Stabsstelle  Qualitätsentwicklung  in Lehre und Studium  

Stabsstelle
Qualitätsentwicklung
in Lehre und Studium

Inhaltsübersicht


Zweck und Gegenstände des Lehrberichtsverfahrens

Das Lehrberichtsverfahren stellt ein wesentliches Instrument des Qualitätsmanagements von Lehre und Studium dar, indem es 

  1. die fakultätsbezogenen Qualitätsmanagementsysteme mit den zentralen Komponenten des Qualitätsmanagements der Universität Leipzig verbindet,
  2. das Qualitätsmanagement von Lehre und Studium mit dem Steuerungssystem der Universität Leipzig verkoppelt und
  3. somit den Regelkreis des Qualitätsmanagements von Lehre und Studium schließt.

Gegenstände des Lehrberichtes einer jeden Fakultät sind in der Regel

  1. die Darstellung des Studienprogramms der Fakultät sowie Reflexion relevanter Kenn- und Strukturdaten,  
  2. die Darstellung und Reflexion von Evaluationsergebnissen,
  3. die Definition von Entwicklungsbedarfen und die Ableitung geeigneter Maßnahmen zur Qualitätsentwicklung,
  4. die empirische Plausibilisierung der Wirksamkeit bereits ergriffener Maßnahmen der Qualitätsentwicklung,
  5. die Reflexion des Erreichungsgrades bezüglich intern (Fakultät) wie extern (Rektorat, SMWK) gesetzter Ziele und
  6. Vorstellungen zur strategischen Weiterentwicklung des Studienprogramms.

Gegenstände des universitären Lehrberichts sind

  1. die Wiedergabe eines fakultätsübergreifenden Blicks auf Lehre und Studium, wobei spezifische Facetten der Hochschulentwicklungsplanung berücksichtigt werden,
  2. die Wiedergabe der Zusammenfassungen der einzelnen fakultätsbezogenen Lehrberichte sowie
  3. eine Reflexion zur Situation in den lehrerbildenden Studiengängen.

Turnus der nächsten Lehrberichtsverfahren

Das Lehrberichtsverfahren erstreckt sich insgesamt über drei akademische Jahre. Gegenstand der Lehrberichte sind dabei die vorangegangen zwei akademischen Jahre, wobei die Evaluationen und Befragungen des Wintersemesters zum ersten Berichtsjahr den Ausgangspunkt des Verfahrens darstellen. In der unten stehenden Grafik sind die Verfahrenszeiträume der nächsten beiden Lehrberichtsverfahren dargestellt.

Verfahrensablauf

Der Lehrbericht der UL entsteht auf der Grundlage aller fakultären Lehrberichte, die sich ihrerseits über studiengangsbezogene Selbstberichte konstituieren. Entsprechend sieht das Lehrberichtsverfahren der UL folgende Vefahrensschritte vor:
(1) Erstellung der Selbstberichte zu den Studiengängen
(2) Erstellung der fakultären Lehrberichte
(3) Auswertung und Diskussion der fakultären Lehrberichte
(4) Erstellung und Veröffentlichung des universitären Lehrberichts

Eine detaillierte Beschreibung des Verfahrens sowie Vorlagen und Handreichungen sind im Qualitätsmanagement-Handbuch für Lehre und Studium der Universität Leipzig (QMH, S. 23 ff) zu finden. Weiterhin ist eine Prozessmodellierung, welche den Ablauf, die Verantwortlichkeiten und Fristen übersichtlich darstellt, ebenfalls im QMH (S. 28) enthalten.

Die hier wie im QMH dargestellte Zeitplanung entspricht einer Muster- bzw. Rahmenplanung. Die konkreten Termine und Fristen werden im jeweiligen Verfahren immer mit den Fakultäten gemeinsam bestimmt.

Erstellung der Selbstberichte zu den Studiengängen

Zum einzelnen Studiengang berichtet der Selbstbericht, der von der Studiengangverantwortlichen verfasst wird. Er dient dem studiengangbezogenen Abgleich zwischen dem fakultären Leitbild und den Qualitätszielen (SOLL) sowie den Befunden (IST), die sich einerseits aus Befragungs-, andererseits aus Kenn- und Strukturdaten ergeben. In den Selbstbericht gehen neben Kenn- und Strukturdaten Lehrveranstaltungs- und Modulevaluationen sowie Ergebnisse aus Befragungen zum Studiengang ein.

Dem Selbstbericht ist eine Stellungnahme des Fachschaftsrates (siehe Handreichung) oder dort, wo kein Fachschaftsrat existiert, von Studierenden des betreffenden Studiengangs, die der Student_innenRat benennt, beizufügen. Diese Stellungnahme geht auf wesentliche und systematische Aspekte des Studiengangs ein und bezieht sich maßgeblich auf den von der Studiengangverantwortlichen vorgelegten Selbstbericht.

