21.11.2005 - Sumaya Farhat-Naser
Alltag unter israelischer Besatzung
Auszug aus Sumaya Farhat-Naser's Brief aus Palästina.
September 2005
Wir schaffen Friedenskultur, wir lernen gewaltfreie Kommunikations- und Dialogfähigkeiten durch Behandeln folgender Themen:
- Erkennen und bewahren lernen von Selbstwert, Selbstvertrauen und Selbstrespekt.
- Aussprechen und ausdrücken von Gefühlen und eigener Befindlichkeit.
- Persönliche Probleme überhaupt als Probleme erkennen und ihnen begegnen lernen.
Wir lernen überleben, wir lernen unsere Menschlichkeit bewahren.
Beispiele für Probleme: Isolation; Trauer; Angst um mich, um die Familie und um die Zukunft; Sicherheit in der Familie und auf der Straße; Depression; Gefühle der Erwürgung; Wut; Verzweiflung; Armut; Schuldgefühle; Aggression; Streit in der Familie, in der Klasse, auf der Straße; Unruhe und Schlaflosigkeit; Rachegefühle; Neid; Gefühllosigkeit und Gleichgültigkeit; Früh-Heiraten; Gewalt in der Familie.
Lektüreempfehlung
Sumaya Farhat-Naser, Verwurzelt im Land der Olivernbäume, Lenos Verlag , Januar 2005.
Zitat daraus: "In Palästina leben wir in vielen Gefängnissen, und in den Gefängnissen gibt es kleinere Gefängnisse, und darin sind Käfige und in den Käfigen kleinere Käfige."
Zur Referentin
Sumaya Farhat-Naser lehrte Botanik an der Universität Bir Zeit und setzt sich für die Einhaltung der Menschenrechte in Palästina ein.