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Auf den Spuren Tottis: Alexander
Frei
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Die TV-Bilder des ZDF vom Spiel England-Schweiz scheinen
eindeutig: Alexander Frei spuckt Steven Gerrard im Vorbeilaufen
in den Nacken. Der englische Nationalspieler blickt sich
konsterniert um und wischt verwirrt mit der Hand über
den Nacken. Was Gerrard nicht sehen konnte, beweist jetzt
ein Videoband der Öffentlichkeit. Die EM hat offenbar
ihr zweites "Lama".
:: Nur ein Backenbläser
Bevor die UEFA ein Verfahren eröffnet, hat Frei
Gelegenheit zu einer Stellungnahme. Von Unrechtsbewusstsein
ist dabei keine Spur. "Die Bilder beweisen gar nichts",
verteidigte der Schweizer Pressesprecher Pierre Benoit
den 24jährigen Stürmer von Stade Rennes. "Man
sieht nur, dass Frei die Backen aufbläst." Der
Angeklagte selber dazu: "Ich habe nicht gespuckt,
ich tue das nie." Weder Spuckopfer Steven Gerrard
noch der englische Fußballverband kommentierten
den Vorfall. Offenbar wurde das Verfahren nicht von ihrer
Seite eingeleitet.
Wie hoch die Strafe des eidgenössischen "Lamas"
ausfallen wird, ist bis jetzt unklar. Francesco Totti
erhielt vor zwei Tagen für ein ähnliches Vergehen
eine Sperre von drei Spielen. Die Wirkung auf den Ruf
des italienischen Starspielers ist jedoch ungleich höher.
Experten beziffern einen zweistelligen Millionenschaden
für den italienischen Fußball und die Sponsoren
Tottis.
Markus Mähler