Erstellung des fakultären Lehrberichts

Der fakultäre Lehrbericht wird von der Dekanin verfasst und fungiert als Medium der Verständigung zwischen Rektorat und Fakultät. Er beinhaltet eine Zusammenfassung des gesamten fakultären Lehrberichts, eine Darstellung der wesentlichen Aktivitäten des fakultätsbezogenen Qualitätsmanagement-Systems, die Selbstberichte zu den Studiengängen und ein Fazit der Dekanin, das die Selbstberichte zu den Studiengängen inklusive der studentischen Stellungnahmen in das fakultäre Leitbild und die abgeleiteten Qualitätsziele einordnet.

Der Fachschaftrat/die Fachschafträte einer Fakultät, die studentischen Mitglieder des Fakultätsrats oder die vom Student_innenRat benannten Studierenden der Fakultät komprimieren weiterhin die eigene Stellungnahme/die eigenen Stellungnahmen schließlich zu einer gemeinsamen fakultären Stellungnahme.

Auf Grundlage des fakultären Lehrberichts und der gemeinsamen Stellungnahme der Fachschaften / Studierendenschaft stellt die Dekanin das Benehmen zum fakultären Lehrbericht per Fakultätsratsbeschluss her.

Auswertung und Diskussion der fakultären Lehrberichte

Die fakultätsbezogenen Lehrberichte werden im Auftrag des Rektorats von der Stabsstelle Qualitätsentwicklung in Lehre und Studium zentral ausgewertet. Zielstellung dabei ist es, ein systematisches Feedback des Rektorats an die Fakultäten vorzubereiten.
Im Anschluss erfolgt ein Auswertungsgespräch zwischen Rektorat und Fakultäten, dessen Ergebnisse abschließend in Form einer schriftlichen Vereinbarung dokumentiert werden können.

Erstellung und Veröffentlichung des universitären Lehrberichts

Auf Grundlage der fakultätsbezogenen Lehrberichte wird ein zentraler Lehrbericht der Universität Leipzig zur Rechenschaftslegung gegenüber dem Senat, dem Hochschulrat und dem sächsischen Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst (SMWK) aggregiert.

Der universitäre Lehrbericht besteht aus zwei Teilen:
Zum einen ist das eine Stellungnahme des Rektorats zu Lehre und Studium an der Universität. Damit wird ein fakultätsübergreifender Blick auf Lehre und Studium (z. B. Studierendenzahlen, Internationalisierung und Lehrevaluation) geworfen, wobei spezifische Facetten der Hochschulentwicklung berücksichtigt werden.
Zum anderen sind das die Zusammenfassungen der fakultären Lehrberichte und die der Stellungnahmen der Fachschaftsräte einer Fakultät, welche unverändert in die zu veröffentlichende Fassung des universitären Lehrberichts integriert werden.

Weiterhin enthält der universitäre Lehrbericht ein Kapitel, welches auf die Situation in den lehrerbildenden Studiengängen eingeht und auf Grundlage der Selbstberichte zu den Teilstudiengängen erarbeitet wird. Zu dem Kapitel wird mit den relevanten Gremien im Zentrum für Lehrerbildung und Schulforschung (ZLS) Einvernehmen hergestellt. Der Lehrbericht wird abschließend vom Senat beschlossen und im Anschluss durch die Rektorin veröffentlicht, damit wird das Lehrberichtsverfahren abgeschlossen.

Rechtliche Vorgaben

Sächsisches Hochschulfreiheitsgesetz (SächsHSFG)
§ 9 Qualitätssicherung

(3) Der Dekan bewertet unter Mitwirkung des Fakultätsrates mindestens alle 2 Jahre die Erfüllung aller Lehraufgaben der Fakultät und erstellt einen Lehrbericht, der dem Rektor vorgelegt wird. Sofern die Ordnung nach § 27 Abs. 2 die Bildung von Fachschaftsräten vorsieht, wirkt der zuständige Fachschaftsrat bei der Erstellung des Lehrberichtes mit. Andernfalls können Studenten der Fakultät mitwirken, die der Studentenrat benennt. Der Lehrbericht enthält insbesondere die zur Beurteilung der Lehr- und Studiensituation maßgeblichen Daten. Er beschreibt gegebenenfalls getroffene oder beabsichtigte Maßnahmen zur Verbesserung der Qualität von Lehre und Studium. Bei der Bewertung der Qualität der Lehre sind die Studenten zu beteiligen. Auch hierzu sollen mindestens alle 2 Jahre Studentenbefragungen durchgeführt werden.

(5) [...] die Verfahren zur Bewertung der Lehre nach Absatz 2 Satz 1 und Absatz 3 Satz 1 und das Verfahren zur Evaluierung der Forschung nach Absatz 4, regelt der Senat im Benehmen mit dem Rektorat, den Fakultätsräten und dem Studentenrat durch Ordnung.

Die Ordnung zum Lehrberichtsverfahren (LBO) wurde vom Senat der Universität Leipzig am 14. Juni 2016 beschlossen und ist einen Tag nach der Veröffentlichung in den Amtlichen Bekanntmachungen (35/2016) am 26.08.2016 in Kraft getreten.

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letzte Änderung: 13.11.2017 

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