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Isabella Löhr

Die Globalisierung geistiger Eigentumsrechte. Neue Strukturen internationaler Zusammenarbeit 1886-1952

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Lecturer: Isabella Löhr (Universität Heidelberg)
Date/Time: Thursday, 15/03/2012, 7:30 pm
Location: Centre For Area Studies | Thomaskirchhof 20 | 04109 Leipzig
Organisation: European Network in Universal and Global History (ENIUGH), Centre for Area Studies und Vandenhoeck & Ruprecht
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Flyer (PDF)

Der Schutz von Urheberrechten ist im Internetzeitalter ein schwieriges und politisch hoch umstrittenes Unterfangen – das haben die weltweiten Protestwellen gegen die US-amerikanischen Entwürfe für eine Anti-Pirateriegesetzgebung eindrücklich gezeigt. Digitale Medien und die vielfältigen Möglichkeiten ihrer Nutzung rücken geistige Eigentumsrechte in das Zentrum der öffentlichen Aufmerksamkeit – längst reichen nationale Regelungen nicht mehr aus. Wie aber hat sich die Idee des geistigen Eigentums weltweit durchgesetzt? Isabella Löhr zeigt in ihrer Studie, wie weit die Kontroversen über Vor- und Nachteile globaler Rechtsstandards zurückgehen. Während heute vor allem die Welthandelsorganisation WTO und die World Intellectual Property Organization den weltweiten Umgang mit Kultur und Wissen regeln, waren es bis in die fünfziger Jahre des 20. Jahrhunderts zunächst der Völkerbund und dann die UNESCO.

In ihrer historischen Untersuchung zeichnet Isabella Löhr die Entstehung dieser internationalen Politik nach. Sie untersucht, wie der Schutz von Kultur und Wissen unter den Bedingungen der Globalisierung seit der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts organisiert wurde. Dabei zeigt sich, dass Copyright und Patentschutz nicht erst in der Zeit von Suchmaschinen und Wikipedia umstritten ist und immer wieder neu geregelt werden muss.



Zur Autorin:
Isabella Löhr ist wissenschaftliche Mitarbeiterin für Neuere Geschichte am Historischen Seminar der Universität Heidelberg und hat 2008 an der Universität Leipzig promoviert. Ihre 2010 erschienene Studie zur Globalisierung geistiger Eigentumsrechte seit der Mitte des 19. Jahrhunderts erhielt den Promotionspreis der Research Academy der Universität Leipzig. In ihrem neuen Projekt beschäftigt sie sich mit Kosmopolitismus und akademischer Migration im 20. Jahrhundert.

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