
Kulturhistorisches Symposium: 50 Jahre Bitterfelder Weg
23. - 24. April 2009 in Bitterfeld-Wolfen
Unter der Losung „Die Kunst dem Volke“ manifestierte Wilhelm Pieck auf der ersten Zentralen Kulturtagung 1946 die generelle Richtung der sozialistischen Kulturpolitik, die auf Breitenwirkung zielte und das künstlerische Volksschaffen mit einer gesellschaftlichen Aufgabe versah, nämlich zur politisch-ideologischen Erziehung des sozialistischen Menschen beizutragen. Als Walter Ulbricht in seiner Rede auf dem V. Parteitag der SED im Juli 1958 die nächste Etappe der sozialistischen Kulturrevolution einzuläuten versuchte, waren es vor allem die Arbeiter, denen sein Interesse zukam. Der Grundstein für den Bitterfelder Weg war damit gelegt. Bereits vor der ersten Bitterfelder Konferenz im April 1959 hatten sich erste Zirkel schreibender Arbeiter in verschiedenen Betrieben unter dem Motto "Greif zur Feder, Kumpel" zusammengefunden. Im Kulturpalast Bitterfeld galt es im Zuge der Konferenz nun, diese junge und kleine Bewegung auszuweiten, ihr einen institutionellen Rahmen zu geben, sie zu professionalisieren.
Im Rahmen des u.a. von der Leipziger Buchwissenschaft organisierten kulturhistorischen Symposiums zum 50. Jahrestag der ersten Bitterfelder Konferenz wurde sich dem vielgestaltigen Phänomen, der "Chiffre Bitterfeld" im zeitgeschichtlichen Kontext angenähert. In diversen Podiumsdiskussionen mit Zeitgenossen wie dem Autor Rainer Kirsch, ehemaligen Kunst- und Kulturschaffenden und buchwissenschaftlichen Studenten wurde der historischen und gegenwärtigen Relevanz dieser Bewegung nachgegangen.
"Eine Umwanderung entlang des Bitterfelder Weges. Über Umwege"
(Deutschland 2009) heißt der Film von Gottfried Binder und Juliane Richter. Dieser Film
entstand für das kulturhistorische Symposium "50 Jahre Bitterfelder
Weg" in Bitterfeld-Wolfen vom 23. bis 24. April 2009.
URL: http://www.caohom.com/bitterfelderweg
Impressionen vom Symposium
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Karin Kuschmann (ehem. Laientänzerin), Stefanie Krauß, Jürgen Brinsa (Leiter des Wolfener Amatheurtheaters), Franziska Galek (Doktorandin), Anja Nioduschewski (Dramaturgin) |
Prof. Dr. Dietrich Mühlberg, Prof. Dr. Michael Lemke |
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Prof. Dr. Lokatis, Hans Bentzien (Minister für Kultur a.W.), Paul Werner Wagner, Rainer Kirsch |
Paul Werner Wagner, Rainer Kirsch |
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Eyk Henze (Doktorand), Konstantin Ulmer |
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