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  :: Das Online-Magazin der Leipziger Journalistik zur Fußball-Europameisterschaft 2004 in Portugal
 
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Turnier-Aus

Mostovoi und Butt fahren nach Hause

Erstellt am 15. Juni, 22:00 Uhr

Der erste Spieltag der Europameisterschaft läuft noch, da ist für zwei Spieler das Turnier bereits beendet. Russlands Mittelfeld-Star Alexandr Mostovoi und Englands Nicky Butt werden in Portugal wohl nicht mehr für ihre Länder spielen.

Ärger im russischen Lager. Alexandr Mostovoi vom spanischen Club Celta Vigo wurde von Nationaltrainer Georgy Yarzev aus der Mannschaft verbannt, nachdem der russische Spielmacher sich in der spanischen Presse negativ über sein Team geäußert hatte.

Russland habe sein Auftaktspiel gegen Spanien nur deshalb verloren, weil vorher zu hart trainiert worden wäre, wird Mostovoi dort zitiert. „Die unmoralischen Kommentare, die Aleksandr Mostovoi über Russlands Chancen über das Weiterkommen geäußert hat, bedeuten, dass er nicht länger bei der Mannschaft bleiben kann“, reagierte Yarzev sofort.

:: Loskov soll Mostovoi ersetzen

Wer ärger macht, der fliegt: Alexandr Mostovoi

Mostovoi selber hatte im Spiel gegen Spanien nur eine sehr mäßige Leistung gezeigt. Er soll in der kommenden Partie am Mittwoch von Dmitri Loskov von Lokomotive Moskau auf der Spielmacher-Position ersetzt werden. Dann geht es für Russland gegen Portugal im Duell der Verlierer vom ersten Spieltag bereits um den Verbleib im Turnier.

Großes Pech für Englands Nicky Butt. Der Mittelfeldspieler von Manchester United hatte sich im Training für das Spiel gegen die Schweiz nächsten Donnerstag verletzt. Butt wurde sofort in einem Lissabonner Krankenhaus einer Kernspintomographie unterzogen. Das bittere Ergebnis: Innenbandverletzung im rechten Knie.

„Mit einer solchen Verletzung fällt man normalerweise drei bis vier Wochen aus“, kommen-tierte ein Sprecher des englischen Fußballverbands die Diagnose. Er sei daher sehr unwahr-scheinlich, dass Butt bei diesem Turnier noch eingesetzt werden könne. Der 29-jährige war auch im Spiel gegen England nicht eingesetzt worden.

:: Terry wieder fit, King muss weichen

Entwarnung hingegen für Englands Trainer Sven Göran Eriksson im Fall John Terry vom FC Chelsea. Der Abwehrspieler, der noch gegen Frankreich auf Grund einer Knieverletzung pausieren musste, ist wieder fit.

Obgleich sein Ersatz Ledley King gegen die französischen Stürmer eine starke Leistung bot, wird er Terry wohl wieder weichen müssen. „Es gibt nicht den geringsten Grund, Terry nicht aufzustellen, wenn er fit ist“, stellte Eriksson klar.

Gregor le Claire

 
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