Fehlende Anerkennung im Arbeitsleben wird seit geraumer Zeit als bedeutender Stressor gehandelt. Mangelnde Wertschätzung kann sich u.a. durch die Übertragung und Gestaltung von Arbeitstätigkeiten ausdrücken, welche entweder als unnötig oder als eigentlich unzumutbar (illegitim) erlebt werden. Die Berne Illegitimate Tasks Scale (BITS) wurde entwickelt um diese Aspekte zu erfassen. Anhand zweier Stichproben werden Zusammenhänge unnötiger und illegitimer Tätigkeiten mit Beanspruchungsfolgen betrachtet. Als moderierende Variablen werden individuelle sowie tätigkeitsbezogene Ressourcen in die Betrachtung eingeschlossen. Bei der ersten Stichprobe handelt es sich um 153 Lehrerinnen und Lehrer aus verschiedenen Schulformen und Bundesländern. Bei der zweiten Stichprobe um 226 Beschäftigte aus 14 privaten Bildungsinstituten. Während sich Haupteffekte unnötiger sowie illegitimer Tätigkeiten kaum unterscheiden, zeigen sich Hinweise auf differenzielle Effekte moderierender Variablen. Tätigkeitsbezogene Ressourcen moderieren den Zusammenhang von unnötigen, nicht aber von illegitimen Tätigkeiten auf gesundheitliche Beanspruchung. Der Zusammenhang zwischen illegitimen Tätigkeiten und mittelfristigen Beanspruchungsfolgen wurde hingegen (nur) durch die individuelle Ressource berufliche Selbstwirksamkeit moderiert, nicht durch tätigkeitsimmanente Ressourcen. Aus den Ergebnissen lässt sich schlussfolgern, dass Freiheitsgrade in der Tätigkeit zu einem gewissen Grad negative Auswirkungen von als unnötig erlebter Aufgaben ausgleichen können. Eine hohe Selbstwirksamkeitserwartung scheint der Selbstwertbedrohlichkeit unzumutbarer Aufgaben vermutlich durch eine externale Attribution entgegenzuwirken.
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