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Professorenkatalog der Universität Leipzig | catalogus professorum lipsiensium

Prof. Dr. jur. Karl Polak

Lebensdaten

Universit├Ątsarchiv Leipzig, N00408

Bildquelle: Universit├Ątsarchiv Leipzig, N00408

geb. 12.12.1905 in Westerstede
gest. 27.10.1963 in Berlin
Konfession: j├╝disch
PND: 107018942

Lebenslauf

Studium

  • 1925-1929 Studium: Rechtswissenschaften in Frankfurt a. M., Heidelberg und M├╝nchen

Qualifikation

  • 1932 Promotion zum Dr. jur. in Rechtswissenschaften an der Universit├Ąt Freiburg
    Titel der Arbeit: Studien zu einer existenzialen Rechtslehre

Akademische Karriere

  • 1948-1963 Professor mit Lehrstuhl f├╝r allgemeine Staatslehre, Staats- und V├Âlkerrecht an der Juristenfakult├Ąt der Universit├Ąt Leipzig

Mitgliedschaften in wissenschaftlichen Vereinigungen (Auswahl)

  • Ordentliches Mitglied der Deutschen Akademie der Wissenschaften zu Berlin 1961-1963

Weitere Mitgliedschaften (Auswahl)

  • Mitglied der SED seit 1946
  • Mitglied des Staatsrats der DDR seit 1960
  • Mitglied der KPD 1946
  • Abgeordneter der Volkskammer der DDR 1949-1963

Publikationen (Auswahl)

  • Studien zu einer existenzialen Rechtslehre, Schramberg (Schwarzwald) 1933.
  • Marxismus und Staatslehre, Berlin 1947.
  • Das Verfassungsproblem in der geschichtlichen Entwicklung Deutschlands, Berlin 1948.
  • Zur Dialektik in der Staatslehre, Berlin 1959.

Weitere Informationen

  • 1929-1933 Justizdienst
  • 1933 Emigration in die UdSSR nach seiner Entlassung aus dem Justizdienst auf Grund seiner j├╝dischen Abstammung
  • 1941 Aufenthalt in Taschkent, au├čerdem Sekret├Ąr des Befreiungskomitees "Ernst Th├Ąlmann"
  • kehrte 1946 nach Deutschland (SBZ) zur├╝ck und arbeitete ma├čgeblich an der Verfassung der DDR mit
  • 1963 Leiter des Instituts f├╝r staats- und rechtswissenschaftliche Forschung an der Deutschen Akademie f├╝r Staats- und Rechtswissenschaft "Walter Ulbricht"
  • Leiter der Abteilung Rechtsfragen unter Walter Ulbricht und ma├čgeblich an den wichtigsten rechtspolitischen Entscheidungen der SED beteiligt
  • Mitarbeit an der Verfassung f├╝r die UdSSR
  • sp├Ąter an der Akademie der Wissenschaften der UdSSR t├Ątig
  • wiederholt in der DDR ausgezeichnet
  • wissenschaftlicher Mitarbeiter am Rechtsinstitut bei der Generalstaatsanwaltschaft der UdSSR in Moskau

Biographische, autobiographische Literatur

  • Poppe, E./Weichelt, W., Karl Polak zum 80. Geburtstag, 1987.
  • Wegbereiter der marxistisch-leninistischen Staats- und Rechtswissenschaft der DDR, 1986.
  • Sch├Âneburg, K.H., Wissenschaft von der Geschichte der Staats- und Rechtstheorie: Notwendigkeit, Konzeption, Aufgabe, Zum 70. Geburtstag von Karl Polak, in: Staat und Recht 1975, S. 1457ff.
  • Howe, Marcus, Karl Polak. Parteijurist unter Ulbricht (= Studien zur europ├Ąischen Rechtsgeschichte, Bd. 149), Frankfurt am Main 2002.

Referenzen zu anderen Projekten

Referenzen und Quellen

DBA II, Fiche 1018, 198 f.; DBA III, Fiche 711, 82-88.

Links

Empfohlene Zitierweise:
Art:Karl Polak
in: Professorenkatalog der Universität Leipzig / Catalogus Professorum Lipsiensium,
Herausgegeben vom Lehrstuhl für Neuere und Neueste Geschichte,
Historisches Seminar der Universität Leipzig.
Link: http://www.uni-leipzig.de/unigeschichte/professorenkatalog/leipzig/Polak_682
Datum: 23.11.2014

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