Die Geschichte der EM
Europa-Nationenpokal 1960 in Frankreich
Der Franzose Henri Delauny, der erste UEFA-Generalsekretär,
hatte Mitte der 50er Jahre die Idee, ein innereuropäisches
Fußballturnier auszurichten. Anders als heute konnten
sich zu diesem ersten Turnier die Nationalmannschaften einfach
anmelden. Und genau das stellte sich als großes Problem
heraus, denn die Anzahl der erforderlichen 16 Mannschaften
wäre beinahe nicht erreicht worden, hätte es nicht
noch zahlreiche verspätete Anmeldungen gegeben. Das Turnier
konnte stattfinden. Nicht angemeldet hat sich die bundesrepublikanische
Nationalmannschaft und auch aus Großbritannien läuft
keine Mannschaft auf.
Der Spielmodus war auch noch ein anderer als heute.
Die Mannschaften wurden einander zugelost und spielten in
einem Hin- und Rückspiel im jeweiligen Land um den Einzug
ins Viertelfinale. In dieser Vorrunde schied die die Mannschaft
der DDR gegen Portugal aus. Auch die Viertelfinalspiele wurden
jeweils durch ein Hin- und Rückspiel entschieden.
Nur das Halbfinale und das Finale wurden im Gastgeberland
Frankreich ausgetragen. Im Finale in Paris standen sich schließlich
die Sowjetunion und Jugoslawien gegenüber. Die Sowjetunion
bezwingt die Jugoslawen mit 2:1 in der Nachspielzeit und ist
damit der erste Fußball-Europameister.
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