UNIVERSITÄT LEIPZIG
Institut für Linguistik
Kommentiertes Lehrveranstaltungsverzeichnis, Sommersemester 2002

Semestertermine

Lehrveranstaltungen


Übersicht über Semestertermine
Dauer des Wintersemesters 2001/2002: vom 1.04.2002 bis 30.09.2002
Lehrveranstaltungen:
und
vom 2.4.2002 bis 17.05.2002
vom 27.5.2002 bis 13.7.2002
Vorlesungsfreie Tage: · 1.5.2002 (Maifeiertag)
· 9.5.2002 (Himmelfahrt)
· 18.-26.5.2002 (Unterbrechung/Pfingsten)
Prüfungszeitraum: vom 15.7 bis 26.7.2002

Lehrveranstaltungen

Abkürzungen

Bereiche des Studiums

Grundstudium

Hauptstudium

Kolloquia


Abkürzungen
ASW Allgemeine Sprachwissenschaft S
Seminar
HF Hauptfach SG Seminargebäude
HSG Hörsaalgebäude SS Sommersemester
HS Hörsaal bzw. Hauptseminar SWS Semesterwochenstunden
L Erwerb eines Leistungsnachweises möglich Ü Übung
LV Lehrveranstaltung(en) V Vorlesung
NF Nebenfach Wpf Wahlpflichtveranstaltungen
PK Promotionskolleg WS Wintersemester
Pf Pflichtveranstaltungen ZfK Zentrum für Kognitionswissenschaft

Bereiche des Studiums

1. Für alle Studierenden, die vor dem Wintersemester 2000/2001 immatrikuliert wurden, gilt die Studienordnung für das Hauptfach/Nebenfach ASW v. 17. November 1997 sowie der darauf bezogenen Änderungssatzung v. 26. Jan. 2000.
Danach gliedert sich das Studium der Allgemeinen Sprachwissenschaft in Lehrkomplexe der Bereiche:
I. Formalisierte Beschreibung natürlicher Sprachen
II. Psycholinguistik
III. Sprache und Gesellschaft.
Im Hauptstudium ist von den Studierenden im Hauptfach einer dieser Bereiche als Schwerpunkt auszuwählen.

2. Für alle Studierenden, die mit dem Wintersemester 2000/2001 immatrikuliert wurden, findet für das Hauptfach/Nebenfach ASW die Studienordnung v. 18. August 2001 Anwendung.
Danach gliedert sich das Studium der Allgemeinen Sprachwissenschaft in Lehrkomplexe der Bereiche
I. Formale Grammatiken
II. Psycholinguistik
III. Typologie und sprachliche Varianz
sowie in bereichsübergreifende Lehrkomplexe IV.
Im Hauptstudium ist von den Studierenden im Hauptfach einer dieser Bereiche I - III als Schwerpunkt auszuwählen.


Für das Grundstudium wird die neue Studienordnung und
für das Hauptstudium die alte Studienordnung zu grunde gelegt!


Übersicht über die Lehrveranstaltungen im Grundstudium

1. Einführung in die Semantik *
- auch für Hörer aller Fakultäten -
Dölling, Johannes
V
2 SWS
2.+3.Sem.
Bereich I

HF+NF: Pf
Do
11.15-12.45
HSG HS 16
2. Grundlagen der formalen Semantik
- auch für Hörer aller Fakultäten -
Dölling, Johannes
S
2 SWS
3.-5. Sem.
Bereich I
L
HF+NF: Wpf
Do
15.15-16.45
SG 1-39/40
3.

Einführung in die Phonetik
- auch für Hörer aller Fakultäten -

Hall, T. Alan
V
2 SWS
2.-4. Sem.
Bereich I

HF: Pf; NF: Wpf
Mi
15.15-16.45
HSG HS 3

4.

Einführung in den Sprachwandel
- auch für Hörer aller Fakultäten -
Hall, T. Alan
V
2 SWS
2.-4. Sem.

Bereich III

HF+NF: Wpf

Do
9.15-10.45
SG 00-99

5.

