„Seit dem ich denken kann, begeistere ich mich
für Fußball“, beschreibt die Dozentin
die Anfänge der Begeisterung. Jetzt mag der Ein oder
Andere glauben, dass natürlich alles durch den Mann
im Hause, sprich dem Vater kam. Doch weit gefehlt: „Der
hat lieber Bonanza geschaut, während ich die Sportschau
gucken wollte“, lacht Ute Nawratil.
:: Fußball
in der Klosterschule geschaut
Richtig zum Fan wurde die Bayerin als sie in der fünften
Klasse von ihren Eltern in eine Klosterschule gesteckt
wurde. Damals fühlte sie sich wie im Knast. Kein
Ausgehen, kein Fernsehen und keine Süßigkeiten.
„Ausnahmen gab es nur, wenn die Erzieherin Fußball
schaute“, erzählt Ute Nawratil und beschreibt
weiter "Das war 1971/72. Die große Zeit des
FC Bayern. Da durften wir immer länger aufbleiben“.
Das hat geprägt und so hält die Dozentin auch
heute noch die Treue zum Münchner Verein.
:: Zuschauen ist
schöner
Selbst Fußball gespielt hat die Dozentin allerdings
nie. „Bis auf einen Versuch während meiner
Studienzeit habe ich mich aufs Zuschauen beschränkt“,
erzählt die 42-Jährige. Ein typischer Fußballabend
geht für die Bayerin nicht ohne Freunde. „Wir
fletzen alle irgendwie herum und geben schlaue Kommentare
ab“, sagt sie und bedauert gleichzeitig, dass die
Fußballabende in Leipzig meist etwas anders aussehen.
„Hier gucke ich auf meinem kleinen Fernseher oder
verfolge die Übertragungen im Radio. Wenn ich richtig
Lust habe, gehe ich auch auf den Markt.“
:: Der schönste
Fußballer
Die Wahl zum schönsten Fußballer der EM auf
unserer Site verfolgt Ute Nawratil genau. Allerdings hat
sie keinem der von EM-Ole nominierten Spieler ihre Stimme
gegeben. „Eine Schönheitswahl ohne Luis Figo
geht doch gar nicht“, schimpft sie und macht damit
klar, wer ihr Favorit gewesen wäre.
:: Tschechien als
Europameister
Für die deutsche Mannschaft sieht die Dozentin keine
Chance auf die Europameisterschaft. „Wenn es gut
läuft, kommt das Team bis ins Halbfinale“,
erläutert die 42-Jährige. Aber auch die Franzosen
werden es laut Ute Nawratil nicht schaffen. Sie hat einen
ganz anderen Favoriten: „Ich tippe auf die Tschechen“.
Frank Schütze