2001/02, Wintersemester: Wolfgang Natter (University of Kentucky, USA)
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NatterWolfgang Natter hat Geschichte, Literaturtheorie, Philosophie und Geographie mit besonderer Orientierung auf Deutschland an der Wesleyan University in Middletown (Connecticut) und der John Hopkins University in Baltimore (Maryland) studiert. Nach verschiedenen Forschungs- und Lehraufenthalten in Deutschland (Mainz und Stuttgart) wurde er als Professor an die University of Kentucky in Lexington berufen. Dort hat er eine Professur für "Geography" und German "Studies" inne.

Seine Interessen in Forschung und Lehre zielen auf Fragen der Gesellschafts- und Kulturtheorie, insbesondere der Frankfurter Schule und des Poststrukturalismus, auf politische Geographie und die Geschichte der Geographie sowie auf die Theorien von Raum und Repräsentation. Insbesondere liegen ihm Fragen am Herzen, die die einzelnen Forschungsfelder in Verbindung zueinander setzen: so beschäftigt er sich mit z.B. der Verräumlichung der Gesellschaftstheorie.

Sein Interesse für interdisziplinäre Fragestellungen und Themen hat Auswirkungen auf seine Tätigkeit in Lehre, Forschung und Wissenschaftsorganisation. Er ist im wissenschaftlichen Beirat verschiedener bedeutender wissenschaftlicher Zeitschriften in den Vereinigten Staaten (genannt seien hier stellvertretend die Annales of American Geography, die German Studies Review und die Publications of the Modern Language Association), und er leitet seit 1989 das Commitee on Social Theory an der University of Kentucky. In dieser Institution arbeiten 45 Hochschullehrer aus 12 geistes- und sozialwissenschaftlichen Instituten zusammen an einem interdisziplinär orientierten Forschungs- und Lehrprogramm. Die Arbeit des Commitee on Social Theory zielt dabei auf die Organisation von interdisziplinären Tagungen und Kolloquien, auf interdisziplinäre Forschungsprojekte und auf die Organisation von Lehrveranstaltungen für graduierte Studenten der University of Kentucky, an denen mehrere Hochschullehrer gleichzeitig und gemeinsam mitwirken.

Seine Lehrveranstaltungen im Wintersemester 2001/02 richten sich dementsprechend sowohl an die Studenten des Instituts für Geographie als auch an Doktoranden, die sich aus unterschiedlichen Disziplinen mit den Phänomenen Region, Identität, Identifikation, Repräsentation und Raum befassen.

Prof. Natter ist als anregender und kreativer Lehrer bekannt und wurde dafür an seiner Heimatuniversität wiederholt ausgezeichnet.

Wichtigste Veröffentlichungen
  • Literature at War: Representing ‚the Time of Greatnesse' in Germany, 1914-1940 New Haven (Yale University Press) 1999.(Hrsg. mit T. Schatzki),
  • The Social and Political Body, New York (Guilford) 1996.(Hrsg. mit T. Schatzki u. J.P. Jones),
  • Objectivity and ist Other, New York (Guilford) 1995.(Hrsg. mit J.P. Jones u. T. Schatzki),
  • Postmodern Contentions: Epochs, Politics, Space, New York (Guilford) 1993
 

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