Einführung in die Psycholinguistik
- auch für Hörer aller Fakultäten -

Pechmann, Thomas

V
2 SWS
1.-3. Sem.
Bereich II

HF: Pf; NF: Wpf
Mi
13.15-14.45
SG 00-99
6. Methoden der Sozialwissenschaften
- auch für Hörer aller Fakultäten -
Pechmann, Thomas
V
2 SWS
1.-3. Sem.
Bereich II

HF+NF: Wpf
Mi
9.00-10.30
SG K-37
7. Syntax II: Minimalistische Syntax Steube, Anita
S
2 SWS
2.-4. Sem.
Bereich I
L
HF: Pf; NF: Wpf
Mo
9.15-10.45
SG 00-99
8. Geschichte der Sprachwissenschaft
- auch für Hörer aller Fakultäten -
Steube, Anita
S
2 SWS
3.-4. Sem.
Bereich IV
L
HF: Pf; NF: Wpf
Di
9.15-10.45
SG 1-35/36
9. Einführung in die Sprachtypologie
- auch für Hörer aller Fakultäten -
Bickel, Balthasar

V
2 SWS
1.-4. Sem.

Bereich III
L
HF+NF: Wpf
Fr
10.15-11.45
SG 00-99
10. Strukturen außereuropäischer Sprachen
(Strukturkurs)
Bickel, Balthasar
Ü
2 SWS
3.-4. Sem.
Bereich III
L
HF: Pf; NF: Wpf
Do
17.15-18.45
SG 1-33/34
11. Einführung in die Ethno- und Soziolinguistik
- auch für Hörer aller Fakultäten -
Bickel, Balthasar
V
2 SWS
1.-4. Sem.
Bereich III
L
HF+NF: Wpf
Do
13.15-14.45
HSG HS 16
12. Statistik für PsycholinguistInnen Janssen, Dirk
S
2 SWS
2.-4. Sem.
Bereich II

HF+NF: Wpf
Di
13.15-14.45
SG 1-31/32

* (Zu dieser Veranstaltung wird ein wöchentliches Tutorium von 2 SWS angeboten)

Kommentare zu den Lehrveranstaltungen im Grundstudium
1. Einführung in die Semantik *
- auch für Hörer aller Fakultäten -
Dölling, Johannes
V
2 SWS
2.+3.Sem.
*Tutorium: wöchtl. 2 SWS
Bereich I

HF+NF: Pf
Do
11.15-12.45
HSG HS 16
Die Vorlesung gibt einen Überblick über grundlegende Begriffe und Prinzipien der Untersuchung sprachlicher Bedeutung. Unter anderem folgende Themenbereiche werden behandelt: Ebenen der Bedeutung (Ausdrucksbedeutung, Äußerungsbedeutung, kommunikativer Sinn); deskriptive und nicht-deskriptive Bedeutung; Bedeutungstheorien; Bedeutungsrelationen; Richtungen der Semantik (strukturalistische S., kognitive S., referentielle S.); lexikalische Bedeutungsstrukturen; Kompositionalität der Bedeutung; formale Semantik (wahrheitskonditionale S., intensionale S.); Bedeutung und Kontext.
Lit.:

- Cruse, A. (2000): Meaning in Language. An Introduction to Semantics and Pragmatics. Oxford: University Press.
- Löbner, S. (2002): Unterstanding Semantics. London: Arnold.
- Saeed, J. I. (1997): Semantics. Oxford: Blackwell.


2. Grundlagen der formalen Semantik
- auch für Hörer aller Fakultäten -
Dölling, Johannes
S
2 SWS
3.-5. Sem.
Bereich I
L
HF+NF: Wpf
Do
15.15-16.45
SG 1-39/40
Das Seminar führt in die modell-theoretische Analyse sprachlicher Bedeutung ein und liefert damit Voraussetzungen für ein formales Verständnis der Semantik. Zunächst werden Kenntnisse in der logischen Typentheorie und der Theorie der Lambda-Operation vermittelt. Im Zentrum der Veranstaltungen steht dann die Beschäftigung mit der Semantik von Nominalphrasen sowie der Semantik von temporalen und modalen Ausdrücken. Abschließend sollen Grundkenntnisse in der intensionalen Semantik erworben werden.
Das Seminar setzt die Absolvierung eines Logikkurses voraus.
Lit.:

- Bach, E. (1989): Informal Lectures on Formal Semantics. Albany: State University of New York Press.
- Dowty, R.D., Wall, R.E. & Peters, S. (1981): Introduction to Montague Semantics. Dordrecht: Reidel.
- Lohnstein, H. (1996): Formale Semantik und natürliche Sprache. Opladen: Westdeutscher Verlag.


