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| Jens Fuge ist FC-Sachsen-Fan - und Buchautor.
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:: "Chemie"-Kampfgeist machte ihn zum Fan
Ein Jahr später ging es für den jungen Jens Fuge zusammen mit "Onkel Erich" ins Zentralstadion zum Ortsderby Lok gegen Chemie. "Obwohl Chemie 3:0 zurücklag, kämpften sie sich angefeuert von den Fans auf 3:2 heran", beschreibt der PR-Berater das damalige Spiel und damit auch den Beginn seiner Leidenschaft für den FC Sachsen. "Am Ende verlor Chemie zwar, doch mir imponierten der Kampfgeist der Mannschaft und die lautstarken Anhänger. Ab da war ich Fan."
1979 zählte Jens Fuge zum harten Kern der Sachsen-Fans. Kein Auswärtsspiel verpasste der damals 16-Jährige. "Ich war ein richtiger Hardcore-Fan. Mit langen Haaren und selbst gemachter Weste", erzählt er schmunzelnd. Zusammen mit Freunden gründete der Leipziger 1981 den Fanclub West. "Wir haben viel organisiert und ne Menge Spaß gehabt", schwärmt er noch heute von den alten Zeiten.
:: "Die Geschichte musste mal jemand aufschreiben"
Nach der Wende engagierte sich Jens Fuge im Aufsichtsrat und im Präsidium des Vereins. 1993 veröffentlichte der fußballbegeisterte Fuge sein erstes Buch. "Die Geschichte des Vereins musste ja mal jemand aufschreiben", erklärt er und zieht es dabei aus seinem Bücherregal. "Leutzscher Legende", heißt das Werk über die Historie des FC Sachsen Leipzig. Im Inneren finden sich auch Bilder des Hardcore-Fans Jens Fuge.
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| Jens Fuges Werke brauchen schon ein wenig Platz im Regal...
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Doch bei einem Buch ist es nicht geblieben. Insgesamt schrieb der Leipziger sieben Werke über den traditionsreichen Fußball der Stadt, aus welcher der erste deutsche Meister stammte.
:: Bis 2006 Verjüngung fortsetzen
Die EM in Portugal lässt natürlich den Leipziger nicht unberührt. Das Ausscheiden der deutschen Mannschaft kam für Jens Fuge nicht überraschend. "Es ist ein Spiegelbild des Leistungsvermögens im Moment", resümiert der PR-Profi. Allerdings sehe er für die WM 2006 gute Chancen. "Man muss die Verjüngung fortsetzen. Die jungen Talente sind gut und vielleicht haben wir dann in zwei Jahren eine stabile Mannschaft", hofft der 40-Jährige.
Im Finale tippt Jens Fuge auf die Portugiesen. Die Griechen hatte er nicht auf der Rechnung. "Aber mal sehen. Im Prinzip kann jeder gewinnen", will sich der Leipziger nicht endgültig festlegen.
Frank Schütze