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  :: Das Online-Magazin der Leipziger Journalistik zur Fußball-Europameisterschaft 2004 in Portugal
 
  EM-HISTORIE :: EM 1996
 
 
 
 
 
 
 
 
1996
 
 

Die Geschichte der EM

Europameisterschaft 1996 in England

Überraschenderweise galt auch bei diesem Turnier Deutschland als Mitfavorit neben dem Gastgeber England. Aufgrund der veränderten politischen Lage in Europa nahmen diesmal mehr Mannschaften denn je an der Endrunde teil.

16 Teams wurden auf 4 Gruppen verteilt und ein Viertelfinale eingeführt. Ein Novum war auch die Golden-Goal-Regel. Das Golden-Goal beendet bei den K.O.-Spielen in der Verlängerung ein Spiel.

Gerade mit Jürgen Klinsmann und Dieter Eilts in der Form ihres Lebens schaffte es die deutsche Mannschaft bis ins Halbfinale. Dort fand dann das vorgezogene Endspiel gegen England statt — das wohl letzte, richtig gute Spiel der deutschen Nationalmannschaft seitdem.

Eine frühe Führung der Engländer stecken die Deutschen erstaunlich gut weg und kommen verdient zum Ausgleich. Das Spiel ist schnell, hart, aber fair. Das 1:1 retten die Deutschen, auch durch den überragenden Tormann Andreas Köpke, über die Verlängerung hinaus in das Elfmeterschießen. Köpke und sein englischer Kollege David Seaman sind nun die Hauptakteure.

Es kommt zu einem Nerven zerreißenden Showdown, bei dem die deutsche Mannschaft das glücklichere Ende für sich behält. Die tragische Figur ist Gareth Southgate. Seinen Flachschuss kann Andy Köpke halten. Andy Möller verwandelt und Deutschland steht gegen Tschechien im Finale.

Dieses Spiel in London ist nicht so spektakulär. Die Tschechen führen nach einem umstrittenen Foul-Elfmeter in der zweiten Halbzeit. Dann wird Stürmer Oliver Bierhoff eingewechselt, der den Ausgleich besorgt und in der Verlängerung das erste Golden-Goal der Fußballgeschichte schießt. Damit ist Deutschland zum dritten Mal Europameister.

 
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