Kontakt  |  Gewinnspiel  |  Impressum  
 
  :: Das Online-Magazin der Leipziger Journalistik zur Fußball-Europameisterschaft 2004 in Portugal
 
  MAGAZIN :: BERICHT

Urteil in zweiter Spuckaffäre gefällt

Für Alexander Frei ist die EM beendet

Erstellt am 21. Juni, 20:42 Uhr

Für Alexander Frei ist die Fußball-EM bereits vor dem dritten Gruppenspiel zu Ende. Dem Schweizer Stürmer konnte jetzt aufgrund neuer Fernsehbilder seine Spuckattacke nachgewiesen werden. Die UEFA kannte keine Gnade: Ausschluss vom laufenden Turnier und ein endgültiges Urteil nach der EURO.

Alexander Frei: Lama oder Mensch?

Dabei hatte die Disziplinarkammer der UEFA Alexander Frei erst am Sonntag freigesprochen. Man konnte ihm die Spuckattacke gegen Steven Gerrard im zweiten Gruppenspiel gegen England nicht eindeutig nachweisen. Der Angeklagte hatte da noch felsenfest behauptet: "Ich habe nicht gespuckt, ich tue das nie."

:: Nach EM „harsche Bestrafung“ für Frei

Dass es anders war, bewiesen die neu aufgetauchten Fernsehbilder. Sie ließen keinen Zweifel an der Schuld des 24-Jährigen. Sofort legte die UEFA Einspruch gegen den Freispruch ein und verurteilte Alexander Frei zu einer 15-tägigen Sperre mit sofortiger Wirkung. Nach der EM wird das Verfahren noch einmal neu aufgerollt und ein abschließendes Urteil gefällt. Nach Angaben des UEFA-Sprechers Robert Faulkner hat der Übeltäter eine „harsche Bestrafung“ zu erwarten. Nachteilig dürfte sich für ihn zudem das konsequente Leugnen der Tat auswirken.

:: Spucker Totti hatte sich wenigstens entschuldigt

Der Schweizer Stürmer ist schon der zweite Spieler des Turniers, der durch eine Spuckattacke gegen einen Gegenspieler in den Schlagzeilen steht. Erst wenige Tage zuvor war der Italiener Francesco Totti wegen eines ähnlichen Vorfalls für drei Spiele gesperrt worden. Im Unterschied zu Frei hatte Totti seine Verfehlung jedoch zugegeben und sich bei seinem Opfer entschuldigt.

Christoph Meichsner

 
Aktuelle Ergebnisse
Auf EM OLÉ