 |
| Portugiesische Einsatzkräfte
führen einen Randalierer ab
|
Portugiesische Gerichte reagieren nun im Schnellverfahren
auf die Krawalle in Albufeira. Nachdem Bars und Discotheken
verwüstet und 16 Menschen verletzt wurden, erhielten
jetzt elf Briten und ein Russe die Ausweisung aus dem
EM-Land. Einer der Ausgewiesenen, ein britischer Feuerwehrmann
auf EM-Urlaub muss darüber hinaus als Rädelsführer
der Krawalle eine zweijährige Haftstrafe in seinem
Heimatland antreten. Sieben weitere englische Hooligans
wurden zu mehrmonatigen Strafen auf Bewährung verurteilt.
:: Gewaltexzess im Badeort
Albufeira
Hintergrund der Tat ist ein Gewaltexzess von etwa 200
überwiegend englischen Fans im portugiesischen Badeort
Albufeira in der Nacht zum Dienstag. Neben den 12 bereits
verurteilten Hooligans warten weitere 34 Rowdies, davon
33 Briten, auf ihre Aburteilung. Sie wurden bei erneuten
Ausschreitungen im selben Vergnügungsviertel Albufeiras
in der Nacht zum Mittwoch fest genommen. Hierbei wurden
acht friedliche Fußballfans und Urlauber durch geworfenes
Kneipenmobiliar oder Flaschen verletzt.
Nach den Worten des UEFA-Präsidenten Lennart Johansson
droht dem englischen Team der Ausschluss aus der EM: "Zetteln
englische Hooligans Krawalle an, werden wir das Team England
nach Hause schicken". Allerdings korrigierte sich
Johansson später: "Wir sollten nicht dem englischen
Verband oder seiner Mannschaft die Schuld für das
Verhalten der Hooligans geben". Ob die erneuten Ausschreitungen
in der Nacht zum Mittwoch den UEFA-Präsidenten zu
einer erneuten Kurswende bewegen, bleibt fraglich.
Markus Mähler