3.

Einführung in die Phonetik
- auch für Hörer aller Fakultäten -

Hall, T. Alan
V
2 SWS
2.-4. Sem.
Bereich I

HF: Pf; NF: Wpf
Mi
15.15-16.45
HSG HS 3

In diesem Seminar wird linguistische Phonetik dargestellt. Die Themenbereiche sind: Grundlagen der artikulatorischen Phonetik, phonetische Transkriptionen, das System des Internationalen Phonetischen Alphabets, suprasegmentale Eigenschaften (z.B. Akzent, Ton, Intonation) und akustische Phonetik.

Lit.:

Ladefoged, P. 1993. A course in phonetics. 3. Auflage. New York: Harcourt, Brace, Jovanovich.


4. Einführung in den Sprachwandel
- auch für Hörer aller Fakultäten -
Hall, T. Alan
V
2 SWS
2.-4. Sem.

Bereich III

HF+NF: Wpf

Do
9.15-10.45
SG 00-99
In diesem Seminar wird erklärt, wie und warum sich natürliche Sprachen verändern. Themen, die behandelt werden sollen, sind: Lautwandel, morphologischer, syntaktischer und semantischer Wandel, Rekonstruktion und die genetische Klassifizierung menschlicher Sprachen. Sowohl indogermanische als auch nichtindogermanische Sprachen werden behandelt.
Lit.:

Campbell, Lyle 1998. Historical linguistics: An introduction. Edinburgh: Edinburgh University Press.


5. Einführung in die Psycholinguistik
- auch für Hörer aller Fakultäten -

Pechmann, Thomas

V
2 SWS
1.-3. Sem.
Bereich II

HF: Pf; NF: Wpf
Mi
13.15-14.45
SG 00-99
Die Psycholinguistik lässt sich in vier große Bereiche einteilen: das Verstehen von Sprache auf der Phonem-, Wort-, Satz- und Textebene, die Sprachproduktion, den Spracherwerb sowie die Sprachstörungen (Aphasien). Die Vorlesung vermittelt einen Überblick über diese vier Bereiche aus der Sicht der kognitiven, experimentellen Psycholinguistik.
Lit.:

Harley, T. (1995). The psychology of language. Hove: Erlbaum.


6. Methoden der Sozialwissenschaften
- auch für Hörer aller Fakultäten -
Pechmann, Thomas
V
2 SWS
1.-3. Sem.
Bereich II

HF+NF: Wpf
Mi
9.00-10.30
SG K-37
Die Vorlesung führt in Methoden und Techniken der Sozialwissenschaften, insbesondere des Experiments, unter besonderer Berücksichtigung psycholinguistischer Fragestellungen ein. Neben den Grundlagen des experimentellen Arbeitens werden auch Kenntnisse in deskriptiver Statistik und die Logik inferenzstatistischer Verfahren vermittelt.

7. Syntax II: Minimalistische Syntax Steube, Anita
S
2 SWS
2.-4. Sem.
Bereich I
L
HF: Pf; NF: Wpf
Mo
9.15-10.45
SG 00-99
  Voraussetzung für die Teilnahme ist der erfolgreiche Besuch von "Einführung in Syntaxtheorien".
Das Seminar behandelt die Varianten deutscher Verbstellungen und Vorfeldbesetzungen (ohne die Informationsstruktur zu beachten), Passiv, AcI-Konstruktionen, "scheinen"- und Kontrollsätze, Anaphernbeziehungen. Den theoretische Rahmen bilden die relativierten Minimalitätsbedingungen nach Fanselow 1991 und die Projektive Ökonomie nach Haider 1997. Es steht ein Seminarskript zur Verfügung.
Lit.:

- G. Fanselow 1991: Minimale Syntax. (=GAGL, 32), Groningen.
- H. Haider 1997: Projective Economy. On the Minimal Functional Structure of the German Clause. In: W. Abraham, E.v. Gelderen (eds): German: Syntactic Problems - Problematic Syntax. Tübingen. 83-103.


