Die Geschichte der EM
Europameisterschaft 1976 in Jugoslawien
In der Qualifikation scheiterte die DDR nur knapp und musste
Belgien ins Viertelfinale einziehen lassen. Dafür konnte
überraschenderweise Wales ins Viertelfinale einziehen.
Der größte Erfolg der Waliser Mannschaft bisher.
Ansonsten schien alles beim Alten zu bleiben. Die Bundesrepublik
dominierte in der Qualifikation und fertige im Viertelfinale
Spanien ab, konnte im Halbfinale Gastgeber Jugoslawien 4:2
nach Hause schicken und war im Finale glasklarer Favorit gegen
die Tschechoslowakische Mannschaft.
Die Tschechoslowaken waren als Außenseiter mit einer
0:3-Niederlage gegen England in die Qualifikation gestartet,
konnten ihre Leistung aber permanent steigern und kamen so
ins Viertelfinale, wo sie die Starmannschaft der Sowjetunion
düpierten. Im Halbfinale bezwangen sie die Niederlande
3:1. In jedem Spiel galten sie als die Underdogs und konnten
diesen Vorteil nutzen.
Gegen die Bundesrepublik sah es anfangs auch so aus. Die
Tschechoslowaken führten bereits 2:0, dann erzielten
Dieter Müller und Rainer Bonhof die Ausgleichstreffer.
Es kam zum ersten 11-Meter-Schießen in einem europäischen
Finale. Legendär ist der 11-Meter-Schuss von Uli Hoeneß,
der im Abendhimmel von Belgrad verschwand. Antonin Panenka
verwandelte daraufhin eiskalt und die Tschechoslowakei wurde
verdient Europameister.
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