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  :: Das Online-Magazin der Leipziger Journalistik zur Fußball-Europameisterschaft 2004 in Portugal
 
  EMMA :: MR. EM

Die Wahl ist zu Ende

Haariger Schwede ist Mr. EM

Erstellt am 06. Juli, 11:30 Uhr

Olof Mellberg verhaut zwar den einen oder anderen Elfmeter, was im Grunde unverzeihlich ist, aber der Typ hat Charisma, sieht gut aus und das wird belohnt. Mit 35 Stimmen und einem knappen Vorsprung zu Ruud van Nistelrooy holte sich der blonde Schwede den Mr. EM Titel. Nistelrooy erhielt 34 Stimmen und unterlag damit genauso knapp, wie in dem Rennen um die Torjägerkrone der EM. Dort verlor er allerdings gegen den Tschechen Baroš, oder wie wir bei Emma sagen: Barrosch.

Immerhin konnte der Holländer Totti hinter sich lassen. Jawohl! Obwohl er nur kurz auf dem Platz gesichtet wurde, trabte das Lama Totti tatsächlich auf den dritten Rang. 32 Stimmen für ein paar lange Haare, die mit ein wenig Spucke hinten gehalten werden. Nicht schlecht. Moralische Fehltritte scheinen bei einer Schönheitswahl völlig egal zu sein.

Im Grunde eine Schande, die jedoch mit dem Triumph der Ossis Ballack, Verpakovskis und Blazek über die klassischen Fußballschönheiten gemildert wird. Die werten Herren belegen nämlich die Plätze vier bis sechs. Der Portugiese Pauleta traf zwar aus drei Metern kein Scheunentor, doch mit dem Herz einiger Damen schien er weniger Probleme zu haben. Elf Stimmen bedeuten Rang sieben, noch vor Beckham, Henry und Raul.

Ja, ja dieser Beckham. Unsere Wahl hat die grausame Wahrheit ans Licht gebracht. Metrosexuelle sind nicht mehr angesagt. Elfmeter können sie ja auch nicht schießen, und wenn sie ihn nicht mal da versenken, wo dann?

Nein, es war wirklich keine EM der Favoriten. Stattdessen geht der Trend zu einem Mehr an Haaren im Gesicht. Ob sich das durchsetzt?

Ulrike Gierth

 
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