Siegel der Universität Leipzig
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Professorenkatalog der Universität Leipzig | catalogus professorum lipsiensium

Prof. Dr. phil. Robert Wilhelm Schulz

Lebensdaten

geb. 25.01.1914 in Bötzingen am Kaiserstuhl
gest. 22.10.2000 in Leipzig
Konfession: konfessionslos
PND: 137818327

Lebenslauf

Studium

  • 1947-1950 Studium der Wirtschaftspolitik an der Universität Leipzig

Qualifikation

  • 1953 Promotion zum Dr. phil. an der Karl-Marx-Universität Leipzig
    Titel der Arbeit: Die Lösung der nationalen Frage in Rumänien. Untersuchungen über Probleme und Erfolge marxistischer Nationalitätenpolitik.

Akademische Karriere

  • 1950-1951 Dozent für Historischen und Dialektischen Materialismus an der Arbeiter- und Bauernfakultät der Universität Leipzig
  • 1951-1953 Professor mit vollem Lehrauftrag für Historischen und Dialektischen Materialismus am Franz-Mehring-Insitut der Universität Leipzig
  • 1953-1958 Professor für Historischen und Dialektischen Materialismus an der Philosophischen Fakultät der Karl-Marx-Universität Leipzig
  • 1959-1961 Professor mit vollem Lehrauftrag für Historischen und Dialektischen Materialismus an der Hochschule für Bauwesen Leipzig
  • 1961-1962 Professor mit Lehrstuhl für Historischen und Dialektischen Materialismus an der Hochschule für Bauwesen Leipzig
  • 1962-1969 Professor mit Lehrstuhl für Historischen und Dialektischen Materialismus an der Philosophischen Fakultät der Karl-Marx-Universität Leipzig
  • 1969-1972 ordentlicher Professor für Soziologie an der Sektion Marxistisch-Leninistische Philosophie und Wissenschaftlicher Sozialismus der Karl-Marx-Universität Leipzig
  • 1972-1979 ordentlicher Professor für Soziologie an der Sektion Marxistisch-leninistische Philosophie und Wissenschaftlicher Kommunismus der Karl-Universität Leipzig

Publikationen (Auswahl)

  • Friedrich Ludwig Jahn: Ein Patriot unseres Volkes, Berlin 1953.
  • Deutsche in Rumänien, Leipzig 1955.
  • (Hrsg.), Beiträge zur Kritik der gegenwärtigen bürgerlichen Geschichtsphilosophie, Berlin 1958.
  • (Hrsg. u.a.), Soziologie und Gesellschaft, Berlin 1960
  • (Hrsg. u.a.), Soziologie und Wirklichkeit, Berlin 1966.

Weitere Informationen

  • 1920-1928 Volksschule Bötzingen
  • 1928-1929 Vorbereitungsjahr auf den Besuch des Gymnasiums
  • 1929-1933 humanistisches Berthold-Gymnasium in Freiburg i. Br., Schulabbruch wegen krankheitsbedingter Arbeitsunfähigkeit der Eltern
  • 1933-1935 Infanteriegrundausbildung beim Landespolizeiregiment Baden in Karlsruhe
  • 1935-1936 Hilfspersonal an der Fliegerschule Kitzingen/Bayern
  • 1936-1938 Verwaltungsausbildung an der Fliegerschule Fürth/Bayern
  • 1938 Inspektorprüfung an der Verwaltungsschule Bad Harzburg
  • 1938-1939 Unteroffizier der Reserve und Regierungsinspektor bei der I. Abteilung Flak-Regiment 49 am Westwall und in Frankreich
  • 1940 Kriegsverdienstkreuz II. Kl.; 1956/1960 Medaille für ausgezeichnete Leistungen; 1962 Verdienstmedaille der DDR; 1974 Vaterländischer Verdienstorden (Bronze); 1984 Verdienstmedaille der NVA (Bronze)
  • 1942-1943 I. Abteilung Flak-Regiment 49 als Teil der 9. Flak-Division in der 6. Armee in der Sowjetunion
  • 1943 Gefangennahme im Nordriegel von Stalingrad
  • 1943 Mitbegründer des Nationalkomitees "Freies Deutschland"
  • 1943-1944 Propagandist des Nationalkomitees "Freies Deutschland" im Lager 97 (Jelabuga), 27 (Krasnogarsk) und im Lazarett Arsk bei Kasan
  • 1944 Politschüler im Lehrgang der Antifa-Schule Moskau
  • 1944-1946 Assistent und Hilfslehrer an der antifaschistischen Politschule Moskau
  • 1946 Entlassung aus sowjetischer Kriegsgefangenschaft
  • 1946-1947 Betreuung der Heimkehrer und Umsiedler im Quarantänelager (106er Kaserne) im Auftrag der Sowjetischen Militäradministration Berlin-Karlshorst im Umsiedleramt Leipzig
  • 1947-1950 nebenberuflicher Dozent für Geschichte an der Vorstudienanstalt der Universität Leipzig
  • 1948-1949 Hilfsassistent am Franz-Mehring-Institut Leipzig
  • 1949-1950 Dozent für Historischen Materialismus am Theaterinstitut Weimar
  • 1949-1950 wissenschaftlicher Assistent am Franz-Mehring-Institut Leipzig
  • 1950-1951 kommissarischer Direktor am Franz-Mehring-Institut Leipzig
  • 1953-1958 Leiter der Abteilung Historischer Materialismus am Institut für Philosophie der Karl-Marx-Universität Leipzig
  • 1958 Lehrverbot und Beurlaubung von den Aufgaben an der Karl-Marx-Universität Leipzig
  • 1960-1962 Prorektor für das Gesellschaftswissenschaftliche Grundstudium an der Hochschule für Bauwesen Leipzig
  • 1962-1964 stellvertretender Direktor am Institut für Philosophie und Leiter der Abteilung Historischer Materialismus der Karl-Marx-Universität Leipzig
  • 1963-1964 Leiter im Wissenschaftlichen Rat für Philosophie an der Karl-Marx-Universität Leipzig
  • 1965-1968 Leiter der Abteilung Soziologie in der Philosophischen Fakultät der Karl-Marx-Universität Leipzig
  • 1968-1970 Leiter im Wissenschaftsgebiet Soziologie an der Karl-Marx-Universität Leipzig

Biographische, autobiographische Literatur

  • Grätz, F., Robert Schulz, in: Bernsdorf, Wilhelm/Knospe, Horst (Hrsg.), Internationales Soziologenlexikon, Bd. 2, Stuttgart 1984, S. 766-767.
  • Mertens, Lothar, Lexikon der DDR-Historiker, München 2006, S. 559.
  • Baumgartner, Gabriele/Helbig, Dieter (Hrsg.), Biographisches Handbuch der SBZ/DDR 1945-1990, Bd. 2, München 1997, S. 826.

Referenzen zu anderen Projekten

Referenzen und Quellen

UAL PA 4875; DBA III, Fiche 832, S. 58-59.

Empfohlene Zitierweise:
Art:Robert Wilhelm Schulz
in: Professorenkatalog der Universität Leipzig / Catalogus Professorum Lipsiensium,
Herausgegeben vom Lehrstuhl für Neuere und Neueste Geschichte,
Historisches Seminar der Universität Leipzig.
Link: http://www.uni-leipzig.de/unigeschichte/professorenkatalog/leipzig/Schulz_2810
Datum: 20.05.2013

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