8. Geschichte der Sprachwissenschaft
- auch für Hörer aller Fakultäten -
Steube, Anita
S
2 SWS
3.-4. Sem.
Bereich IV
L
HF: Pf; NF: Wpf
Di
9.15-10.45
SG 1-35/36
Das Seminar behandelt die neuere Geschichte der Sprachwissenschaft von 1970 bis zum Strukturalismus. Es werden die Etappen und Trends sprachwissenschaftlicher Entwicklung, die Schulenbildungen und die Erweiterungen des Gegenstandes der Linguistik anhand von exemplarischen Texten behandelt.
Lit.:

- B. Bartschat 1996: Methoden der Sprachwissenschaft. Von Hermann Paul bis Noam Chomsky. Berlin.
- G. Helbig 1989: Geschichte der neueren Spachwissenschaft. Opladen.


9. Einführung in die Sprachtypologie
- auch für Hörer aller Fakultäten -
Bickel, Balthasar

V
2 SWS
1.-4. Sem.

Bereich III
L
HF+NF: Wpf
Fr
10.15-11.45
SG 00-99
Dieser Kurs führt in die Grundbegriffe und Methoden der Sprachtypologie ein. Im Vordergrund stehen qualitative Typologie (die Entwicklung übereinzelsprachlich adäquater Beschreibungskonzepte) und quantitative Typologie (die Statistik und Erklärung von implikativen Universalien und Hierarchien und von arealer und genetischer Variation), aber es werden auch die Beziehungen von Typologie zu Grammatiktheorie, Ethnolinguistik und Psycholinguistik besprochen.
Lit.:

Whaley, L. J. 1997. Introduction to typology. London: Sage. (besonders Kapitel 1-3).


10. Strukturen außereuropäischer Sprachen
(Strukturkurs)
Bickel, Balthasar
Ü
2 SWS
3.-4. Sem.
Bereich III
L
HF: Pf; NF: Wpf
Do
17.15-18.45
SG 1-33/34
Dieser Kurs gibt einen Überblick über die wichtigsten strukturellen Variablen der Sprachen der Welt. Anhand von Übungen sollen die wichtigsten methodischen Hilfsmittel in der Analyse ungewohnter Strukturen erworben und dabei eine Vertrautheit im Umgang mit Sprachen gewonnen werden, die vom gängigen europäischen indogermanischen Typ stark abweichen.
Lit.: - Dürr, M. and P. Schlobinski, 1994. Einführung in die deskriptive Linguistik. Opladen: Westdeutscher Verlag
- Payne, T., 1997. Describing Morphosyntax. Cambridge: Cambridge University Press.

11. Einführung in die Ethno- und Soziolinguistik
- auch für Hörer aller Fakultäten -
Bickel, Balthasar
V
2 SWS
1.-4. Sem.
Bereich III
L
HF+NF: Wpf
Do
13.15-14.45
HSG HS 16

Thema dieses Einführungskurses sind Wechselwirkungen zwischen sprachlichen Strukturen mit gesellschaftlichen Denk- und Verhaltensformen. Im Zentrum stehen dabei erstens Relativitätseffekte, d.h. Effekte, bei denen Sprache gesellschaftsspezifische Denkmuster mitgestaltet, und zweitens soziale Dimensionen von Sprachkontaktsituationen.

Lit.: Foley, W. A., 1997. Anthropological linguistics. Oxford: Blackwell.

12. Statistik für PsycholinguistInnen Janssen, Dirk
S
2 SWS
2.-4. Sem.
Bereich II

HF+NF: Wpf
Di
13.15-14.45
SG 1-31/32
In psycholinguistischen Studien werden bestimmte statistische Tests ausgeführt. In diesem Seminar soll aufgezeigt werden, wie man diese Tests verstehen und benutzen kann. Behandelt werden: Signifikanz, T-Test, F-Test, ANOVA, Korrelation. Vorkenntnisse der Statistik sind nicht notwendig, aber sicher hilfreich.
Lit.: Wird am Anfang des Semesters mitgeteilt

