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| Alexander Frei: Lama oder Mensch?
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Dabei hatte die Disziplinarkammer der UEFA Alexander
Frei erst am Sonntag freigesprochen. Man konnte ihm die
Spuckattacke gegen Steven Gerrard im zweiten Gruppenspiel
gegen England nicht eindeutig nachweisen. Der Angeklagte
hatte da noch felsenfest behauptet: "Ich habe nicht
gespuckt, ich tue das nie."
:: Nach
EM „harsche Bestrafung“ für Frei
Dass es anders war, bewiesen die neu aufgetauchten Fernsehbilder.
Sie ließen keinen Zweifel an der Schuld des 24-Jährigen.
Sofort legte die UEFA Einspruch gegen den Freispruch ein
und verurteilte Alexander Frei zu einer 15-tägigen
Sperre mit sofortiger Wirkung. Nach der EM wird das Verfahren
noch einmal neu aufgerollt und ein abschließendes
Urteil gefällt. Nach Angaben des UEFA-Sprechers Robert
Faulkner hat der Übeltäter eine „harsche
Bestrafung“ zu erwarten. Nachteilig dürfte
sich für ihn zudem das konsequente Leugnen der Tat
auswirken.
:: Spucker
Totti hatte sich wenigstens entschuldigt
Der Schweizer Stürmer ist schon der zweite Spieler
des Turniers, der durch eine Spuckattacke gegen einen
Gegenspieler in den Schlagzeilen steht. Erst wenige Tage
zuvor war der Italiener Francesco Totti wegen eines ähnlichen
Vorfalls für drei Spiele gesperrt worden. Im Unterschied
zu Frei hatte Totti seine Verfehlung jedoch zugegeben
und sich bei seinem Opfer entschuldigt.
Christoph Meichsner