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Geschichte des Instituts
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Die
Wissenschaft vom Alten Testament, des vom Judentum
übernommenen, ersten Teils der christlichen Bibel,
hat insbesondere durch Leipziger Gelehrte wichtige
Impulse empfangen. So vermitteln die Bibelkommentare
von
Franz Julius Delitzsch (1813-1890; in Leipzig 1844–46 sowie ab 1867)
noch heute wesentliche philologische und theologische
Einsichten in biblische Texte. Neben der Exegese
widmete sich Delitzsch der Judenmission, wozu er 1863
die Zeitschrift »Saat auf Hoffnung«, 1870/71 den »Evangelisch-Lutherischen
Centralverein für die Mission unter Israel« sowie
1886 ein Seminar zum Studium des Judentums und zur
Ausbildung von Judenmissionaren (später Institutum
Judaicum Delitzschianum) ins Leben rief. |
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Der
Name Rudolf Kittel
(1853-1929; 1898 nach Leipzig berufen) steht synonym
für die von ihm herausgegebene, in mehrfacher Auflage
erschienene Biblia Hebraica, die bis weit in das
vergangene Jahrhundert hinein die wichtigste kritische
Ausgabe des hebräischen Textes des Alten Testaments
darstellte. Grundlage dieser Edition war nicht mehr
wie bisher der alte Textus receptus, sondern der Codex
Petropolitanus, die älteste und beste der
vollständig erhaltenen hebräischen Handschriften.
Nachhaltigen Einfluss übte Kittel auf dem Gebiet der
Geschichte Israels aus. Seine »Geschichte des Volkes
Israel« wertete erstmals auch die Ergebnisse der
archäologischen Erforschung Palästinas aus. |
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Albrecht
Alt (1883-1956; 1922 nach Leipzig berufen) hat sich vor allem mit
seinen Studien zur Geschichte Israels und zur biblischen Landeskunde
internationales Ansehen erworben. Wegweisend war seine Einführung
der territorialgeschichtlichen Methode in die Palästinawissenschaft.
Durch Heranziehung aller Quellen zur Vor-, Um- und Nachwelt Israels
suchte er die Geschichte dieses Volkes zu erhellen. Von dieser Arbeit
gingen starke Impulse für andere Disziplinen (z.B.
Bibelwissenschaft, Ägyptologie, Assyrologie) aus.
[K.W.] |
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