Übersicht über die Lehrveranstaltungen im Hauptstudium
13. Semantik von Tempus und Aspekt
- auch für ZfK und PK -
Dölling, Johannes
HS
2 SWS
5.-8. Sem.
Bereich I
HF+NF: Wpf
L
Mi
15.15-16.45
SG 1-61/62
14. Schnittstellen der Semantik
- auch für ZfK und PK -
Dölling, Johannes
HS
2 SWS
5.-8. Sem.
Bereich I
HF+NF: Wpf
L
Do
17.15-18.45
SG 1-39/40
15. Autosegmentale Phonologie
- auch für ZfK und PK -
Hall, T. Alan
HS
2 SWS
5.-8. Sem.
Bereich I
HF+NF: Wpf
L
Do
11.15-12.45
SG 1-35/36
16. Optimalitätstheorie
- auch für ZfK und PK -
Hall, T. Alan
HS
2 SWS
5.-8. Sem.
Bereich I
HF+NF: Wpf
L
Do
14.15-15.45
SG 1-61/62
17. Musik und Sprache
- auch für Hörer aller Fakultäten und ZfK und PK -
Pechmann, Thomas
HS
2 SWS
5.-8. Sem.
Bereich II
HF+NF: Wpf
L
Di
16.15-17.45
SG 1-31/32
18. Theorie des Lexikon
- auch für ZfK und PK -
Steube, Anita
HS
2 SWS
7.-9. Sem.
Bereich I, II, III
HF+NF: Pf
L
Mo
11.15-12.45
HSG HS 9
19. Optimalitätstheoretische Syntax
- auch für ZfK und PK -
Steube, Anita
HS
2 SWS
7.-9. Sem.
Bereich I
HF+NF: Wpf
L
Di
11.15-12.45
SG 1-31/32
20. Typologie der Satzverbindung
- auch für ZfK und PK -
Bickel, Balthasar
HS
2 SWS
5.-8. Sem.
Bereich III
HF+NF: Wpf
L
Fr
16.15-17.45
SG 1-33/34
21. Referenzsemantik
- für Hörer aller Fakultäten -
Späth, Andreas
HS
2 SWS
5.-8. Sem.
Bereich I
HF+NF: Wpf
Mo
13.15-14.45
SG 2-35/36
22. Gesprächsanalyse
- für Hörer aller Fakultäten -
Steube, Anita / Pappert, Steffen
S
2 SWS
5.-8. Sem.
Bereich III
HF+NF: Wpf
L
Fr
10.15-11.45
SG 3-96
23. Sprachprodukttechnologie Quasthoff, Uwe
V
Computerlinguistik
2 SWS
Bereich I Do
7.30-9.00
HSG HS 21
24. Autom. Textverstehen Wolff, Christian
HS
Computerlinguistik
2 SWS
Bereich I Mi
15.15-16.45
HSG HS 4
25. Blockseminar: Language and Prehistory
(in englischer Sprache)
Comrie, Bernard
HS
2 SWS
5.-8. Sem.
Bereich III
HF+NF: Wpf
Zeit und Ort: s. Aushänge im Institut

Kommentare zum Hauptstudium
13. Semantik von Tempus und Aspekt
- auch für ZfK und PK -
Dölling, Johannes
HS
2 SWS
5.-8. Sem.
Bereich I
HF+NF: Wpf
L
Mi
15.15-16.45
SG 1-61/62
Tempus und Aspekt sind die wichtigsten grammatischen Mittel, um zeitliche Verhältnisse sprachlich auszudrücken. Die semantische Analyse ihrer Eigenschaften und ihres Zusammenspiels stellen nach wie vor eine Herausforderung für die linguistische Forschung dar. Im Seminar werden beginnend mit Reichenbachs Differenzierung zwischen Ereignis-, Sprech- und Referenzzeit verschiedene Entwicklungsrichtungen in der Temporalsemantik (z.B. Zeitpunkt- vs. Zeitintervallsemantik) und in der Untersuchung aspektueller Phänomene (z.B. Situationstyp vs. temporale Perspektive) behandelt.
Lit.:

- Ehrich, V. & Vater, H. (Hrg.)(1988): Temporalsemantik. Beiträge zur Linguistik der Zeitreferenz. Tübingen: Niemeyer.
- Klein, W. (1994): Time in Language. London: Routledge.
- Smith, C. S. (1991): The Parameter of Aspect. Dordrecht: Kluwer.


