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  :: Das Online-Magazin der Leipziger Journalistik zur Fußball-Europameisterschaft 2004 in Portugal
 
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Verwirrung um Alarm

Terrorangst: Araber filmen Marktplatz

Erstellt am 20. Juni, 01:36 Uhr

Faro ist das Quartier der deutschen Nationalmannschaft. Genau in dieser beschaulichen Stadt an der Algarve werden jetzt die Ängste vor einer EM unter dem Zeichen des Terrors genährt. Möglicherweise kundschafteten drei mutmaßliche Araber die Stadt nach Anschlagzielen aus. Eine "spezifische Bedrohung" wird jedoch von der Polizei verneint.

Durch die Terrormeldung in Alarmbereitschaft: Portugiesische Sicherheitskräfte

Die Polizei fahndet nach Angaben der heimischen Tageszeitung "O Público" nach drei Personen, die Parkhäuser, Tiefgaragen sowie den Marktplatz in Faro mit der Videokamera filmten. Die drei mutmaßlichen Araber wurden dabei selbst von Überwachungskameras aufgenommen und durch Sicherheitsbeamte zur Rede gestellt. Nachdem das Trio zunächst ohne belastende Beweise wieder auf freien Fuß kam, wurde nun eine internationale Anti-Terror-Einheit auf diesen Fall aufmerksam.

Bisherige Ermittlungen ergaben, dass die Verdächtigen vor einigen Tagen über London in das EM-Gastgeberland einflogen. Nach der Landung mietete das Trio per Kreditkarte ein Auto an. Bezeichnenderweise läuft der Mietvertrag bis zum Sonntag. An diesem Tag trifft im letzten Spiel der Gruppe A Griechenland unter Otto Rehhagel auf Russland. Für Bedenken unter den fahndenden Beamten sorgte auch die Tatsache, dass auf dem gefilmten Marktplatz tausende Fans regelmäßig die EM-Spiele über eine Großleinwand verfolgen. Dass portugiesische Innenministerium war bis dato zu keiner Stellungnahme bereit. Auch ein Sprecher der Polizei in Faro konnte keine konkreten Aussagen tätigen. Es liege "keine spezifische Bedrohung vor", so der Beamte.

Markus Mähler

 
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