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Professorenkatalog der Universität Leipzig | catalogus professorum lipsiensium

Prof. Dr. phil. Hedwig Voegt

Lebensdaten

geb. 28.07.1903 in Hamburg-St.Pauli
gest. 14.03.1988 in Leipzig
PND: 13684412X

Lebenslauf

Studium

  • 1949 Studium: Publizistik in Leipzig

Qualifikation

  • 1952 Promotion zum Dr.phil. in Geschichte der deutschen Literatur an der Friedrich-Schiller-UniversitĂ€t Jena
    Titel der Arbeit: Der demokratische Patriotismus in der deutschen jakobinischen Literatur 1790-1800

Akademische Karriere

  • 1953-1954 1953/54 Lehrauftrag fĂŒr Geschichte der deutschen Literatur an der Philosophischen FakultĂ€t der UniversitĂ€t Leipzig
  • 1955-1959 Lehrauftrag fĂŒr Geschichte der deutschen Literatur an der FakultĂ€t fĂŒr Journalistik der UniversitĂ€t Leipzig
  • 1959-1963 Professor mit Lehrauftrag fĂŒr literarische Publizistik und Stilistik an der FakultĂ€t fĂŒr Journalistik der UniversitĂ€t Leipzig

Weitere Mitgliedschaften (Auswahl)

  • Mitglied der SED seit 1949
  • Mitglied der KPD 1925-1948

Publikationen (Auswahl)

  • Die deutsche jakobinische Literatur und Publizistik 1789-1800, Berlin 1955.
  • (Hrsg.) Rebmann, Georg Friedrich, Holland und Frankreich in Briefen: geschrieben auf einer Reise von der Niederelbe nach Paris im Jahre 1796 und dem fĂŒnften der französischen Republik, Berlin (Ost) 1981.
  • (Hrsg.) Voß, Johann Heinrich, Werke in einem Band, Berlin (Ost) 1966.
  • (Hrsg.) Merck, Johann Heinrich, Galle genug habe ich im Blute: Fabel, Satiren, Essays, Berlin (Ost) 1973.
  • (Hrsg ) Kerner, Georg, Jakobiner und Armenarzt: Reisebriefe, Berichte, Lebenszeugnisse, Berlin (Ost) 1978.

Weitere Informationen

  • 1910-1918 Seminarschule Hamburg
  • 1918-1920 KaufmĂ€nnische Lehre im DepeschenbĂŒro der Telegraphen-Union Hamburg als Kontoristin mit Besuch der Handelsschule
  • 1920 Dienstantritt bei der Deutschen Reichspost als Telegraphengehilfin im Fernsprechamt und im Postscheckamt Hamburg
  • Herbst 1931 Erste Verhaftung, Verhöre und mehrfache Strafversetzung
  • 1933 Entlassung als Postgehilfin und Berufsverbot gemĂ€ĂŸ dem Gesetz zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums, Illegale Arbeit fĂŒr die KPD
  • 1934 2 Jahre Zuchthaus wegen Vorbereitung zum Hochverrat, 1938 Verhaftung durch Gestapo und Einweisung ins KZ FuhlsbĂŒttel bis Ende MĂ€rz 1939, 1941 Geiselhaft nach Überfall auf die Sowjetunion
  • 1945 Hilfsreferentin in der Arbeitsrechts-Abteilung des Landesarbeitsamtes Hamburg
  • 1945-1948 Mitglied der Bezirksleitung Wasserkante der KPD
  • 1946 Erste Ausgabe der Hamburger Volkszeitung nach dem Krieg
  • 1948 KPD-Delegierung zum Studium in die SBZ
  • 1949 am Goethe- und Schiller-Archiv in Weimar als wissenschaftliche Assistentin des Direktors Prof. Dr. Gerhard Scholz, Immatrikulation als wissenschaftl. Aspirantin an der Friedr.-Schiller-UniversitĂ€t Jena
  • 1950/51 Lehrgang fĂŒr deutsche Literaturgeschichte Weimar, Ltg. Prof. Dr. Scholz
  • 1959-1963 Direktorin des Institutes fĂŒr literarische Publizistik und Stilistik
  • 1961-1963 Prodekan fĂŒr den wissenschaftlichen Nachwuchs
  • Auszeichnungen: 1963 VaterlĂ€ndischer Verdienstorden (Silber), Carl-von-Ossietzky-Medaille des Friedensrates der DDR, Johannes-R.-Becher-Medaille (2x) des Kulturbundes, Medaille „KĂ€mpfer gegen den Faschismus“ des Ministerrates der DDR
  • Arbeiterkorrespondentin bei der Hamburger Volkszeitung (HVZ) und Herausgabe einer illegalen Betriebszeitung „Stoppuhr“ beim Fernsprechamt
  • Besuch der Hamburger Verwaltungsschule (3 Semester)

Biographische, autobiographische Literatur

  • Beutin, Wolfgang, Geschichte eines deutschen Jakobiners – Hedwig Voegts Beitrag zur Wiedergewinnung der demokratischen Tradition, in: „die tat“, 29.6.1979.
  • Suhling, Ursula, Rebellische Literatur - Quelle moralischer Kraft. Hedwig Voegt (1903-1988). Erinnerungen und Biographisches. Mit einem Beitrag von Dr. Evamaria Nahke, Hamburg 2008.

Referenzen und Quellen

UniversitĂ€tsarchiv Leipzig: Professorendatenbank, KĂŒrschner 1961, S. 2162.

Empfohlene Zitierweise:
Art:Hedwig Voegt
in: Professorenkatalog der Universität Leipzig / Catalogus Professorum Lipsiensium,
Herausgegeben vom Lehrstuhl für Neuere und Neueste Geschichte,
Historisches Seminar der Universität Leipzig.
Link: http://www.uni-leipzig.de/unigeschichte/professorenkatalog/leipzig/Voegt_1108
Datum: 22.11.2014

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