. 25.11.1888 in Leipzig
gest. 17.06.1968 in Kiel
Konfession: evangelisch-reformiert
PND: 128609133
Lebenslauf
Studium
- 1907-1915 Studium: Rechtswissenschaften in Freiburg, Berlin, München und Leipzig
Qualifikation
- 1911 Promotion zum. Dr. phil. in Rechtswissenschaften an der Universität Leipzig
Titel der Arbeit: Der rechtliche Charakter des Schuldbeitritts. Ein Beitrag zur kumulativen Schuldübernahme. - 1926 Habilitation für Arbeitsrecht an der Technischen Hochschule Dresden
Titel der Arbeit: Die Grundformen des Arbeitsvertrags und der Anstellungsvertrag.
Akademische Karriere
- 1926-1932 PD für Arbeitsrecht an der Technischen Hochschule Dresden
- 1932-1935 nplaoProf für Arbeitsrecht an der Technischen Hochschule Dresden
- 1935-1938 oProf für Arbeitsrecht, Bürgerliches Recht und Zivilprozeßrecht an der Technischen Hochschule Dresden
- 1938-1841 oProf für Arbeitsrecht an der Universität Kiel
- 1941-1944 oProf für Arbeitsrecht an der Universität Straßburg
- 1945-1950 oProf für Arbeitsrecht an der Juristenfakultät der Universität Leipzig
- 1950-1957 oProf für Arbeitsrecht an der Universität Kiel
Ämter
- 1947/48 Dekan der Juristenfakultät der Universität Leipzig
Weitere Mitgliedschaften (Auswahl)
- Mitglied der DDP 1922-1924
- Mitglied im NS-Rechtswahrerbund von 1934 bis 1945
- Mitglied im Reichskolonialbund 1935-1945
- Mitglied im NS-Altherrenbund 1936-1945
- Mitglied im RLB 1936-1945
Publikationen (Auswahl)
- Der rechtliche Charakter des Schuldbeitritts, ein Beitrag zur Theorie der kumulativen Schuldübernahme, Diss. iur., Leipzig 1911.
- Der Streitgegenstand im Zivilprozeß, Tübingen 1935.
- Arbeitsvertrag und Arbeitsverhältnis, Berlin-Leipzig-Wien 1941.
- Arbeitsrecht, 3 Bde., Tübingen 1955-1966.
Weitere Informationen
- nach Studium Karriere in der sächsischen Verwaltung, 1915-1923 Regierungsassessor bzw. Regierungsrat im Sächsischen Ministerium des Inneren, dann Vorsitzender des Verbandes der Sächsischen Metallindustriellen Dresden (1923-1933)
- erst 1926 Rückkehr zur akademischen Karriere; trat weder der NSDAP noch der Akademie für Deutsches Recht (war allerdings Mitarbeiter) bei, doch verhielt er sich weitgehend konformistisch
- gehörte neben H.C. Nipperdey und A. Hueck zu den führenden deutschen Arbeitsrechtlern der 1930er bis 1960er Jahre
- 1944-1945 Vertretung der Professur für Arbeitsrecht sowie Direktor des juristischen Seminars und Direktor des Instituts für Arbeitsrecht in Leipzig
- seit 1949 Mitherausgeber: Archivs für civilistische Praxis
- 1950 Übersiedlung in die Bundesrepublik
- Distanz zum NS-Regime suchte er über betonte Wissenschaftlichkeit
- verheiratet m. d. Opernsängerin Grete Nikisch geb. Merrem
Biographische, autobiographische Literatur
- Dietz, R, in: Juristenzeitung 13(1958), S.762
- Paulus, G., Ehe und Familie (1959), S.38.
- Schnorr, G., in: Neue Juristische Wochenschrift (1968), S.2372.
- Dölle, H., in: Arbeit und Recht (1968), S.320f.
- Nikisch, Grete (Hg.), Lebenserinnerungen, 1969
- Nipperdey, H.C., in: Recht der Arbeit (1968), S.320f.
Referenzen und Quellen
UAL, PA 0240; DBA II, Fiche 952, 50-54; DBA III, Fiche 667, 114 f.
Links
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Art:Arthur Philipp Nikisch
in: Professorenkatalog der Universität Leipzig / Catalogus Professorum Lipsiensis, Herausgegeben vom Lehrstuhl für Neuere und Neueste Geschichte, Historisches Seminar der Universität Leipzig. Link: http://www.uni-leipzig.de/unigeschichte/professorenkatalog/leipzig/Nikisch_655 Datum: 26.05.2012 |
Daten
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