Die Geschichte der EM
Europameisterschaft 1992 in Schweden
Die Stadien in Schweden waren zu klein für die vielen
angereisten Fans aus dem Ausland. Trotzdem blieb es ein friedliches
und wohl das internationalste Turnier. In der Qualifikation
gab es eine Besonderheit.
Wegen des Balkan-Kriegs wurde der Sieger der Gruppe 4 Jugoslawien
aufgrund von UN-Sanktionen vom Turnier ausgeschlossen, Dänemark
rückte damit in die Endrunde. Der Fußballzwerg
sollte sich als größte Überraschung des Turniers
herausstellen. Weltmeister Deutschland konnte sich nur mit
der Schützenhilfe von Schottland, das die GUS mit 3:0
besiegte, ins Halbfinale retten. Zuvor hatte Deutschland 1:3
gegen die Niederlande verloren. Die wiederum wurden von den
starken Dänen im Elfmeterschießen im Halbfinale
besiegt. Dänemark stand im Finale.
Die Deutschen konnten sich dank starker Einzelakteure im
Halbfinale gegen Gastgeber Schweden durchsetzen und galten
nach diesem Spiel als Favorit auf die Europameisterschaft.
Doch die Dänen wehrten die deutschen Angriffsbemühungen
in Göteborg wacker ab und schossen in einem hochklassigen
Spiel zwei Tore und wurden verdient Europameister. Der größte
Triumph der dänischen Mannschaft bisher.
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