14. Schnittstellen der Semantik
- auch für ZfK und PK -
Dölling, Johannes
HS
2 SWS
5.-8. Sem.
Bereich I
HF+NF: Wpf
L
Do
17.15-18.45
SG 1-39/40
Im Seminar geht es um die Position der Semantik innerhalb der Grammatik und um ihre Rolle bei der Interpretation von Äußerungen. Von Interesse sind vor allem unterschiedliche Auffassungen zur Syntax-Semantik- und zur Semantik-Pragmatik-Schnittstelle. Zu den Fragen, die sich in diesem Zusammenhang stellen, gehören: Inwiefern bildet die Kenntnis der grammatisch determinierten Bedeutung ein Modul der Sprachfähigkeit? Beinhaltet die semantische Komponente ein eigenständiges Repräsentationsformat? Von welcher Art sind diese Bedeutungsstrukturen? Welche Rolle spielen dabei formal-logische Darstellungsmittel?
Lit.:

- Bierwisch, M. (2001): Aspekte der Sprachfähigkeit. Frankfurt: Suhrkamp.
- Jackendoff, R. (1997): The Architecture of the Language Faculty. Cambridge: MIT Press.
- Lappin, S. (ed.)(1996): The Handbook of Contemporary Semantic Theory. Oxford: Blackwell.


15. Autosegmentale Phonologie
- auch für ZfK und PK -
Hall, T. Alan
HS
2 SWS
5.-8. Sem.
Bereich I
HF+NF: Wpf
L
Do
11.15-12.45
SG 1-35/36
Das "lineare" Model von Chomsky & Halle (1968) erwies sich als problematisch, weil eine ganze Reihe von Phänomenen nicht adäquat erklärt werden konnten. Typische Probleme für dieses Modell sind die Repräsentation von Tonmerkmalen, aber auch segmentale Merkmale in Sprachen mit Vokalharmonie. Die autosegmentale Phonologie ist eine Theorie, die ursprünglich entwickelt wurde, um Tonsprachen zu erklären, und wurde später auf die Vokalharmonie übertragen. In diesem Seminar wird die autosegmentale Phonologie dargestellt.
Lit.:

Eine Literaturliste wird am Anfang des Semesters verteilt.


16. Optimalitätstheorie
- auch für ZfK und PK -
Hall, T. Alan
HS
2 SWS
5.-8. Sem.
Bereich I
HF+NF: Wpf
L
Do
14.15-15.45
SG 1-61/62
Die Optimalitätstheorie (OT) ist eine relativ neue Theorie, die versucht, Repräsentationen in individuellen Sprachen mit einem sprachspezifischen Ranking von universellen Constraints zu interpretieren. Die OT wurde aufgrund von phonologischen und morphologischen Daten entwickelt und wurde später auf andere Bereiche der Linguistik angewendet, z.B. Syntax. In diesem Seminar wird die OT hauptsächlich in bezug auf phonologische und morphologische Phänomene dargestellt (z.B. Reduplikation, Wortakzentsysteme), aber auch auf die Syntax.
Lit.:

- Kager, R. 1999. Optimality Theory. Cambridge: Cambridge University Press.


17. Musik und Sprache
- auch für Hörer aller Fakultäten und ZfK und PK -
Pechmann, Thomas
HS
2 SWS
5.-8. Sem.
Bereich II
HF+NF: Wpf
L
Di
16.15-17.45
SG 1-31/32
Gegenstand des Seminars ist die Beziehung zwischen Sprache und Musik. Die zentrale Frage dabei ist, welche Gemeinsamkeiten Sprache und Musik haben, bzw. was sie trennt. Diese Frage soll aus verschiedenen Perspektiven betrachtet werden. Einerseits kann man die beteiligten Einheiten und Strukturen vergleichen, andererseits die Prozesse. Eine weitere Sichtweise bietet die kognitive Neuropsychologie: Nutzen Musik und Sprache dieselben oder verschiedene hirnorganische Ressourcen? Am Anfang des Seminars wird eine Einführung in die wichtigsten Bereiche der kognitiven Musikpsychologie stehen.
Lit.:

- Handel, S. (1989). Listening. Cambridge, MA: MIT Press.
- Sloboda, J. (1989). The musical mind. Oxford: Oxford University Press.


18. Theorie des Lexikon
- auch für ZfK und PK -
Steube, Anita
HS
2 SWS
7.-9. Sem.
Bereich I, II, III
HF+NF: Pf
L
Mo
11.15-12.45
HSG HS 9
Das Seminar behandelt das Lexikon als Komponente einer generativen Grammatik, die selbst auch Ökonomieprinzipien gehorcht, und vergleicht ein solches Lexikon mit dem Lexikon einer HPSG. Schwerpunkte:
- Stellung des Lexikons in der Grammatik
- die phonologische, grammatische und semantische Form der Lexikoneintragungen
- das Lexikon als generative Komponente: Wortbildung und Formenbildung im Lexikon
- Ökonomiebedingungen für das Lexikon
- Theorienvergleich mit HPSG.
Lit.:

Es wird ein Reader zusammengestellt.


