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  MAGAZIN :: BERICHT

Zweites "EM-Lama" gefunden

Nach Totti steht der Schweizer Frei vor Sperre

Erstellt am 19. Juni, 22:39 Uhr

Wieder einmal bestätigt sich ein Leitspruch Albert Einsteins: "Zwei Dinge sind unendlich. Das Weltall und die menschliche Dummheit". Nun soll bereits der zweite EM-Spieler die Grenze des guten Geschmacks übersprungen haben. TV-Bilder belegen die "Lama-Attacke" des Alexander Frei.

Auf den Spuren Tottis: Alexander Frei

Die TV-Bilder des ZDF vom Spiel England-Schweiz scheinen eindeutig: Alexander Frei spuckt Steven Gerrard im Vorbeilaufen in den Nacken. Der englische Nationalspieler blickt sich konsterniert um und wischt verwirrt mit der Hand über den Nacken. Was Gerrard nicht sehen konnte, beweist jetzt ein Videoband der Öffentlichkeit. Die EM hat offenbar ihr zweites "Lama".

:: Nur ein Backenbläser

Bevor die UEFA ein Verfahren eröffnet, hat Frei Gelegenheit zu einer Stellungnahme. Von Unrechtsbewusstsein ist dabei keine Spur. "Die Bilder beweisen gar nichts", verteidigte der Schweizer Pressesprecher Pierre Benoit den 24jährigen Stürmer von Stade Rennes. "Man sieht nur, dass Frei die Backen aufbläst." Der Angeklagte selber dazu: "Ich habe nicht gespuckt, ich tue das nie." Weder Spuckopfer Steven Gerrard noch der englische Fußballverband kommentierten den Vorfall. Offenbar wurde das Verfahren nicht von ihrer Seite eingeleitet.

Wie hoch die Strafe des eidgenössischen "Lamas" ausfallen wird, ist bis jetzt unklar. Francesco Totti erhielt vor zwei Tagen für ein ähnliches Vergehen eine Sperre von drei Spielen. Die Wirkung auf den Ruf des italienischen Starspielers ist jedoch ungleich höher. Experten beziffern einen zweistelligen Millionenschaden für den italienischen Fußball und die Sponsoren Tottis.

Markus Mähler

 
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