Michael Skibbe war auf der heutigen Pressekonferenz im
deutschen Lager in Vale do Garrao bei Faro sichtlich zufrieden
über das deutsche Spiel gegen die Niederlande. "Wir
haben gestern ein sehr leidenschaftliches Spiel geboten,
dass vor allem auch im taktischen Bereich ein höchsten
internationalen Ansprüchen genügt", kommentierte
der Bundestrainer die Leistung der DFB-Elf. "Von
daher gehen wir sehr zuversichtlich in die nächsten
Spiele."
"Auf der einen Seite ist die Mannschaft zu recht
stolz auf die Leistung, die sie gestern gebracht hat.
Auf der anderen Seite sind wir aber auch ein bisschen
enttäuscht, weil wir das Spiel nicht gewonnen haben",
sagte Skibbe über die aktuelle Stimmung in der Mannschaft.
"Ich finde, wir hätten eigentlich den Sieg verdient
gehabt, weil wir über weite Strecken eine hochkonzentrierte
Leistung geboten haben."
:: Sonderlob für Christian
Wörns
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Sehr zufrieden: Bundestrainer Michael
Skibbe
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Besonders lobte der Bundestrainer neben Michael Ballack
Christian Wörns: "Seine Leistung war absolut
überragend." Die Schuld am Ausgleich wollte
Skibbe dem Dortmunder Abwehrspieler nicht geben. "Die
Problematik beim Gegentor ist sicherlich der Ballverlust
an der Eckfahne gewesen", sah er den Ausgangspunkt
des Treffers von van Nistelrooy. Dort hatte Fabian Ernst
den Ball vertändelt. Dennoch sei im Team keiner sauer
auf den erst kurz zuvor eingewechselten Bremer.
Die Konzentration im deutschen Lager richtet sich nun
bereits auf das nächste Spiel gegen Lettland am kommenden
Samstag. "Das nächste Spiel wird ganz anders
laufen. Lettland wird deutlich defensiver als Holland
spielen. Wir müssen aufpassen, dass wir zwar über
90 Minuten Druck auf den Gegner ausüben, offensiver
und aggresiver sind, dabei aber nicht in Konter laufen",
so Skibbe.
:: Völler: Jetzt nicht
abheben
Teamchef Rudi Völler will die Leistung gegen die
Niederlande nicht überbewertet wissen. "Wir
dürfen uns jetzt nicht auf diesem Spiel ausruhen
und denken, dass das jetzt von alleine so weitergeht.
Dafür bin ich ja auch da, um da ein bisschen entgegen
zu halten", will er der Gefahr von Anfang an entgegen
wirken.
Man müsse auch in den nächsten Tagen weiter
konzentriert arbeiten. "Wir haben gestern nicht gewonnen.
Wir sind weiterhin gut im Rennen. Nicht mehr, aber auch
nicht weniger", mahnte Völler. An diesem Nachmittag
erhält die Nationalmannschaft jedoch zur Regeneration
trainingsfrei.
:: Frings für zehn
Millionen zu den Bayern
Am Rande der Pressekonferenz wurde auch der Wechsel des
Dortmunder Torsten Frings für zehn Millionen Euro
zu Bayern München bekannt gegeben. "Die zwei
Jahre in Dortmund waren eine sehr schöne Zeit, vor
allem wegen der Fans", sagte Frings. Er gehe aber
zu den Bayern, weil er den absoluten Erfolg wolle. "Es
gibt keinen Verein in Deutschland, wo die Garantie so
hoch ist, Deutscher Meister zu werden", glaubt der
Schütze zum 1:0 gegen die Niederlande.
Gregor le Claire