19. Optimalitätstheoretische Syntax
- auch für ZfK und PK -
Steube, Anita
HS
2 SWS
7.-9. Sem.
Bereich I
HF+NF: Wpf
L
Di
11.15-12.45
SG 1-31/32
Die OT-Syntax wird als Konkurrenztheorie zum Minimalismus behandelt. Anwendungsschwerpunkt ist die deutsche Wortstellung.
Lit.: - G. Müller 2000: Elemente der optimalitätstheoretische Syntax. Tübingen: Stauffenburg
- G. Müller, W. Sternefeld (eds) 2001: Competition in Syntax. Berlin, New York: de Gruyter

20. Typologie der Satzverbindung
- auch für ZfK und PK -
Bickel, Balthasar
HS
2 SWS
5.-8. Sem.
Bereich III
HF+NF: Wpf
L
Fr
16.15-17.45
SG 1-33/34
Daten besonders aus papuanischen und afrikanischen Sprachen machen seit den 80er Jahren immer deutlicher, dass die traditionelle Zweiteilung der Satzverbindungsarten in subordinierende und koordinierende der typologischen Variation nicht gerecht wird. In diesem Seminar werden wir uns mit Vorschlägen zu einer adäquaten Typologie der Satzverbindung auseinandersetzen und einzelne Verbindungsarten auf ihre areale Variation hin untersuchen.
Lit.:

- Bickel, B., 1998. Review article of Haspelmath & König, Converbs. Linguistic Typology 2, 381- 397.
- Givón, T., 1990. Syntax, vol. II. Amsterdam: Benjamins (Kap. 13, 19).
- Haiman, J. & S. A. Thompson [eds.], 1988. Clause combining in grammar and discourse. Amsterdam: Benjamins.
- Van Valin, R. D., Jr., & R. J. LaPolla, 1997. Syntax. Cambridge: CUP (Kapitel 8).


21. Referenzsemantik
- für Hörer aller Fakultäten -
Späth, Andreas
HS
2 SWS
5.-8. Sem.
Bereich I
HF+NF: Wpf
Mo
13.15-14.45
SG 2-35/36
Vorausgesetzt wird der Besuch einer Einführung in die Semantik. Das Seminar beschäftigt sich mit Objekt-, Zeit-, Raum- und Sachverhaltsreferenz unter dem Tenor, dass nicht die sprachlichen Ausdrücke referieren, sondern dass der Sprecher im gegebenen Kontext und auf der Grundlage seines Partnermodells versucht, mit Hilfe sprachlicher Ausdrücke erfolgreich zu referieren. Über die kontext-abhängige Analyse isolierter Äußerungen hinaus wird Referenz in Texten untersucht.
Lit.:

- Carlson, G. N./Pelletier, F. J. (eds) (1995) The Generic Book. Chicago/London.
- von Heusinger, K. (2000) The Reference of Indefinites. In: von Heusinger, K./Egli, U. (eds) Reference and anaphoric relations. Dordrecht, 247-265.
- Vater, H. (1986) Einführung in die Referenzsemantik. KLAGE 11, 1-34
- Wunderlich, D. (1991) Bedeutung und Gebrauch. in: von Stechow, A. /Wunderlich, D. (eds) Semantik. Ein internationales Handbuch. Berlin/NewYork 1991, 32-52.
Die Literatur wird im Seminar erweitert.


22. Gesprächsanalyse
- für Hörer aller Fakultäten -
Steube, Anita / Pappert, Steffen
S
2 SWS
5.-8. Sem.
Bereich III
HF+NF: Wpf
L
Fr
10.15-11.45
SG 3-96

Zu Beginn des Seminars werden die Eigenschaften gesprochener Sprache herausgearbeitet, denn sie sind die Voraussetzung für die wissenschaftliche Analyse von Gesprächen. Anschließend sollen verschiedene Theorien der Gesprächsforschung, deren methodische Vorgehensweisen sowie das mit ihnen verfolgte Erkenntnisinteresse vorgestellt werden. Im weiteren Verlauf konzentrieren wir uns auf die empirische Gesprächsanalyse, indem wir anhand eines oder mehrerer Beispiele den Analyseprozess schrittweise nachzeichnen. Der Schwerpunkt liegt dabei neben Aspekten der interaktiven Gesprächsorganisation auf inhaltlichen Fragestellungen. Zum Abschluss wird ein Überblick der verschiedenen Anwendungsbereiche der Gesprächsanalyse gegeben.

Lit.: - Brinker, Klaus, Antos, Gerd, Heinemann, Wolfgang, Sager, Sven F. (Hgg.), Text- und Gesprächslinguistik: Ein internationales Handbuch zeitgenössischer Forschung, 2. Halbband: Gesprächslinguistik, Berlin, New York: de Gruyter (HSK 16.2).
- Deppermann, Arnulf (1999), Gespräche analysieren. Eine Einführung in konversationsanalytische Methoden. Opladen: Leske + Budrich (Qualitative Sozialforschung; 3).

23. Sprachprodukttechnologie Quasthoff, Uwe
V
Computerlinguistik
2 SWS
Bereich I Do
7.30-9.00
HSG HS 21
Kommentierung finden Sie auf der Homepage des Instituts für Informatik.

24. Autom. Textverstehen Wolff, Christian
HS
Computerlinguistik
2 SWS
Bereich I Mi
15.15-16.45
HSG HS 4
Kommentierung finden Sie auf der Homepage des Instituts für Informatik.

25. Blockseminar: Language and Prehistory
(in englischer Sprache)
Comrie, Bernard
HS
2 SWS
5.-8. Sem.
Bereich III
HF+NF: Wpf
Zeit und Ort: s. Aushänge im Institut
Although the use of language to construct hypotheses relating to prehistory has a long tradition, recent advances both within linguistics (e.g. typology, language contact studies) and in other disciplines (e.g. archaeology, genetics) provide us with a much richer set of tools to assess the contribution that linguistics can make to understanding such aspects of human prehistory as population migration, population contact, and physical culture. The aim of this course will be to examine recent literature and ongoing research that deals with the interaction of linguistic and other evidence in studying human prehistory.

Übersicht und Kommentar - Kolloquia

26. Kolloquia des Zentrums für Kognitionswissenschaften
- für Hörer aller Fakultäten und ZfKund PK -
Schröger, Erich /
Janssen, Dirk
Ko
2 SWS
ab 5. Sem.
Bereich II Mi
18.15-19.45
HSG HS 7
Das Graduiertenkolleg "Diversität und Universalität sprachlicher Strukturen und Prozesse" und die DFG-Forschergruppe "Arbeitsgedächtnis", die dem Zentrum für Kognitionswissenschaften der Universität Leipzig angehören, laden Gastsprecher/innen ein, die aus linguistischer bzw. psychologischer Perspektive aktuelle Themen der Kognitionswissenschaften diskutieren. Interessenten jeglicher Fachrichtung sind herzlich eingeladen. Die jeweiligen Gastsprecher/innen und Themen werden per email und durch Aushänge bekanntgegeben.

27. Psycholinguistisches Forschungskolloquium
- auch für ZfK und PK -
Pechmann, Thomas
Ko
2 SWS
5.-8. Sem.
Bereich II Di
18.00-19.30
Brühl 34-50, Raum 502
In diesem Seminar sollen laufende Forschungsprojekte aus dem Bereich Psycholinguistik am Institut für Linguistik vorgestellt und diskutiert werden. Das Seminar ist offen für alle an Fragen der experimentellen Psycholinguistik interessierten Teilnehmer.

28. Kolloquia für Absolventen und Graduiertenstudenten
- auch für ZfK und PK -
Steube, Anita
Ko
2 SWS
8.-9. Sem.
Bereich I, III Fr
10.00-12.00
Brühl 34-50, Raum 502
Vorstellung der (Teil-)Ergebnisse aus Magister- und Promotionsarbeiten zu:
Informationsstrukturierung (syntaktisch und semantisch), Ereignissemantik, Diskursanalyse sowie Diskussion der entsprechenden Neuerscheinungen und Kolloquien.

 Zurück zum Index Letzte Änderung: 5.02.2002